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Wie Sie Ihren Job kündigen

Mitunter entscheidet man im Laufe der Karriere, einen Job zu kündigen. Gründe dafür gibt es viele: Vielleicht haben Sie eine attraktivere Stelle gefunden oder ziehen in eine andere Stadt. Vielleicht möchten Sie sich auch selbstständig machen. In jedem Fall ist eine Kündigung eine Herausforderung.

Hier einige Tipps, wie Sie Ihre Kündigung taktvoll gestalten können.

Stellen Sie sicher, dass Sie bereit sind für die Kündigung

Nehmen Sie sich Zeit, genau darüber nachzudenken, warum, wann und wie Sie Ihren Job aufgeben möchten. So stellen Sie sicher, dass Sie die beste Entscheidung treffen, mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber im Guten auseinandergehen und einen neuen Job finden. Selbst wenn Sie frustriert sind, sollten Sie das Pro und Kontra einer Kündigung sorgfältig abwägen. Wenn Sie sich mit Ihren Aufgaben unterfordert oder von der Arbeitsmenge überrollt fühlen, überlegen Sie, ob ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten helfen kann.

Wenn Sie bereits aktiv auf Jobsuche sind, bietet es sich an, mit der Kündigung zu warten, bis Ihr neuer Arbeitsvertrag unter Dach und Fach ist. Andernfalls riskieren Sie eine Lücke in Ihrem Lebenslauf, die zudem Auswirkungen auf Ihre Finanzen und Versicherungen haben könnte.

Ist die Entscheidung für eine Kündigung gefallen, sollten Sie sie höflich und professionell kommunizieren. Den meisten Arbeitgebern ist bewusst, dass Angestellte gelegentlich neue berufliche Herausforderungen suchen. Durch professionelles Verhalten erhalten Sie die gute Beziehung zu Ihrem alten Arbeitgeber aufrecht und können vielleicht später darauf zurückkommen.

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Halten Sie die Kündigungsfrist ein

Die Kündigungsfrist finden Sie normalerweise in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag. Ist dort nichts angegeben, so gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen.

Wenn möglich seien Sie so fair, bestehende Projekte abzuschließen oder zu übergeben.

Achten Sie bei Ihrem Kündigungsschreiben darauf, dass alle rechtlich notwendigen Informationen enthalten sind.

Bedanken Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber

Oft ist ein Job mehr als nur eine Art, Geld zu verdienen. Je nachdem wie lange Sie schon in der Organisation sind, haben Sie vielleicht langjährige Beziehungen zu Ihren Kolleginnen und Kollegen oder Vorgesetzten aufgebaut. Sie haben viel Neues gelernt, sich auf eine höhere Position vorgearbeitet, mehr Verantwortung übernommen und sind als Persönlichkeit und als Fachkraft gewachsen. Die Erfahrungen, die Sie in diesem Job machen durften, haben Ihnen sicher geholfen, jetzt den nächsten Schritt Ihrer Karriere anzugehen. Zeigen Sie also Ihre Wertschätzung.

Nehmen Sie sich Zeit, sich bei Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräften zu bedanken. Nicht nur, weil es sich so gehört, sondern auch, weil dies Ihr berufliches Netzwerk stärkt. Wer weiß, wann Sie einem ehemaligen Kollegen einmal weiterhelfen können oder umgekehrt.

Geben Sie Feedback zu Ihrer Kündigung

Sie sind nicht verpflichtet, Gründe für Ihre Kündigung anzugeben. Es kann jedoch hilfreich für Ihre Vorgesetzten und das Führungsteam allgemein sein, Ihre Gründe zu verstehen. Am besten kann dies durch ein Gespräch mit Ihrem HR-Manager geschehen. In einigen Unternehmen sind Exit-Interviews üblich, bei denen Sie zu Ihren Erfahrungen mit der Firma befragt werden und zu Ihren Beweggründen für die Kündigung. Auch Feedback zur Unternehmenspolitik und -kultur und zu den Sozialleistungen kann abgefragt werden.

Bereiten Sie dieses Treffen gründlich vor, so dass Sie konstruktives Feedback geben können. Denken Sie daran: Ihr Ziel ist es, die gute Beziehung zu Ihrem Arbeitgeber aufrechtzuerhalten. Seien Sie daher ehrlich, aber professionell.

Selbst wenn kein Exit-Interview geplant ist, können Sie ein Teammitglied bitten, über Ihr Feedback und die Gründe für Ihre Kündigung zu sprechen. Wenn der Grund für Ihre Entscheidung zu gehen eine bestimmte Person ist, sollten Sie dies der Personalabteilung mitteilen.

Planen Sie ein Gespräch vor Ihrer Kündigung

Sie können Ihre Kündigung per Post schicken oder dafür sorgen, dass Ihr Vorgesetzter es von der Personalabteilung erfährt. Eleganter ist es, ein persönliches Gespräch anzuberaumen. Je nachdem, wie gut Ihr Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten ist, wäre dies eine gute Gelegenheit, sich für die Zeit in der Firma zu bedanken und einen Plan für die Abwicklung der noch bestehenden Projekte zu entwerfen.

Ein solches Gespräch ist eine freundliche Geste – Sie sind jedoch keinesfalls dazu verpflichtet. Wenn Sie kein gutes Verhältnis zu Ihrem Vorgesetzten haben oder dessen Reaktion fürchten, ist es besser, zuerst mit der Personalabteilung zu sprechen.

Unabhängig davon, wie die Kündigung vonstatten geht: Sie brauchen in jedem Fall ein schriftliches Kündigungsschreiben, das sie entweder persönlich übergeben oder per Einschreiben zustellen lassen.

Was tun während der Kündigungsfrist?

Nachdem Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre Kündigung informiert haben, werden Sie je nach Kündigungsfrist mindestens noch vier Wochen im alten Job verbringen. In dieser Zeit können Sie angefangene Aufgaben zu Ende führen bzw. eine Übergabe noch ausstehender Projekte organisieren.

Schreiben Sie Ihre täglichen Aufgaben genau auf, zeigen Sie, wo Sie wichtige Dateien und Passwörter gespeichert haben und wie Sie bestimmte Geräte benutzen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Nachfolger bzw. Ihre Nachfolgerin gut eingearbeitet werden kann.

Als Geheimnisträger oder wenn Sie zu einem Konkurrenzunternehmen wechseln, kann es passieren, dass Sie aufgefordert werden, Ihren Arbeitsplatz sofort nach Abgabe der Kündigung zu verlassen. Dies ist eine Standardprozedur, die verhindern soll, dass Arbeitnehmer vertrauliche Daten mitnehmen.

In fünf Schritten zur Kündigung

Zusammenfassend sind hier fünf Schritte, wie Sie auf professionelle und taktvolle Weise kündigen.

Schritt 1: Treffen Sie die Entscheidung. Ob Sie ein Angebot von einem Wettbewerber bekommen haben, sich selbstständig machen wollen oder andere Pläne haben – sobald die Entscheidung zu kündigen getroffen ist, entwerfen Sie eine Strategie für Ihr Austreten aus dem Unternehmen.
Schritt 2: Informieren Sie sich über Ihre Kündigungsfrist. Schauen Sie dazu im Arbeitsvertrag nach.
Schritt 3: Formulieren Sie Ihr Kündigungsschreiben. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und sollte kurz und höflich sein. Das Schreiben muss Folgendes enthalten:

  • Ihren Namen und Ihre Adresse
  • Das aktuelle Datum Kündigungsfrist beachten! (s. unten)
  • Betreffzeile: Kündigung
  • Persönliche Anrede an die zuständige Person, z. B. die Vorgesetzte oder jemand aus der Personalabteilung
  • Das Datum, an dem Ihr Arbeitsvertrag enden soll („Kündigung zum xx.xx.20xx“)
  • Ihre Unterschrift

Schritt 4: Treffen Sie sich mit dem HR-Verantwortlichen und / oder Vorgesetzten (optional). Übergeben Sie Ihre Kündigung in einem Treffen mit einer HR-Verantwortlichen und / oder Ihrem direkten Vorgesetzten. Bleiben Sie dabei ruhig, höflich und professionell.
Schritt 5: Projektabwicklung und Übergabe. Nutzen Sie die Zeit der Kündigungsfrist, um offene Projekte zu beenden bzw. zu übergeben. Wer auch immer den Job übernimmt, wird Ihnen dankbar sein. Eventuell können Sie die nachfolgende Person noch selbst aussuchen und einarbeiten.

Viele Menschen entscheiden sich irgendwann im Laufe Ihrer Karriere, einen Job zu kündigen. Hierbei gilt: Eine vorausschauende Planung und ein faires Verhalten garantieren einen freundlichen Abschied und einen reibungslosen Übergang für alle Beteiligten.