Die Zukunft der Arbeit muss allen offenstehen: Einblicke von der FutureWorks 2022 Virtual Interview Series

By Indeed Editorial Team

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Auf der Indeed FutureWorks 2022 konnten Online-Teilnehmer*innen exklusive Interviews mit einigen bekannten Prominenten und Unternehmensleiter*innen wie dem Schauspieler Jason Sudeikis oder Formel 1-Gewinner und Unternehmer Nico Rosberg beiwohnen.

Hier sind einige der Highlights aus drei der unvergesslichsten Interviews:

Teamwork als Führungsstil, mit Ted Lasso-Star Jason Sudeikis 

Der preisgekrönte Schauspieler, Produzent, Autor und Comedian Jason Sudeikis unterhielt sich mit Jessica Jensen, Chief Marketing Officer bei Indeed, über berufliche Weiterentwicklung, Teamwork und die Wirkungskraft von Lob.

Über seine berufliche Motivation: Laut Sudeikis besteht der Schlüssel zum Erfolg darin, mit talentierten Kolleg*innen mitzuhalten und sich Ziele zu setzen, die immer wieder kleine Siege ermöglichen. Das motiviert ihn jeden Tag aufs Neue. Oder in seinen eigenen Worten: „Je härter man arbeitet, desto mehr Glück hat man“.

Als aufstrebender Comedian, der Improvisationsunterricht in Kansas City nahm, war es sein größtes Ziel, in einem örtlichen Comedy Club aufzutreten. Als er diesen Meilenstein erreicht hatte, erarbeitete er sich einen Platz in der Improvisationstheatergruppe „The Second City“ in Chicago. Dies führte wiederum zu seinem Durchbruch als Autor und Darsteller in der NBC-Show „Saturday Night Live“. Später besetzte er die Hauptrolle in verschiedenen Filmen und erntete viel Beifall für seine Arbeit als Executive Producer, Autor und Protagonist der AppleTV+ Serie „Ted Lasso“. 

Indem er sich kleine, erreichbare Ziele steckte, ergab sich eine Chance nach der anderen und es gelang ihm, seine Leidenschaft zu seinem Beruf zu machen.

„Man muss seinem Glück folgen, seine Nische finden und sich dort spezialisieren“, so Sudeikis. „Anschließend muss man sich nur noch an seinen Wegbereiter*innen orientieren.“

Über Management und Teamwork: Sudeikis entwickelte seinen Führungsstil in seiner Zeit im Improvisationstheater. Diese Theaterform zwang ihn dazu, aktiv zuzuhören und sich auf seine Kolleg*innen einzulassen. Die Arbeit in einem so schnell getakteten, termingebundenen Umfeld wie Saturday Night Live zeigte ihm, wie wichtig es ist, seine Kolleg*innen zu unterstützen und aufzubauen, um unter Druck gute Ergebnisse zu erzielen. 

„Saturday Night Live [wird] samstags [um] 23:30 Uhr ausgestrahlt. Diese Frist hatten wir konstant vor Augen. Das macht den Job zwar sehr spannend, verursacht aber auch Druck und Beklemmung“, sagt Sudeikis und erinnert sich an die phänomenale Teamarbeit, mit der die Show jede Woche erneut zum Erfolg wurde. „Genauso wichtig für den Erfolg war aber auch, dass wir den Abteilungsleiter*innen freie Hand gelassen haben. Wir mussten ihnen nur unsere Absicht vermitteln und uns überraschen lassen, was sie daraus machen.“

Vorurteile überwinden und sich Gehör verschaffen, mit Marvel-Star Simu Liu

Schauspieler, Autor und Marvel-Filmstar Simu Liu sprach mit Danny Stacy, Senior Manager of Talent Intelligence bei Indeed, über Chancen, Gleichbehandlung und Zugehörigkeit.

Über Vielfalt am Arbeitsplatz: Während die erfolgreiche kanadische TV-Serie „Kim‘s Convenience“ schauspielerisch sehr vielfältig besetzt war, sah dies hinter der Kamera völlig anders aus. „Das entsprach nicht dem Standard, den man von einer Show wie ‚Kim‘s Convenience‘ erwarten würde“, sagt Liu. „Wir Schauspieler durften keinen Input zu Story [oder] Rolle geben. Wir wurden einfach nicht einbezogen.“ 

Dieselbe Dynamik spielt sich an vielen Arbeitsplätzen weltweit ab, so Liu. „Manche Menschen glauben, dass sie sich zurücklehnen können, sobald eine bestimmte Vielfalts- und Inklusionsquote erreicht ist, und vergessen, dass sie sich weiterhin für diese Gruppe oder Sache einsetzen müssen. Tatsächlich müssen Arbeitgeber weiter daran arbeiten, sichere Räume für ihre Mitarbeiter*innen zu schaffen, vor allem für Angehörige von Minderheiten, damit diese sich geschützt und gehört fühlen.“

In Unternehmen, in denen Vielfalt und Inklusion tatsächlich gelebt wird, fügt Liu hinzu, können Mitarbeiter*innen in einem geschützten Rahmen mit ihren Vorgesetzten in Dialog treten und offen über ihre Ideen und Anliegen sprechen.

„Es kommt vor allem auf die Absicht an und nicht so sehr auf die Umsetzung“, meint Liu, „auf die ehrliche Bereitschaft unserer Führungskräfte, uns zuzuhören und einzuräumen, dass sie möglicherweise nicht alle Antworten haben.“

Über die Bedeutung von harter Arbeit: Die entscheidenden Momente in Simu Lius Karriere waren mehr als Glück – sie ergaben sich aus der richtigen Kombination aus Chancen und Vorbereitung. 

„Natürlich kann man nie vorhersagen, wann sich eine große Chance auftut“, sagt Liu. „Das liegt mitunter völlig außerhalb unserer Kontrolle. Es entbindet uns aber nicht der Verantwortung, jeden Tag hart darauf hinzuarbeiten, dass sich diese Chancen für uns ergeben.“

A Great Place to Work for All: Warum Zufriedenheit besser für Mitarbeiter*innen, Unternehmen und die ganze Welt ist, mit CEO Michael C. Bush

Michael C. Bush, der CEO von „Great Place to Work“, sprach mit Kyle M.K., Talent Strategy Advisor bei Indeed, über Gleichbehandlung, Inklusion und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Über sich wandelnde Arbeitsplätze und Recruitingerwartungen: Die Umstellung auf Remote-Arbeit während der Pandemie zwang sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer*innen dazu, die Bedeutung des Begriffs „guter Arbeitsplatz“ zu überdenken. Laut Bush haben nicht nur Arbeitnehmer*innen eine neue Perspektive gegenüber ihren Arbeitgebern eingenommen – viele Arbeitgeber haben auch eine neue Art von Vertrauen zu ihren Mitarbeiter*innen aufgebaut, die nun völlig außerhalb ihrer Aufsicht arbeiten.

„Das große Erwachen – das meiner Meinung nach große Veränderungen nach sich ziehen wird, sowohl in Bezug auf die Art, wie Arbeitnehmer*innen behandelt werden, als auch in Bezug auf den Einsatz, den Arbeitnehmer*innen für ihre Arbeitgeber erbringen – hatte Auswirkungen auf das Recruiting“, sagt Bush. Heutzutage möchten viele Arbeitnehmer*innen bei Unternehmen arbeiten, deren Mission und Werte mit ihren eigenen übereinstimmen, fügt er hinzu.

„Die Menschen sehnen sich nach mehr“, so Bush. „Sie versuchen … den passenden Ort für sich zu finden. Arbeitgeber müssen über ihr Brand Messaging kommunizieren, was ihr Unternehmen ausmacht und warum sie für Vielfalt, Gleichbehandlung, Inklusion und Zugehörigkeit stehen.“

Über die Zukunft der Arbeit: Laut Bush führt in Zukunft kein Weg an Inklusion vorbei. Unternehmen, die ihre Talentpools einschränken, bleiben hinter ihren Wettbewerbern zurück. 

„Langfristig brauchen Unternehmen die Besten der Besten. Wenn sie sich bei dieser Suche [nur] auf einige wenige Bevölkerungsgruppen beschränken, ist das zum Scheitern verurteilt“, meint er und weist darauf hin, dass Arbeitgeber, die gezielt Talente in bisher übergangenen Gruppen ansprechen, sich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. „Das ist die große Gelegenheit. … Der Markt wird den Unternehmen gehören, die sich langfristig auf diese Strategie festlegen und sie richtig umsetzen.“

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