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Leitfaden: Gut gekleidet im Job

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Im beruflichen Umfeld kleidet man sich oft anders als zuhause. Der Kleidungsstil hängt vom Unternehmen ab und dem Anlass: ein Vorstellungsgespräch, ein Kongress oder ein wichtiges Meeting. Aus der anglo-amerikanischen Geschäftswelt kommen verschiedene Kleiderordnungen, von „Casual“ bis „Business Formal“. Häufig steht auf der Einladung, welche Kleiderordnung gilt. Falls nicht, müssen Sie anhand der Unternehmenswebseite und des Anlasses selbst eine Entscheidung treffen. Generell gilt: Kleiden Sie sich im Zweifel lieber etwas zu schick als zu leger.

Diese Kleidungsstile sind üblich:

  1. Casual

  2. Smart Casual

  3. Business Casual

  4. Business Professional

  5. Business Formal

  6. Geschlechtsneutral

Um eine Entscheidung bezüglich Ihres Kleidungsstils zu treffen, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Wenn Sie neu in einem Büro sind, achten Sie genau darauf, was andere tragen. Zum Beispiel könnte es sein, dass die meisten Leute sich eher „casual“ (lässig) kleiden, die Führungskräfte aber etwas formeller. Wählen Sie einen Kleidungsstil, der zu Ihrer Position passt.

  • Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, checken Sie die Webseite des Unternehmens und die Social-Media-Kanäle, um Hinweise zur Unternehmenskultur zu bekommen. Vielleicht finden Sie Fotos oder Videos, auf denen Sie erkennen können, wie die Mitarbeiter gekleidet sind. Es ist auch okay, beim Recruiter nachzufragen.

  • Wenn Sie zu einem wichtigen Meeting oder Event gehen, fragen Sie erfahrene Kolleginnen und Kollegen, wie Sie sich professionell und respektvoll kleiden.

  • Egal zu welchem Anlass: Vermeiden Sie auf jeden Fall große oder auffällige Accessoires, sehr hohe Absätze und Aufdrucke von unpassenden Sprüchen oder Bildern.

Schauen wir uns nun die zu verschiedenen Situationen passenden Kleidungsstile sowie einige Beispiele näher an.

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Kleidungsstile im Geschäftsleben

1. Casual

Als „Casual“ (englisch: zwanglos, leger) wird ein informeller Stil bezeichnet, der auch außerhalb des Jobs üblich ist. In einer Firma, in der Jeans, T-Shirt und offene Schuhe getragen werden, wird dieser Kleidungsstil favorisiert. Für ein Vorstellungsgespräch sollten Sie sich dennoch etwas formeller kleiden, auch wenn die Firma insgesamt locker erscheint.

Casual

Casual für Damen

  • T-Shirts, Blusen und Pullis

  • Jeans, 7/8-Hosen

  • Sneakers, flache Schuhe und Sandaletten

Casual für Herren

  • T-Shirt, Hemd und/oder Pullover

  • Jeans, Khakis (beige Stoffhosen)

  • Sneakers, Halbschuhe oder Sandalen

2. Smart Casual

Smart Casual ist etwas schicker als Casual. Zum Beispiel können Sie etwas trendigere Kleidungsstücke mit dem lässigen Look kombinieren. So sind Sie auch für etwas formellere Anlässe, z. B. Kundenmeetings, gut angezogen. Smart Casual ist ebenfalls eine gute Wahl für ein Vorstellungsgespräch in einem ansonsten eher lockeren Unternehmen. Auf diese Weise passen Sie gut in die lässige Firmenkultur, sind aber trotzdem ordentlich und professionell gekleidet und zeigen, dass Ihr Erscheinungsbild Ihnen wichtig ist.

Smart casual

Smart Casual für Damen

  • Blazer, Kleider, Pullover, Blusen

  • Stoffhosen, Röcke

  • Schuhe mit und ohne Absatz

  • Schmuck und Schals

Smart Casual für Herren

  • Sportsakko, Hemd, Krawatte, Poloshirt

  • Khakis

  • Business-Schuhe, Stiefel oder unauffällige Sneakers

  • Gürtel

3. Business Casual

Business Casual gilt als Stil in der Mitte zwischen formell und leger und ist sehr weit verbreitet. Es ist ein Mix aus Business- und Casual-Elementen. So sind z. B. Khakis erlaubt. Business Casual eignet sich für viele Vorstellungsgespräche, Kundenmeetings und allgemeine Bürosituationen. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, wie Sie sich kleiden sollen, können Sie mit diesem Stil nichts falsch machen. (Eine Ausnahme sind sehr konservative Branchen wie z. B. Bankwesen oder Politik, siehe weiter unten.)

Business casual

Business Casual für Damen

  • Blusen, Hemdblusen, Pullover, Blazer

  • Schmale Röcke

  • Hosen, Khakis

  • Flache oder Absatzschuhe, Ballerinas, Mokassins oder Stiefel

  • Einfacher Schmuck, Gürtel

Business Casual für Herren

  • Hemd, Poloshirt, sportlicher Mantel

  • Jackett und Krawatte (optional)

  • Anzughosen, Freizeithosen, Khakis

  • Halbschuhe, modische Sneakers aus Leder oder Leinen, Business-Schuhe oder Stiefel

4. Business Professional

Business Professional ist der traditionelle Look der Geschäftswelt. Er ist in einer konservativen Umgebung oder Unternehmen mit einer strengen Kleiderordnung üblich, z. B. bei Banken, Buchhaltung, Finanzwesen, Politik und Recht. Die Kleidung sollte gut sitzen und am besten maßgeschneidert sein.

Business professional

Business Professional für Damen

  • Blusen oder Hemdblusen mit Blazer

  • Formelle Kleider, Röcke, Anzughosen

  • Klassische Absatzschuhe (max. 7,5 cm), Mokassins oder klassische flache Schuhe

  • Minimalistischer Schmuck, Gürtel

Business Professional für Herren

  • Dunkler Anzug (grau, dunkelblau), Krawatte

  • Weißes oder hellblaues Hemd

  • Gürtel

  • Schnürschuhe oder Halbschuhe

5. Business Formal

Diese Kleiderordnung ist für besondere Anlässe reserviert, z. B. Preisverleihungen, formelle Abendessen, Benefiz-Events oder andere wichtige Abendveranstaltungen. Business Formal ist „Black Tie“ ähnlich, ist aber etwas zurückhaltender, um die Professionalität zu wahren.

Business formal

Business Formal für Frauen

  • Dunkler Hosenanzug, dunkles Kostüm oder Kleid mit passendem Blazer

  • Evtl. langes Abendkleid

  • Absatzschuhe, Schnürschuhe oder Mokassins

  • Minimalistischer Schmuck

Business Formal für Herren

Herren ziehen sich bei der Kleiderordnung Business Formal ähnlich an wie bei Business Professional, allerdings mit schwarzem Anzug. Dazu passen ein helles Hemd,
Anzugschuhe (bitte nicht in Braun!) oder schmucklose Halbschuhe. Ein Gürtel, eine Krawattennadel oder kleine, unauffällige Manschettenknöpfe runden das Bild ab.

6. Geschlechtsneutrale Businesskleidung

Wichtig ist, dass Sie sich auch am Arbeitsplatz in Ihrer Kleidung wohlfühlen. Vielleicht tragen Sie im Alltag keine Kleider. Vielleicht möchten Sie mit Ihrem modischen Stil keinen Geschlechterstereotypen entsprechen. Vielleicht identifizieren Sie sich nicht eindeutig als Mann oder Frau und möchten Sich auch in Ihrem Kleidungsstil nicht festlegen.

Im Job haben Sie grundsätzlich die freie Wahl der Kleidung. Es sei denn, der Arbeitgeber meldet besondere Interessen an (z. B. Kundenkontakt, Arbeitsschutz oder Hygiene) oder legt eine bestimmte Arbeitskleidung oder Uniform fest. Dennoch sollten Sie sich modisch nicht völlig ins Aus schießen – dies könnte Ihrer Karriere schaden.

Ein geschlechtsneutraler Stil kann hier eine gute Wahl sein. Für Casual bedeutet das Jeans, Pullis, Hemden, trendige Sneakers, Sandalen oder Mokassins.
In einer formelleren Umgebung empfehlen sich Anzughosen, gebügelte Freizeithosen oder Khakis. Als Oberteile passen Pullover, Hemden und Strickjacken. Abgerundet wird der Look mit Anzugschuhen, Halbschuhen oder stylischen Schnürschuhen.

Hosenanzüge sind eine tolle Option für formelle Anlässe. Hierzu passen Schnürschuhe mit flachem oder mittlerem oder Mokassins.

Gender neutral

Je nachdem, wie formell ein Anlass ist, werden Sie unterschiedliche Outfits brauchen. Achten Sie stets darauf, ob eine Kleiderordnung angegeben ist, und halten Sie sich daran. Falls nicht, erkundigen Sie sich oder recherchieren Sie selbst, was angemessen ist. Mit Ihrer Kleiderwahl tragen Sie dazu bei, als Profi wahrgenommen zu werden. Denn auch heute noch gilt die alte Volksweisheit: Kleider machen Leute.

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