Bewerbung: Was ist der frühestmögliche Eintrittstermin?

Von Indeed Editorial Team

Aktualisiert am 22. Januar 2023

Veröffentlicht am 3. Januar 2022

Das Indeed Editorial Team besteht aus einem vielfältigen und talentierten Team von Autor*innen, Forscher*innen und Branchenexpert*innen, die Ihnen mithilfe der Daten und Einblicke von Indeed hilfreiche Tipps für Ihre Jobsuche geben.

Die Frage nach dem frühestmöglichen Eintrittstermin ist für Sie als Bewerber*in genauso interessant wie für die Personaler*innen. In der Regel ist es ihre Aufgabe, eine Stelle schnellstmöglich zu besetzen. Deshalb wird in Stellenausschreibungen häufig darum gebeten, den frühestmöglichen Eintrittstermin anzugeben. Wenn Sie in einem ungekündigten Angestelltenverhältnis beschäftigt sind, müssen Sie natürlich Ihre Kündigungsfrist einhalten. Deshalb ist ein schneller Wechsel in den neuen Job oft nicht möglich. Doch manchmal kann es sich lohnen, Zeit und Energie in die Bewerbung zu investieren und einen Eintrittstermin zu benennen. In diesem Artikel erfahren Sie, worin die Vor- und Nachteile liegen, und Sie erhalten wertvolle Formulierungstipps.

Warum wird nach dem frühestmöglichen Eintrittstermin gefragt?

Manchmal wird in Stellenausschreibungen nach dem frühestmöglichen Eintrittstermin gefragt, sowohl bei unbesetzten als auch bei freiwerdenden Stellen. So können Personaler*innen generell besser planen. Die Informationen, die in der Stellenanzeige gefordert werden, sollten Sie in jedem Fall in Ihrer Bewerbung unterbringen.

Wenn in der Stellenanzeige nicht nach Ihrem frühestmöglichen Eintrittstermin gefragt wird, liegt es in Ihrem eigenen Ermessen, ob Sie eine entsprechende Angabe machen.

Sucht ein Unternehmen sofort Verstärkung, disqualifizieren Sie sich durch Angabe eines späten Eintrittstermins möglicherweise. Wenn Sie hingegen eine überzeugende Bewerbung einreichen und das Unternehmen beim Vorstellungsgespräch für sich begeistern, findet sich vielleicht eine Lösung, um die Stelle mit Ihnen zu besetzen. Andererseits wirken Sie möglicherweise verzweifelt, wenn Sie sofort zur Verfügung stehen. Das könnte Ihre Chancen auf die neue Stelle ebenfalls beeinträchtigen.

Deshalb könnte das frühestmögliche Eintrittsdatum große Auswirkungen auf Ihre Bewerbung haben. Welche Vor- und Nachteile die Angabe dieser Information mit sich bringt, erfahren Sie hier.

Vorteile: Eintrittstermin nennen

Es gibt eine Reihe von Vorteilen, die die Angabe des frühestmöglichen Eintrittsdatums mit sich bringt.

Sie ermöglichen dem Unternehmen eine bessere Planung und schnellere Abwicklung der Bewerbungen. So verschwenden Sie nicht die Zeit der Personaler*innen, die Kandidat*innen wegen zu langer Kündigungsfristen direkt aussortieren können.

Insbesondere, wenn Sie dem potenziellen Arbeitgeber schnell zur Verfügung stehen können, erhöht das Ihre Chancen auf den Job. Sie haben dadurch einen Vorteil gegenüber Mitbewerber*innen mit langen Kündigungsfristen.

Sollte die Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins in der Stellenanzeige gefordert sein, dann zeigen Sie, dass Sie sich mit der Stellenausschreibung beschäftigt haben.

In einigen Fällen können Sie durch den Eintrittstermin punkten.

Nachteile: Eintrittstermin nennen

Das sieht in anderen Fällen wiederum ganz anders aus, denn aus der Angabe dieser Information gehen auch einige Nachteile hervor.

Wenn Sie die Information preisgeben und das Datum zu weit in der Zukunft liegt, minimieren Sie dadurch vielleicht Ihre Chancen auf die weiteren Schritte im Auswahlverfahren. Ihre Bewerbung wird möglicherweise gar nicht näher betrachtet, weil Sie nicht sofort zur Verfügung stehen können.

Daraus ergibt sich natürlich auch ein Nachteil gegenüber den Mitbewerber*innen, die die neue Stelle früher antreten können.

Sollten Sie sofort bereit sein, könnte das den Eindruck erwecken, als seien Sie verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Stelle. Dadurch wirken Sie womöglich alternativlos und machen sich uninteressant.

Eintrittsdatum sofort: Darauf müssen Sie achten

Wie bereits erwähnt, suchen manche Unternehmen sofortige Unterstützung. Selbst, wenn Sie Interesse daran haben, sofort loszulegen, müssen Sie einige Gänge zurückschalten. Informieren Sie sich zunächst über Ihre Kündigungsfristen. Sie liegen in der Regel zwischen einem und sechs Monaten. Doch es gibt auch Lösungen, um schneller den Job zu wechseln. Beispielsweise können Sie mit Ihrem jetzigen Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag schließen.

Vorsicht: In Deutschland gibt es ein Wettbewerbsverbot. Das bedeutet: In manchen Verträgen ist festgehalten, dass Arbeitnehmer*innen für einen bestimmten Zeitraum nicht zu einem konkurrierenden Unternehmen wechseln dürfen. Dadurch möchten Arbeitgeber ihr Fachwissen und ihre Betriebsgeheimnisse schützen. Überprüfen Sie vor Ihrer Bewerbung, ob in Ihrem Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel enthalten ist. In vielen Fällen lässt sich das aber auch anfechten.

Mehr erfahren: Zeigen Sie Personalverantwortlichen, dass Sie sofort verfügbar sind

Platzierung in der Bewerbung

Wo platzieren Sie die Information zu Ihrem frühestmöglichen Eintrittsdatum? In den meisten Bewerbungen taucht der Vermerk im letzten Absatz auf. So können Sie auch direkt mitteilen, dass Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch freuen.

Formulierungshilfen

Nun fragen Sie sich, wie Sie die Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins formulieren. Natürlich sollte die entsprechende Formulierung zu Ihrem bisherigen Schreibstil passen und sich harmonisch in die Bewerbung einfügen. Nachfolgend finden Sie einige Anregungen:

  • „Ich befinde mich zurzeit noch in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis und könnte frühestens ab dem TT.MM.JJJJ beginnen.“

  • „Gerne stehe ich Ihnen ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung. Unter Umständen ist auch ein früherer Eintritt möglich.“

  • „Ich werde mein Studium voraussichtlich zum TT.MM.JJJJ abschließen. Gerne stehe ich Ihnen anschließend zur Verfügung.“

  • „Weil ich aktuell nicht vertraglich gebunden bin, bin ich hinsichtlich des Eintrittstermins flexibel.“

  • „Nach Abschluss meiner Ausbildung voraussichtlich zum TT.MM.JJJJ kann ich gerne bei Ihnen anfangen.“

  • „Zum TT.MM.JJJJ nehme ich gerne die Beschäftigung bei Ihnen auf. Zurzeit befinde ich mich in einem unbefristeten Angestelltenverhältnis.“

  • „Mein aktuelles Beschäftigungsverhältnis endet am TT.MM.JJJJ. Im Anschluss könnte ich sofort bei Ihnen anfangen.“

  • „Ein kurzfristiger Einstieg wäre möglich, da ich zurzeit nicht vertraglich gebunden bin.“

  • „Die Kündigungsfrist meiner aktuellen Beschäftigung beträgt X Monate. Eventuell ist nach Rücksprache ein früherer Beginn in Ihrem Unternehmen möglich.“

Eintrittsdatum angeben, oder nicht?

Pauschal lässt sich nicht sagen, ob Sie ein frühestmögliches Eintrittsdatum angeben sollen oder nicht. Diese Entscheidung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab und liegt ganz bei Ihnen.

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