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10 Tipps, wie Sie das meiste aus einem Praktikum herausholen

Es ist gar nicht so einfach, das Praktikum zu bekommen, das man sich gewünscht hat. Aber dank guter Planung und harter Arbeit haben Sie es geschafft. Nehmen Sie sich die Zeit, das zu feiern. Die kommenden Monate werden spannend und voller neuer Möglichkeiten sein.

So finden Sie Praktika auf Indeed

Während des Praktikums werden Sie nicht nur neue Hard und Soft Skills lernen – Sie könnten auch ein Jobangebot bekommen. So oder so möchten Sie das Beste aus Ihrem Praktikum machen und einen guten Eindruck hinterlassen. Hier finden Sie einen Leitfaden dazu:

1. Setzen Sie sich klare Ziele für das Praktikum

In jedem Job ist es wichtig, die Erwartungen des Arbeitgebers zu kennen – das gilt auch für ein Praktikum. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Vorgesetzten Ziele fest. Das gibt Ihnen Struktur und verleiht dem Praktikum Sinn. So vermeiden Sie auch unnötige Konflikte und Frust auf beiden Seiten.

Hier einige Beispielkriterien, nach denen Sie gemeinsam Ziele und Erwartungen im Praktikum definieren können:

  • An welchen konkreten Fähigkeiten möchten Sie arbeiten?
  • Auf welchem Gebiet bzw. bei welchen Projekten benötigt Ihr Arbeitgeber Unterstützung?
  • Wo bekommen Sie Hilfe und wer beantwortet Ihre Fragen?
  • Wo können Sie eigenständig Antworten auf Ihre Fragen finden (z. B. Intranet, Handbuch, Firmenwiki)?
  • Wann und wie bekommen Sie Feedback zu Ihrer Leistung?
  • Wie werden Probleme, z. B. bei Abgabefristen, angesprochen?

2. Bringen Sie angefangene Aufgaben zu Ende

Egal, ob Ihnen eine Aufgabe zugewiesen wurde oder ob Sie sie freiwillig übernommen haben: Bringen Sie Angefangenes immer zu Ende. Wenn Sie das Gefühl haben, etwas nicht zu schaffen, wenden Sie sich an Ihre Vorgesetzte. Erklären Sie, was das Problem ist und was Sie als nächste Schritte vorschlagen. Verantwortung übernehmen, Priorisieren und um Unterstützung bitten sind Fähigkeiten, die Ihnen helfen werden, eine gute Leistung abzuliefern.

Mit der Zeit werden Ihre Kolleginnen und Kollegen merken, dass Sie Ihre Aufgaben erfolgreich erledigen. So erarbeiten Sie sich einen Ruf als zuverlässiges Teammitglied.

3. Stehen Sie zu Fehlern und korrigieren Sie sie

Während Ihres Praktikums werden Sie auch Fehler machen – das ist okay. Aus Fehlern lernen wir. Wichtig ist, dass Sie die Verantwortung übernehmen, wenn etwas schiefgegangen ist. Indem Sie zu Ihren Fehlern stehen und Korrekturmöglichkeiten vorschlagen, helfen Sie dem Team, schneller eine Lösung zu finden.

Eine solche Situation könnte wie folgt aussehen:

Sie haben die Abgabefrist für ein wichtiges Projekt versäumt.

Mögliche Lösung:

  • Zuerst sollten Sie Ihre Vorgesetzte über Ihren Fehler informieren. Erklären Sie die Gründe, aber rechtfertigen Sie sich nicht zu sehr. Zum Beispiel: „Ich habe unterschätzt, wie lange ich für diese Aufgabe brauchen würde. Das war mein Fehler.“
  • Danach machen Sie Lösungsvorschläge. Zum Beispiel: „Ich habe jetzt andere Aufgaben vertagt und kann dieses Projekt bis heute Abend fertigstellen.“
  • Unternehmen Sie dann die notwendigen Schritte, um das Problem zu lösen.

4. Knüpfen Sie neue Kontakte

Ihr Praktikum ist eine gute Gelegenheit, mit dem Netzwerken zu beginnen. Die Menschen, die Sie an Ihrem Arbeitsplatz kennenlernen, können Freunde, berufliche Kontakte oder sogar Mentoren für die kommenden Jahre werden.

Vielen Menschen fällt es schwer, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. So können Sie das Eis brechen:

  • Haben Sie am Anfang Ihrer Karriere auch ein Praktikum gemacht? Was haben Sie dabei Wichtiges gelernt?
  • Gibt es etwas, was Sie am Anfang Ihrer Karriere geglaubt haben und jetzt anders sehen?
  • Was ist der beste Tipp, den Sie am Anfang Ihrer Karriere bekommen haben? Oder den Sie sich gewünscht hätten?
  • Welche Fähigkeiten werden Ihrer Meinung nach in den nächsten zehn Jahren auf diesem Gebiet am wichtigsten sein?

5. Finden Sie einen Mentor

Ein Mentor oder eine Mentorin kann Sie während des Praktikums begleiten und Ihnen Zugang zu beruflichen Netzwerken und Weiterbildungsangeboten verschaffen. Er oder sie wird Ihnen zwar nicht sofort die Straße zum Erfolg ebnen, kann aber ein wertvoller Feedbackgeber und eine Informationsquelle sein.

In einigen Firmen erhalten Praktikanten automatisch einen Mentor oder eine Mentorin – in anderen müssen sie ihn sich selbst suchen. In letzterem Fall ist es am besten, jemanden direkt anzusprechen, z. B. so: „Ich möchte aus meinem Praktikum so viel Wissen wie möglich mitnehmen. Ich glaube, dass ich von Ihnen viel lernen könnte. Könnten Sie in dieser Zeit mein Mentor/meine Mentorin sein?“

Wählen Sie eine Person aus, die Sie bewundern und die über die Fähigkeiten und Eigenschaften verfügt, die Sie gern hätten. Vielleicht gibt es jemanden in einer Position, die Sie eines Tages gern hätten. Wenn die Person einverstanden ist, planen Sie regelmäßige kurze Treffen mit ihr, um sich auszutauschen und Fragen zu klären. Hinweis: Mentor oder Mentorin zu sein bedeutet, Zeit zu investieren. Falls Ihre Wunschperson ablehnt, zeigen Sie Verständnis. Sie können auch fragen, ob sie jemand anderen empfehlen kann.

6. Üben Sie die Zusammenarbeit mit anderen

Eine entscheidende Fähigkeit, die Sie in so gut wie jedem Beruf gebrauchen können, ist Kollaboration: d. h. Erwartungen definieren, aktiv zuhören und klar kommunizieren. Suchen Sie sich während Ihres Praktikums Gelegenheiten, um die Zusammenarbeit mit anderen zu üben. Hier einige Ideen, wie Sie dabei vorgehen können:

  • Ob Einzel- oder Gruppenarbeit: Definieren Sie die Anforderungen an Ihr Projekt. Brauchen Sie Input oder Unterstützung von jemand anderem? Wenn Sie dies vorher wissen und andere vorwarnen können, wird es leichter, die Hilfe zu bekommen.
  • Wenn Sie ein Meeting einberufen, bereiten Sie sich vor: Verfassen Sie eine Tagesordnung und verschicken Sie sie vorab an die Teilnehmer. Wenn Sie zu einem Meeting ohne Tagesordnung eingeladen werden, fragen Sie den Organisator, auf welche Weise Sie sich vorbereiten können.
  • Respektieren Sie die Zeit der anderen, indem Sie das Meeting pünktlich beginnen und beenden.

7. Suchen Sie gezielt nach Entwicklungsmöglichkeiten

Ihre ersten Tage und Wochen im Praktikum werden möglicherweise von einer offiziellen Einführung oder Einarbeitung bestimmt. Nutzen Sie jede Schulung, um Fragen zu stellen und Neues zu lernen. Sollte es keine offizielle Einführung geben, suchen Sie eigenständig nach Informationsquellen. Ihr Praktikum ist eine seltene Gelegenheit, eine Organisation gründlich von innen kennenzulernen. Bewahren Sie sich daher Ihre Neugier und Energie, um das Beste aus Ihrer Zeit im Unternehmen herauszuholen.

8. Führen Sie ein Tagebuch Ihrer Erlebnisse

Gewöhnen Sie sich an, für die Dauer Ihres Praktikums ein Tagebuch zu schreiben. Auf diese Weise können Sie Ideen, Gelerntes und Erfolge festhalten.

Details über Ihre Leistungen, insbesondere wenn sie sich in Zahlen und Daten ausdrücken lassen, machen Ihre Erfolge greifbar. Ob Sie nun täglich oder wöchentlich schreiben – Ihre Notizen werden Ihnen später helfen, Ihren Lebenslauf zu aktualisieren oder Ihren Arbeitgeber um ein Zeugnis oder ein Referenzschreiben zu bitten.

9. Bewahren Sie sich eine positive Haltung

Während Ihres Praktikums werden Sie neue Fähigkeiten lernen, sich in einer neuen Hierarchie zurechtfinden und sich auf verschiedene Weise persönlich und professionell weiterentwickeln. Dieser Prozess kann auch Stress und Selbstzweifel hervorrufen.

Doch Sie können gegensteuern, sobald solche Unsicherheiten auftauchen: durch positives Denken. In Ihrem Tagebuch sollten Sie beispielsweise sowohl die Höhepunkte als auch die Schwierigkeiten Ihres Praktikums festhalten. Identifizieren Sie die Ursachen für gute Ergebnisse und üben Sie Dankbarkeit. Seien Sie nett zu sich selbst, wenn nicht alles nach Plan läuft. Belohnen Sie sich für Ihre gute Arbeit.

Eine positive Haltung hat einen großen Einfluss auf die seelische und körperliche Gesundheit. Tatsächlich haben Forscher herausgefunden, dass Optimismus zu einer geringeren Depressionsrate, einer größeren Widerstandskraft gegen Erkältungen und einer besseren Herzgesundheit führen kann.

10. Bleiben Sie in Verbindung

Nicht aus jedem Praktikum resultiert ein Jobangebot. Wenn Sie Interesse an dem Unternehmen und der Arbeit dort haben, bietet es sich an, in Verbindung zu bleiben. Sollte eine Stelle ausgeschrieben werden, wird man sich gleich an Sie erinnern.

Wenn Ihr Praktikum zu Ende geht, bedanken Sie sich mit individuellen Nachrichten bei Ihren Kolleginnen und Kollegen. Erwähnen Sie die Projekte, an denen Sie zusammengearbeitet haben, drücken Sie Ihre Dankbarkeit für die Wegbegleitung aus und geben Sie Ihre Kontaktdaten an.

Hier sind einige nützliche Satzanfänge für eine solche Dankes-Nachricht:

  • „Ich bin dankbar für die Zeit, die wir zusammen verbracht haben…“
  • „Ich weiß es zu schätzen, dass ich während meines Praktikums so viele Erfahrungen machen und Wissen erlangen konnte…“
  • „Ich würde gern in Kontakt bleiben…“

Folgen Sie den Social-Media-Kanälen des Unternehmens und abonnieren Sie Indeed Job-E-Mails, um frühzeitig von neuen Stellenangeboten bei dieser Firma zu erfahren.

Eine andere Idee: Schicken Sie Ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen ab und zu ein Update, z. B. ein für sie interessantes Projekt, an dem Sie gerade arbeiten. Gehen Sie auch gelegentlich mit ihnen Kaffeetrinken. Auf diese Weise bleiben Sie im Bilde und zeigen, dass Sie weiterhin Interesse an diesem Arbeitgeber haben.

Sobald Sie eine interessante Stellenausschreibung des Unternehmens entdecken, nehmen Sie zuerst Kontakt zu Ihrem ehemaligen Team auf, bevor Sie sich bewerben. Jemand könnte Ihnen Infos zur Stelle und Tipps für Ihre Bewerbung geben oder Sie direkt bei der Personalabteilung empfehlen.

Viel Glück für Ihr Praktikum und die Zeit danach. Wenn Sie dann bereit für den nächsten Karriereschritt sind, denken Sie daran, Ihren Indeed Lebenslauf zu aktualisieren.

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