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Soft Skills: Definition, Beispiele und Tipps für die Personalauswahl

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Soft Skills zählen heute zu den wichtigsten Faktoren bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden. Denn soziale und persönliche Kompetenzen bestimmen maßgeblich mit, wie erfolgreich Teams zusammenarbeiten und wie gut neue Kandidat*innen in Ihr Unternehmen passen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was Soft Skills genau sind, wie sie sich von Hard Skills unterscheiden, welche Arten es gibt, wie Sie diese Fähigkeiten im Bewerbungsprozess erkennen und mit welchen Fragen Sie sie in Vorstellungsgesprächen testen.

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Was sind Soft Skills und wie unterscheiden sie sich von Hard Skills?

Soft Skills sind persönliche, soziale und methodische Kompetenzen, die über fachliches Wissen hinausgehen. Sie umfassen Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist, Selbstorganisation oder Führungskompetenz – also Fähigkeiten, die das Verhalten und die Zusammenarbeit im Berufsalltag prägen.

Hard Skills sind fachliche Qualifikationen und Kompetenzen, die sich durch Ausbildung, Berufserfahrung oder Zertifikate nachweisen lassen – etwa Sprachkenntnisse, Programmierfähigkeiten oder der Umgang mit bestimmten Tools und Technologien. Sie sind oft Grundvoraussetzung zur Ausübung bestimmter Tätigkeiten und bilden die fachliche Basis für den Beruf.

Im Gegensatz zu Hard Skills lassen sich Soft Skills nicht so leicht messen oder nachweisen. Dennoch spielen sie für die Personalauswahl eine große Rolle: Sie zeigen, wie gut eine Person in Ihr Team passt, mit Herausforderungen umgeht oder fähig ist, Führungsverantwortung zu übernehmen. Für Arbeitgeber*innen ist es daher lohnenswert, diese überfachlichen Kompetenzen im Rahmen der Personalbeschaffung in die Auswahlprozesse einzubeziehen.

Warum sind Soft Skills wichtig?

Soft Skills sind nicht nur für die Zusammenarbeit im Team, sondern können auch für die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens bedeutungsvoll sein. Eigenschaften und Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke, Empathie, Flexibilität oder interkulturelles Verständnis sind in einer sich wandelnden Arbeitswelt oft genauso wichtig wie fachliche Qualifikationen.

Gerade in Zeiten von Digitalisierung, internationalen Teams und Fachkräftemangel lohnt es sich, bei der Personalauswahl auf Soft Skills zu achten. Sie geben Hinweise auf die Einsatzfähigkeit und das Zusammenpassen von Bewerbenden mit Ihrer Unternehmenskultur. Eine gute Teamdynamik, effektive Kommunikationswege und lösungsorientiertes Arbeiten basieren häufig auf diesen überfachlichen Kompetenzen.

5 Gründe, warum Soft Skills Ihr Unternehmen stärken können:

  1. Digitale Transformation meistern: Der Einsatz von virtuellen Teams oder digitalen Prozessen erfordert von Teammitgliedern Fähigkeiten wie Kritikfähigkeit, Kreativität, schnelle Auffassungsgabe und soziale Kompetenz.
  2. Fachkräftemangel ausgleichen: Soft Skills wie Lernbereitschaft, Eigenverantwortung oder Motivation machen Mitarbeitende vielseitig einsetzbar – auch im Hinblick auf Umschulungen oder interne Weiterentwicklungen.
  3. Globale Teams führen: Im internationalen Recruiting erleichtert das Heranziehen der Soft Skills die Beurteilung von Bewerbenden, insbesondere dann, wenn die formalen Abschlüsse schwer vergleichbar sind.
  4. Interkulturelle Kommunikation verbessern: Ob in Beratung, Vertrieb oder Marketing – interkulturelle Kompetenzen helfen, Missverständnisse zu vermeiden, Umgangsformen, Gepflogenheiten und viele andere Nuancen in der Kommunikation zu verstehen.
  5. Langfristige Passung sicherstellen: Während Hard Skills erlernbar sind, spiegeln Soft Skills die Persönlichkeit der Bewerbenden wider. Sie sind folglich notwendig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und geringere Fluktuation.

Beispiele für Soft Skills und ihre Relevanz für verschiedene Jobs

Für gute Entscheidungen im Recruiting ist es hilfreich, Soft Skills differenziert zu betrachten. Denn je nach Branche, Position und Arbeitsumfeld unterscheidet sich das Anforderungsprofil. Entsprechend sollte zwischen den verschiedenen Kategorien von Soft Skills unterschieden werden.

Kommunikative Soft Skills

Diese Fähigkeiten sind für fast alle Berufsfelder mit Kundenkontakt, Führungsverantwortung oder Teamarbeit unverzichtbar. Dazu gehören:

  • Kommunikationsstärke und Rhetorik
  • Aktives Zuhören
  • Überzeugungskraft
  • Verhandlungsgeschick
  • Feedback- und Moderationskompetenz
  • Professionelles Präsentieren
  • Networking
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Nonverbale Kommunikation

Methodische Soft Skills

Methodische Soft Skills helfen dabei, Herausforderungen strukturiert zu bewältigen und Arbeitsprozesse effizient zu gestalten, besonders in Bereichen wie Projektmanagement, IT, Beratung oder in kreativen Berufen. Beispiele sind:

  • Problemlösungsfähigkeit
  • Strategisches Denken
  • Kreativität
  • Organisationsstärke
  • Zeitmanagement
  • Agilität und Flexibilität
  • Delegationsfähigkeit
  • Sorgfalt und Frustrationstoleranz

Soziale Soft Skills

Soziale Kompetenzen beeinflussen das Miteinander in Ihrer Belegschaft und deuten auf die emotionale Intelligenz einzelner Kandidat*innen am Arbeitsplatz hin. Hierzugehörige Soft Skills sind unter anderem:

  • Teamfähigkeit
  • Empathie
  • Konstruktives Feedback
  • Konfliktfähigkeit und Mediation
  • Kundenorientierung
  • Integrationsfähigkeit

Obwohl soziale Fähigkeiten in allen Branchen gefragt sind, lohnt es sich, sie besonders in Pflegeberufen, im Bildungswesen, im Bereich HR/Personalwesen sowie in sozialen Berufen zu prüfen.

Personale Soft Skills

Hier spricht man von individuellen Charakterzügen und persönlichen Fähigkeiten, die den individuellen Arbeitsstil und die Eigenständigkeit von Bewerbenden widerspiegeln. Beim Verfassen von Stellenbeschreibungen können Sie personale Soft Skills anführen, wie:

  • Eigenverantwortung
  • Selbstorganisation
  • Engagement
  • Zielstrebigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit und Selbstreflexion
  • Belastbarkeit oder Resilienz
  • Aufgeschlossenheit
  • Lernbereitschaft

Besonders wichtig sind diese Kompetenzen in Remote-Jobs, Start-ups und selbstorganisierten Teams.

Führungskompetenzen

Für Positionen mit Führungsverantwortung sind spezifische Soft Skills wichtig, um Mitarbeitende zu führen und zu motivieren sowie Entwicklungsprozesse im Unternehmen aktiv zu steuern. 

  • Durchsetzungsvermögen
  • Mitarbeiterentwicklung und Mentoring
  • Anpassungsfähigkeit
  • Ziel- und lösungsorientierter Führungsstil
  • Virtuelle Führung
  • Vermittlung von Wissen

Diese Soft Skills sollten Bewerbende mitbringen, wenn Sie Positionen im Management oder der Teamleitung ausgeschrieben haben. 

Die genannten Kategorien überschneiden sich in der Praxis zwar oftmals, jedoch ist es wichtig, dass die gewählten Soft Skills in Jobbeschreibungen zum Aufgabenbereich und zu den Werten Ihres Unternehmens passen. Berücksichtigen Sie daher bei der Formulierung Ihrer Stellenanzeige, welche Kompetenzen für die freie Stelle essenziell sind – und vergleichen Sie Ihr Inserat ggf. mit ähnlichen Jobangeboten.

Mehr dazu: Der charismatische Führungsstil: Definition, Vorteile, Nachteile

Was keine Soft Skills sind

Nicht alle persönlichen Eigenschaften, die im Berufsleben geschätzt werden, zählen zu den Soft Skills. Einige Merkmale gelten als grundlegende Erwartungen an das berufliche Verhalten und sollten deshalb nicht gesondert als Schlüsselqualifikationen in Stellenanzeigen aufgeführt werden. Dazu gehören:

  • Höflichkeit
  • Ehrlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Pünktlichkeit
  • Diskretion
  • Loyalität
  • Integrität
  • Leistungsbereitschaft
  • Professionelles Auftreten
  • Eigenmotivation

Diese Werte gelten in vielen Unternehmen als Selbstverständlichkeit – unabhängig von Branche oder Position. Im Unterschied zu Soft Skills handelt es sich hier weniger um erlernbare Kompetenzen, sondern eher um persönliche Grundeinstellungen. Für die Bewertung im Recruitingprozess sollten diese daher nicht mit den tatsächlichen Soft Skills verwechselt werden, die gezielt trainiert, beobachtet und entwickelt werden können.

So testen Sie die Soft Skills Ihrer Bewerbenden

Im Gegensatz zu den Hard Skills lassen sich Soft Skills nicht durch Zeugnisse oder Zertifikate nachweisen. Umso wichtiger ist es, dass Sie diese im Bewerbungsprozess separat testen. Mit den richtigen Methoden können Sie die sozialen, kommunikativen oder persönlichen Kompetenzen Ihrer Kandidat*innen realistischer einschätzen.

Erste Hinweise finden Sie in den Bewerbungsunterlagen, etwa durch Vollständigkeit und Sorgfalt, Aufbau, Struktur und Tonalität des Anschreibens, Angaben zu ehrenamtlichen Tätigkeiten oder Quereinstiegen sowie Begründungen von Lücken oder Wechseln im Lebenslauf. Achten Sie zudem darauf, ob Bewerbende ihre Soft Skills mit konkreten Beispielen belegen – etwa durch Projekterfahrungen, Teamverantwortung oder erfolgreich gemeisterte Herausforderungen.

Verhaltensbezogene Fragen im Vorstellungsgespräch stellen

Um Soft Skills zu prüfen, empfehlen sich verhaltensbezogene Fragen. Diese fordern Bewerbende auf, konkrete Situationen aus ihrer Berufspraxis zu schildern. Beispielhafte Fragen nach Soft Skills:

  • „Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie einen Teamkonflikt gelöst haben.“
  • „Wie gehen Sie mit Zeitdruck oder sich ändernden Prioritäten um?“
  • „Was war Ihr bisher größter Misserfolg – und was haben Sie daraus gelernt?“
  • „Welche Rolle übernehmen Sie in Teamprojekten typischerweise?“
  • „Wie überzeugen Sie andere von Ihrer Idee, ohne dabei autoritär zu wirken?“
  • „Nennen Sie eine Entscheidung, die Sie unter Unsicherheit treffen mussten.“

Rollenspiele, situative Aufgaben oder kurze Präsentationen sind ebenfalls hilfreich, um weiche Schlüsselkompetenzen in der Praxis zu beobachten.

Interkulturelle und kommunikative Kompetenzen prüfen

Besonders bei internationalen Positionen oder Kundennähe lohnt sich eine vertiefte Prüfung von Sprach- und Kulturkompetenz. Beispielsweise durch:

  • Reaktionen auf fremdsprachige Inhalte (etwa Werbeanzeigen oder Produkttexte Ihres Unternehmens)
  • Umgang mit kulturellen Unterschieden anhand realitätsnaher Szenarien
  • Spontane Aufgabenstellungen wie das Formulieren von Antworten oder Empfehlungen für Kund*innen

Solche Aufgaben helfen Ihnen, nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch Empathie, Offenheit und Problemlösungskompetenz der Bewerbenden besser einzuschätzen.

Beispielfragen zur Ermittlung von Soft Skills

Mit gezielten Fragen können Sie Soft Skills im Vorstellungsgespräch sichtbar machen – insbesondere dann, wenn formale Nachweise fehlen. Wichtig ist dabei, dass Bewerbende nicht allein pauschale Aussagen machen, sondern ihnen konkrete Situationen schildern, in denen sie ihre Kompetenzen unter Beweis stellen konnten. Die zuvor aufgeführten Beispiele helfen Ihnen dabei, kommunikative, soziale, persönliche und methodische Fähigkeiten differenziert zu hinterfragen – je nach Position und Anforderungsprofil.

Nutzen Sie diese strukturierte Fragenliste zum Download, um sich auf künftige Bewerbungsgespräche vorzubereiten und die nötigen Soft Skills für Ihre freien Stellen bei Bewerbenden zu erfragen.

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* Indeed stellt diese Beispiele als Service für die Nutzer*innen dieser Website zur Verfügung. Bitte denken Sie dran, dass wir keine Personal- oder Rechtsberatung sind und keines dieser Dokumente die aktuellen Arbeits- oder Beschäftigungsvorschriften widerspiegelt.


Skill-Profile von bestehenden Mitarbeitenden erfassen

Nicht nur bei Neueinstellungen, auch in bestehenden Teams kann es sich lohnen, Kompetenzen systematisch in einer Skill-Matrix zu erfassen. Skill-Profile von einzelnen Mitarbeitenden bieten eine Grundlage zur Förderung, Weiterentwicklung und strategischen Teamzusammenstellung.

Vorteile des Skill-Managements sind unter anderem:

Erfassen Sie dafür relevante Kompetenzen – etwa durch standardisierte Fragebögen, Feedbacksysteme oder Tools zur Kompetenzanalyse – und aktualisieren Sie diese regelmäßig.

Warum Soft Skills den Unterschied machen können

Soft Skills sind mehr als ein Nice-to-have – sie wirken sich unmittelbar auf die tägliche Zusammenarbeit, die Anpassungsfähigkeit von Teams und die Innovationskraft im betrieblichen Alltag aus. Wenn Sie gezielt auf soziale, kommunikative und persönliche Kompetenzen achten, bilden Sie eine Basis für nachhaltige Unternehmenserfolge, einschließlich effektiverer Prozesse, einer stärkeren Bindung im Team und einer Leitkultur, die Veränderung nicht nur aushält, sondern aktiv mitgestaltet.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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