Engagement für das Wohlbefinden von Mitarbeiter*innen durch ein starkes People Operations-Team

By Indeed Editorial Team

Der Begriff „Humanressourcen“ ist in der heutigen Arbeitswelt ein überholtes Konzept. Heute wird von Arbeitgebern erwartet, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Es geht nicht mehr nur darum, Talente zu gewinnen und zu halten, sondern auch darum, ihr Wohlbefinden zu fördern, vielfältigere Teams einzustellen und die menschliche Seite des Recruiting und Talentmanagements zu unterstreichen.

„Die letzten Jahre haben uns deutlich gezeigt, dass Mitarbeiter*innen mehr sind als nur ‚Ressourcen‘ oder ‚Arbeitskräfte‘“, sagt Priscilla Koranteng, Chief People Officer (CPO) bei Indeed. Als Koranteng im Jahr 2022 zu Indeed kam, war sie die erste, die den Titel CPO trug, eine Funktion, die früher Senior Vice President of Human Resources hieß.

People Operations geht über traditionelle Personalpolitik und -praktiken hinaus. Es handelt sich um eine Unternehmensfunktion, die das Engagement und die Produktivität von Mitarbeiter*innen fördert und, was besonders wichtig ist, Arbeitsabläufe an die Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen anpasst. Der Personalleiter Laszlo Bock hat in seinem Buch „Work Rules!“ den Begriff „People Operations“ geprägt und erklärt, dass Mitarbeiter*innen durch diese Maßnahmen „produktiver, gesünder und glücklicher“ seien.

Diese Funktion umfasst alles, was mit Menschen zu tun hat. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • die Analyse der Arbeitsabläufe von Mitarbeiter*innen, um potenzielle Bereiche für Verbesserungen zu ermitteln
  • die Verbesserung von Einstellungspraktiken und -prozessen für ein effizienteres Recruiting
  • das Onboarding neuer Mitarbeiter*innen, damit sie sich schnell in ihre neue Rolle einfinden können
  • der Aufbau einer guten Unternehmensreputation, um geeignete Talente zu gewinnen und zu halten
  • die Förderung der Fähigkeiten von Mitarbeiter*innen durch Identifizierung von Talenten und die Bereitstellung von Ressourcen für die weitere Entwicklung

„Die Aufgabe eines CPO ist es, ganzheitlich zu denken und zu überlegen, was Mitarbeiter*innen benötigen, um im Unternehmen wachsen zu können“, betont Koranteng.

Priscilla Koranteng, CPO bei Indeed

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Attraktivität für neue und alte Mitarbeiter*innen

Angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt und der steigenden Erwartungen von Mitarbeiter*innen an ihren Arbeitgeber war eine stärkere Mitarbeiterbindung nie so wichtig wie heute. Mit einer Investition in People Operations können Sie Ihre Attraktivität für neue Mitarbeiter*innen und Ihre Mitarbeiterbindung verbessern, wenn Sie das Augenmerk auf die Menschlichkeit Ihrer Mitarbeiter*innen richten, auf ihre Bedürfnisse eingehen und ihnen Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bieten. 

„Als Führungskraft sollten Sie sich immer fragen: Warum sollten Mitarbeiter*innen bei uns bleiben, was macht uns einzigartig und was haben wir ihnen zu bieten?“ so Koranteng.

Sie nennt drei Möglichkeiten, wie es einer starken People Operations-Abteilung gelingen kann, Herz und Verstand Ihrer Talente jeden Tag aufs Neue zu gewinnen:

  1. Es ist von entscheidender Bedeutung, je nach Branche über Mitarbeiterkennzahlen in Bezug auf Einstellungsquoten, Beförderungen, Fluktuation und verfügbare Talentpools informiert zu sein und die Stimmung Ihrer Mitarbeiter*innen zu kennen. Achten Sie darauf, Ihnen zuzuhören, um ihre Bedürfnisse und Anliegen besser zu verstehen. 
  2. Überlassen Sie Manager*innen das Management. Alltagsmanagement und Engagement sind der entscheidende Faktor, um das bestmögliche Umfeld für Mitarbeiter*innen zu schaffen. 
  3. Bleiben Sie wettbewerbsfähig. Überprüfen Sie z. B. kontinuierlich das Gehalt, um faire Bedingungen zu gewährleisten. Entgeltgerechtigkeit muss ein kontinuierlicher Prozess sein, nicht nur ein einmaliges Ereignis im Jahr. Und denken Sie nicht nur an die Vergütung, sondern auch an das gesamte Leistungsversprechen an die Mitarbeiter*innen.

Eine bessere Unterstützung schafft zufriedenere Mitarbeiter*innen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Hiring and Workplace Trends Report 2023 von Indeed und Glassdoor war, dass Wohlbefinden und Glück am Arbeitsplatz wichtig sind. In einer aktuellen Mintel-Umfrage gaben jedoch 57 % der Arbeitnehmer*innen an, dass sie sich am Ende ihres Arbeitstages gestresst und ausgebrannt fühlen. Die gleiche Umfrage ergab, dass 38 % der Arbeitnehmer*innen nach der Arbeit nicht abschalten können. 

Führungskräfte müssen wissen, welche Unterstützung ihre Mitarbeiter*innen benötigen und wie sie diese sinnvoll anbieten können. Außerdem müssen sie ihre Mitarbeiter*innen, insbesondere die jüngeren Generationen, dazu ermutigen, verfügbare Ressourcen zu nutzen. In einer Gallup-Umfrage, die einen Rückgang der Mitarbeiterbindung seit 2020 festgestellt hat, gaben Arbeitnehmer*innen unter 35 Jahren an, dass sie sich am Arbeitsplatz weniger gehört und geschätzt fühlen und das Gefühl haben, dass sie kein Mentoring oder Entwicklungsmöglichkeiten haben.

Im Folgenden finden Sie einige Tipps, wie Sie den Schwerpunkt bei People Operations auf Menschen legen können, indem Sie sich mit Ihren Mitarbeiter*innen beschäftigen und nicht nur mit ihrer „Arbeitskraft“:

  • Verbessern Sie die Zusatzleistungen für Mitarbeiter*innen: Sorgen Sie für offene Kommunikationswege, um Feedback von Mitarbeiter*innen einzuholen und sicherzustellen, dass die Leistungen ihren Bedürfnissen entsprechen.
  • Erhöhen Sie die Anerkennung und Prämien: Ebenso ist eine regelmäßige Anerkennung ein wichtiges psychologisches Bedürfnis. Sie gibt Mitarbeiter*innen das Gefühl, wertgeschätzt zu werden und erhöht wiederum die Mitarbeiterzufriedenheit- und -bindung. Ihr People Operations-Team kann ein Prämienprogramm oder andere Strategien einsetzen, um Mitarbeiter*innen zu zeigen, wie wertvoll sie für das Unternehmen sind, und ihre Leistungen zu würdigen. 
  • Schaffen Sie ein Unterstützungssystem: People Operations kann Ressourcen, Programme, Schulungen und andere Tools anbieten, mit deren Hilfe Mitarbeiter*innen Stress reduzieren, ihr Wohlbefinden verbessern und ihre Produktivität steigern können.

Dieser persönlichere Ansatz gegenüber dem traditionellen Personalwesen gibt Mitarbeiter*innen das Gefühl, dass sie gehört und unterstützt werden. Das wiederum erhöht die Arbeitsmoral und -zufriedenheit und verbessert die Leistung.

Erhalten Sie die wichtigsten Initiativen aufrecht

Laut einem Bericht von Glassdoor und Indeed sind Unternehmensinitiativen für Vielfalt, Gleichbehandlung, Inklusion und Zugehörigkeit (DEIB+) entscheidend für das Recruiting jüngerer Arbeitnehmer*innen, die DEIB+ sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Gesellschaft als Ganzes sehr schätzen. Hier kann ein People-Ops-Team ansetzen.

„Heutzutage möchten Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen mehr denn je wissen, ob ein Unternehmen tatsächlich die Botschaften verkörpert, die es auf seiner Website veröffentlicht“, sagt Koranteng. „Wichtig ist, dass Arbeitgeber nicht einfach mehr behaupten können, dass sie vielfältige Talente einstellen. Die Belegschaft muss diese Vielfalt in Bezug auf ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Behinderungen, Nationalität und sozioökonomischen Hintergrund tatsächlich repräsentieren.“

Um eine inklusivere Unternehmenskultur zu schaffen, schlägt sie vor, dass Arbeitgeber:

  • alle Daten bezüglich Einstellung, Beförderung und Fluktuation kontinuierlich messen 
  • sicherstellen, dass Ihre Talentpools vielfältig sind, und sie sich bemühen, weitere Bewerber*innen einzustellen, wenn es da Lücken gibt 
  • bewusst auf die Gleichbehandlung ihrer Mitarbeiter*innen achten, indem sie beispielsweise kontinuierlich messen, wer auf welche Weise befördert wird, und sicherstellen, dass alle Mitarbeiter*innen einen gleichberechtigten Zugang zur beruflichen Weiterentwicklung haben 

Ein ganzheitlicher Ansatz

„Ich bin der Meinung, dass wir uns auf einen Ansatz konzentrieren müssen, der den ganzen Menschen einbezieht“, sagt Koranteng im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Talentmanagements. 

Ein People Operations-Team zu haben, umfasst mehr als die Namensänderung Ihrer Personalabteilung. Zeigen Sie Ihren Mitarbeiter*innen, dass Ihnen ihr Wohlergehen wirklich am Herzen liegt und dass Sie daran arbeiten, DEIB+ in den Grundwerten Ihres Unternehmens zu verankern. Damit zeigen Sie, dass Ihnen Menschen nicht nur aufgrund ihrer Arbeitskraft wichtig sind, sondern auch wegen ihrer Menschlichkeit.

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