Neu im Job

Wie Sie erfolgreich in den neuen Job starten: Die erste Woche, der erste Monat und die ersten 90 Tage

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Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job! Sie haben hart gearbeitet, um es bis hierhin zu schaffen. Das sollte gefeiert werden.

Gleichzeitig wird ein beruflicher Neustart von vielen Unsicherheiten begleitet. Sie werden neue Menschen kennenlernen, eine neue Umgebung und ein neues Verantwortungsgebiet. Damit Sie diesen Übergang erfolgreich meistern können, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

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Die erste Woche im neuen Job

In der ersten Woche geht es darum, die Balance zu halten: Einerseits möchten Sie einen guten Eindruck machen – andererseits sollten Sie sich auch nicht zu stark unter Druck setzen, alles richtig zu machen. Das Ziel ist, die neue Firma kennenzulernen und herauszufinden, wo Ihr Platz in diesem Biotop ist.

Dies sollten Sie in der ersten Woche beachten:

1. Stellen Sie sich vor, immer wieder. Studien haben gezeigt, dass Scheu in neuen Situationen mehrere Ursachen hat – eine davon ist die Unsicherheit, wie man sich richtig vorstellt. Das ist ganz natürlich: Wenn man neu ist, möchte man nicht unbedingt die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber in den ersten Tagen im neuen Job darf man Ihnen Ihren Enthusiasmus ruhig anmerken. Also, finden Sie den richtigen Zeitpunkt für eine kurze und energiegeladene Vorstellung.

Wenn es Ihnen besonders wichtig ist, neue Leute kennenzulernen, sollten Sie die Hilfe anderer in Anspruch nehmen. Erwähnen Sie Ihrer Vorgesetzten gegenüber, dass Sie großen Wert darauf legen, sich vorzustellen und bitten Sie um eine Liste der wichtigsten Kontakte. In Meetings können Sie darum bitten, am Anfang etwas Zeit zu bekommen, um sich vorzustellen.

So klappt es am besten mit dem Vorstellen:

  • Bereiten Sie Ihre ersten Sätze vor. So sind Sie gewappnet, wenn Ihnen ein neues Gesicht begegnet.
  • Achten Sie auf Ihre Umgebung und auf andere Menschen. Unterbrechen Sie keine Unterhaltungen, um sich vorzustellen. Sprechen Sie nicht zu laut in Großraumbüros. Achten Sie auf die Reaktion Ihres Gegenübers während der Vorstellung. Wenn jemand abgelenkt erscheint, fassen Sie sich kurz. Zeigt jemand Interesse, möchten Sie diese Person vielleicht besser kennenlernen. Als aufmerksamer Zuhörer machen Sie immer einen guten Eindruck.
  • Geben Sie Ihr Bestes, sich Namen zu merken. Am besten funktioniert das, indem Sie den Namen sofort wiederholen. Hinterher können Sie sich auch eine kurze Notiz zu dieser Person machen. Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck, sich alle Namen gleich merken zu müssen. Falls Sie einen Namen vergessen haben, seien Sie ehrlich: „Tut mir leid, ich habe in den letzten Tagen so viele neue Informationen bekommen. Wie war nochmal Ihr Name?“

2. Stellen Sie die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Aus der Forschung ist bekannt, dass neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bessere Leistungen bringen, wenn sie mehr Fragen stellen. Indem Sie Ihre Vorgesetzten und Ihre Kollegen um Informationen bitten, sind Sie schnell up to date. Hier sind einige Tipps, was und wann Sie fragen können:

  • Überlegen Sie sich, was genau Sie brauchen. Manchmal müssen Sie vielleicht um Erlaubnis bitten, ein anderes Mal brauchen Sie einen Rat oder eine Bestätigung. Je spezifischer Ihre Frage, desto besser. Schließlich möchten Sie niemandes Zeit verschwenden.
  • Priorisieren Sie die benötigten Informationen. Sollte beispielsweise Ihr Computer oder Ihre Zugangskarte nicht funktionieren, so muss das zuerst geregelt werden. Wenn Ihnen die Quartalsziele Ihres Teams noch nicht klar sind, so können Sie dies wahrscheinlich in den kommenden Wochen in Erfahrung bringen.
  • Notieren Sie sich Ihre Fragen, damit Sie nichts vergessen. Sie können sie dann in einem Einzelgespräch mit Ihrer/Ihrem Vorgesetzten stellen. Finden Sie heraus, was für Ihre/n Chef/in praktischer ist: Fragen per E-Mail oder im persönlichen Gespräch zu klären? Wenn Sie viele Fragen an eine Gruppe von Menschen haben, könnte es sinnvoll sein, um ein Meeting zu bitten, statt alle einzeln anzusprechen. Sie können Ihre Fragen in der Einladung zum Meeting anhängen. So können sich alle vorbereiten.

3. Finden Sie eine Bezugsperson. Nun haben Sie sich vorgestellt und bekommen langsam ein Gefühl dafür, mit wem Sie zusammenarbeiten werden. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit einem Kollegen oder einer Kollegin zusammen Mittag essen oder Kaffee trinken zu gehen. Das kann Ihr Sitznachbar sein oder die Kollegin, mit der sie gemeinsam angefangen haben. Eine Bezugsperson macht gerade in der Anfangsphase vieles leichter. Aus der Forschung wissen wir, dass soziale Kontakte Menschen zudem produktiver machen.

Erwarten Sie nicht, gleich in der ersten Woche einen besten Freund zu finden oder eine tiefgehende Beziehung zu jemandem zu entwickeln. Aber erst einmal wird Ihnen das Gefühl, nicht allein zu sein, Stabilität geben.

4. Lernen Sie Ihre Umgebung kennen und schätzen. Wo sind die Toiletten? Wo gibt es Kaffee und Wasser? Wie komme ich zu den Treppen und Fahrstühlen? Wo geht man in der Pause hin? Wo gibt es etwas zu essen? Finden Sie heraus, was Ihre neue Arbeitsumgebung zu bieten hat. Wenn Sie noch niemand herumgeführt hat, können Sie eine Kollegin um eine Tour bitten.

Die erste Woche können Sie außerdem nutzen, um Ihren Arbeitsweg zu optimieren. Finden Sie heraus, wann Sie aus dem Haus gehen müssen und welche Routen oder Transportmöglichkeiten die besten sind. Dies frühzeitig zu klären, sorgt für ein ruhiges Gefühl.

Bonus-Tipp für die erste Woche: Machen Sie sich nützlich**

Wahrscheinlich wurden Sie eingestellt, weil es viel zu tun gibt. In der ersten Woche im neuen Job sollte Ihr Augenmerk darauf liegen, Informationen aufzusaugen. Dennoch können Sie sich schon nützlich machen. Hier einige Ideen dazu:

  • Lernen Sie, die Kaffeemaschine zu bedienen. Diese Aufgabe fällt in der Regel demjenigen zu, der eine leere Kanne vorfindet. Fragen Sie proaktiv nach, so dass Sie frischen Kaffee machen können, wenn Sie an der Reihe sind.
  • Fragen Sie Ihre/n Vorgesetzte/n, was gerade ihre größte Herausforderung ist. Nehmen Sie sich in der ersten Woche die Zeit, darüber nachzudenken. Erzwingen Sie nichts und vermeiden Sie Fettnäpfchen. Aber wenn es etwas gibt, dass Sie schon tun können: Tun Sie es.
  • Machen Sie sich erste Notizen für Ideen und Verbesserungsvorschläge. Heben Sie sie auf, bis Sie mehr über den Job und das Unternehmen wissen. Vermeiden Sie es, als Besserwisser darzustehen.

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Der erste Monat im neuen Job

Nach den aufregenden ersten Tagen im Job ist es Zeit, sich in die neue Rolle zu finden. Im ersten Monat ist Ihr Ziel herauszufinden, wie Sie mit Ihren Fähigkeiten zum Unternehmenserfolg beitragen können.

Tipps für den ersten Monat:

1. Lernen Sie Ihr Team besser kennen. Es ist wichtig, dass Sie weiterhin neue Kontakte knüpfen und anderen die Chance geben, Sie besser kennenzulernen. Einfach, indem Sie mit Ihrem Team zusammen sind und beobachten, wie gearbeitet wird, erfahren Sie Neues über die Unternehmens- und Teamkultur.

2. Bauen Sie Strukturen und neue Routinen auf. Dieser Job ist ein Neustart für Sie – und eine willkommene Gelegenheit, sich von alten Gewohnheiten zu verabschieden. Entscheiden Sie, wie Sie Ihren Terminkalender und Ihre To-Do-Listen anlegen möchten, wie Sie sich Ihre Zeit einteilen und was Sie noch lernen möchten.

3. Legen Sie mit Ihrer Vorgesetzten eine Definition für Erfolg fest. In den ersten Wochen sollten Sie und Ihr/e Vorgesetzte/r sich die Zeit nehmen, um gegenseitige Erwartungen zu klären: z. B. wie Sie zusammenarbeiten werden, was Sie brauchen, um Ihren Job gut zu erledigen und nach welchen Kriterien Ihre Arbeit bewertet wird.

Hier ein paar Hinweise für dieses Gespräch:

  • Kommen Sie gut vorbereitet und nutzen Sie die Zeit effektiv. Wenn Sie Rat und Informationen brauchen, lenken Sie das Gespräch aktiv in diese Richtung.

  • Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Vorgesetzten. Wenn Sie beide unterschiedliche Vorstellungen haben, versuchen Sie, die Dinge aus der anderen Perspektive zu sehen und Überschneidungen oder einen Kompromiss zu finden.

  • Identifizieren Sie mögliche schnelle Erfolge. Vermutlich haben Sie schon eine lange Liste von Aufgaben. Finden Sie heraus, worauf Ihr/e Vorgesetzte/r besonderen Wert legt. Machen Sie diese Aufgaben zu Ihrer Priorität.

Bonus-Tipp für den ersten Monat: Seien Sie offen und bescheiden**

Wenn wir bescheiden sind, anerkennen wir an, dass wir nicht alles allein schaffen können. Nehmen Sie sich die Zeit, sich bei den Leuten zu bedanken, die Sie einarbeiten. Schmücken Sie sich nicht mit fremden Federn. Und hören Sie mehr zu, als dass Sie reden. Egal, wie viel Erfahrung Sie haben: Sie haben genau diesen Job unter diesen Bedingungen noch nie gemacht. Bleiben Sie daher offen für Neues.

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Die ersten 90 Tage im neuen Job

Ihr Ziel in den ersten Monaten ist es, sich in Ihre neue Rolle einzufinden. Während dieser Zeit geben Sie Ihr Bestes.

Hier einige Tipps:

1. Suchen Sie sich Herausforderungen. Oft haben wir mehr Macht, als wir glauben. Die Psychologieprofessorin Ellen Langer von der Harvard-Universität stellte fest:

„Sozialpsychologen argumentieren, dass es vor allem von der Situation abhängt, wer wir sind. Aber wer kreiert die Situation? Je achtsamer wir sind, desto mehr können wir die Situation beeinflussen. Und wenn wir die Situation kreieren, können wir eher authentisch sein. Achtsamkeit lässt uns die Dinge in einem neuen Licht sehen und hilft uns, an Veränderung zu glauben.“

Setzen Sie sich ehrgeizige Ziele. Arbeiten Sie daraufhin, indem Sie Situationen schaffen, die Ihre Zielerreichung unterstützen. Wiederholen Sie diesen Prozess immer wieder und setzen Sie sich dabei jedes Mal etwas höhere Ziele. Auch wenn Sie sie nicht immer erreichen werden, so trägt dieser Prozess zu ihrem persönlichen und professionellen Wachstum bei.

2. Setzen Sie Grenzen. Vielleicht sind Sie im ersten Monat im neuen Job Kompromisse bezüglich Ihrer Grenzen eingegangen. Vielleicht sind Sie früher zur Arbeit erschienen und später gegangen. Vielleicht haben Sie Zusatzaufgaben übernommen, um anderen zu helfen. Das ist eine natürliche Reaktion in einer neuen Arbeitsumgebung: Wir tun anderen Gefallen, weil wir akzeptiert werden möchten.

Innerhalb der ersten Monate sollten Sie allerdings anfangen, wieder Grenzen zu ziehen, damit Sie Ihren Job bestmöglich erledigen können. Sie möchten weiterhin ein Teamplayer sein, aber Nein zu sagen wird Ihnen helfen, sich auf Ihre Ziele zu fokussieren und Ihre Arbeitszeit effektiv zu nutzen.

3. Bitten Sie um ein Feedback zum ersten Quartal. In einigen Organisationen ist es üblich, nach drei Monaten ein erstes Feedback zu geben – in anderen erst nach sechs Monaten, also meist mit dem Ablauf der Probezeit. Selbst wenn Ihr Arbeitgeber gar kein Feedback geplant hat, möchten Sie in der Regel gern wissen, wo Sie stehen. Bitten Sie Ihre Vorgesetzte daher um ein Feedbackgespräch.

Dieses Gespräch dient dazu, sich gegenseitig zu vergewissern, ob alles gut läuft. Schauen Sie zurück, ob Sie Ihre Ziele bislang erreichen konnten. Schauen Sie aber auch in die Zukunft: Welche Meilensteine sollten Sie Ihrer Chefin zufolge im nächsten Quartal erreichen? Und im nächsten Jahr?

4. Nehmen Sie Kontakt mit alten Kollegen auf. Mittlerweile haben Sie sich im neuen Job gut eingelebt. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich bei ehemaligen Kolleginnen und Kollegen zu melden und sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen.

Pflegen Sie Ihr berufliches Netzwerk, um am Puls des Arbeitsmarktes und Ihrer Branche zu bleiben. Indeed-Analysen zeigen, dass 65 Prozent der Neu-Eingestellten innerhalb der ersten drei Monate bereits nach neuen Jobs suchen.¹ Dies bedeutet nicht, dass es schon Zeit ist zu gehen – sondern vielmehr, dass sich Menschen ständig Gedanken über den nächsten Karriereschritt machen.

Bonus-Tipp für die ersten 90 Tage: Seien Sie nicht zu hart zu sich selbst**

Damit Sie im neuen Job erfolgreich sein können, müssen Sie an sich glauben. Trotzdem werden Sie Frust erleben und Fehler machen. Fixieren Sie sich nicht auf das, was Sie noch nicht können. Legen Sie Ihren Fokus eher darauf, wie weit Sie schon gekommen sind und wo Sie dank Ihrer guten Arbeit noch hinkommen werden. Schließlich hat Ihr Arbeitgeber Sie aus einer Menge Kandidatinnen und Kandidaten für diesen Job ausgewählt – und das wird schon einen guten Grund haben.

Wenn Sie irgendwann bereit für die nächste Herausforderung sind, aktualisieren Sie Ihren Indeed Lebenslauf. So können Arbeitgeber Sie kontaktieren und Ihnen passende Jobs vorschlagen.

¹Indeed-Statistik

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