Wir sind in den letzten Jahren immer mehr für das Thema psychische Gesundheit sensibilisiert worden, doch reicht das allein aus? Im Folgenden untersuchen wir, mit welchen Mitteln Führungskräfte ihre psychische Gesundheit schützen können, auch wenn das für sie oft nicht die höchste Priorität hat. Wir werden uns auch ansehen, wie sie diese Fähigkeiten nutzen können, um ihre Teams in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu leiten.
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Erfahren Sie mehrDie aktuellen Auswirkungen von psychischer Belastung auf Führungskräfte
Es wird häufig darüber gesprochen, wie das Wohlbefinden von Arbeitnehmer*innen gefördert werden kann. Die mentale Gesundheit von Führungskräften selbst wird dagegen seltener thematisiert. Vielen von ihnen ist dabei nicht immer klar, wo sie in dieser Angelegenheit ansetzen sollen. Nach Angaben von gesund.bund gehören psychische Probleme zu den am zweithäufigsten diagnostizierten Krankheitsbildern. Führungskräfte neigen jedoch oft dazu, ihre psychische Gesundheit zugunsten des finanziellen Erfolgs zu vernachlässigen.
Angesichts der jüngsten geopolitischen Spannungen und der Unterbrechungen der Lieferketten stehen Führungskräfte zunehmend unter Druck, ein positives Arbeitsklima aufrecht zu erhalten. Ihnen und ihren Teams hilft es, konzentriert und zielgerichtet zu arbeiten, wenn sie lernen, mit diesem Stress umzugehen. Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2022 deuten darauf hin, dass eine Priorisierung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz im Allgemeinen sowohl für die Beschäftigten als auch für den Unternehmenserfolg gut ist – für CEOs eine Win-win-Situation.
Zufriedenheit am Arbeitsplatz geht uns alle an
Die Corona-Pandemie hat insbesondere die Führungskräfte im Gesundheits- und Sozialwesen schwer belastet und diese Belastungen bestehen weiterhin. Sie stehen vor einer gewaltigen Herausforderung, die einen grundlegenden Wandel der Führungsmethoden hin zu einem stärker kollektiven Stil erfordert. In diesem Artikel wird betont, dass ein einfühlsamer Führungsstil keine „einfache Lösung“ ist, sondern vielmehr Widerstandsfähigkeit, Mut und Überzeugung erfordert. Der zunehmende Personalmangel und die geringe Mitarbeiterzufriedenheit in diesen Sektoren zeigen, dass Führungskräfte ihren Managementansatz überdenken sollten, wenn sie ihr Stressniveau senken möchten.
Dies hängt damit zusammen, dass Arbeitnehmer*innen der festen Überzeugung sind, dass sowohl die Beschäftigten als auch das Unternehmen selbst für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz verantwortlich sind, wobei Personen in Führungspositionen eine entscheidende Rolle spielen. Wir sehen uns nun einige Ressourcen für Führungskräfte an, mithilfe derer sie ihre eigene psychische Gesundheit und die ihrer Teams schützen können.
Ressourcen für das Management von Teams in schwierigen Situationen
Es kann schwierig sein, die eigene psychische Gesundheit in turbulenten Zeiten zu schützen, vor allem, wenn nicht die passenden Mittel dafür zur Verfügung stehen. Führungskräfte, die für ihre psychische Gesundheit sorgen können, sind eher in der Lage, als Autorität für ihr Team aufzutreten und es besser zu führen.
Als Führungskraft auftreten
Führungskräfte tragen maßgeblich dazu bei, ihre Teams in schwierigen Zeiten vor Verunsicherung zu bewahren. Dazu müssen sie jedoch ihr eigenes Stressniveau im Auge behalten und sich bei Bedarf eine Auszeit nehmen. Eigene Zukunftsängste lassen sich unter Umständen mit Social-Media-Detox besser in den Griff bekommen, denn es kann überwältigend sein, viele schlechte Nachrichten im Internet zu sehen. Überlegen Sie, den Konsum von sozialen Medien durch bildschirmfreie Zeiten, eine Begrenzung der Bildschirmzeit und gemeinsames Mittagessen mit Kolleg*innen zu ersetzen.
Schaffen Sie eine Work-Life-Balance für sich und Ihre Mitarbeiter*innen
Oftmals stellen Führungskräfte ihre psychische Gesundheit zugunsten des Geschäftserfolgs hinten an, dabei könnten sie ihr Stressniveau mit einer besseren Work-Life-Balance senken. Durch geplante Auszeiten werden Menschen leistungsfähiger und wenn Führungskräfte in dieser Angelegenheit mit gutem Beispiel vorangehen, kann sich die Arbeitsleistung von Angestellten verbessern. Laut einer Studie des Hiring Lab zu Jobs, die Arbeitnehmer*innen behalten bzw. kündigen möchten, bevorzugen Kandidat*innen gut bezahlte Stellen mit vielen Leistungen, wie z. B. in der Softwareentwicklung.
Dazu zählt beispielsweise eine klare Trennung von Arbeitszeit und Freizeit. Diese ist vor allem dann wichtig, wenn die Mitarbeiter*innen im Homeoffice tätig sind. Wenn eindeutig getrennt wird, wissen die Beschäftigten besser, wann sie sich am Ende eines Arbeitstages abmelden dürfen. Bei der Bekämpfung der Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen ist die Work-Life-Balance jedoch nur eins der möglichen hilfreichen Mittel. Ein offener Umgang mit Fragen der psychischen Gesundheit ist ebenfalls wichtig.
Mehr als nur Sensibilisierung
Obwohl am Arbeitsplatz immer offener mit Themen wie psychischer Gesundheit umgegangen wird, trauen sich noch immer nicht alle Führungskräfte, mit ihren Angestellten darüber zu sprechen. Wenn Ängste sich jedoch negativ auf ihre Arbeitsleistung auswirken, sollten Unternehmen in der Lage sein, psychischen Stress am Arbeitsplatz zu erkennen.
Die Entwicklung einer Strategie zur Förderung der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz muss nicht teuer oder zeitaufwändig sein. Es reicht, wenn Sie Ruheräume einrichten, Barrierefreiheit gewährleisten oder sogar einen Kurs zu mehr Bewusstsein für psychische Gesundheit anbieten. Dies kann auch in Form von kostenlosen Yogakursen, psychosozialer Hilfe oder vertraulichen Unterstützungsangeboten für Arbeitnehmer*innen erfolgen, die rund um die Uhr zugänglich sind.
Da das Bewusstsein dafür gewachsen ist, erkennen nun auch Arbeitgeber, wie wichtig der richtige Umgang mit Stress und mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz ist. Mit den richtigen Ressourcen können Führungskräfte nicht nur besser mit den psychischen Problemen ihrer Angestellten umgehen, sondern auch mit ihren eigenen. Wenn sie nicht nur offen über psychische Gesundheit sprechen, sondern auch umsetzbare Lösungen und Strategien entwickeln, können sie die Arbeitsleistung in schwierigen Zeiten verbessern und die Mitarbeiter*innen bei der Arbeit unterstützen.
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