n der Arbeitswelt gibt es keinen Mangel an Schuldzuweisungen. Laut neuen Forschungsergebnissne sind sich Personalverantwortliche und Jobsuchende einig: Das Recruiting wird immer schwieriger. Warum das so ist, ist allerdings umstritten. Arbeitgeber sprechen von einem Mangel an geeigneten Kandidat*innen. Die Arbeitnehmer*innen hingegen sagen, dass es an guten Stellen fehlt. Keine dieser Parteien scheint die Anforderungen der anderen zu erfüllen – aber woran liegt das?
Als Senior Content Writer für Indeed Lead bekomme ich viele Daten zur sich wandelnden Dynamik zwischen Jobsuchenden und Arbeitgebern zu sehen, doch dieses Paradox ist tatsächlich greifbar. Bei von Indeed veranstalteten Diskussionsrunden mit Personalverantwortlichen habe ich aus erster Hand von ungleichen Erwartungen beim Recruiting gehört und von Bewerbungen, die sie aus der Fassung bringen. Jobsuchende wiederum beschweren sich in den sozialen Medien, es sei unmöglich, Jobs zu finden. Kürzlich bekam ich die Gelegenheit, an einem neuen von Indeed in Auftrag gegebenen Forschungsprojekt mitzuarbeiten, bei dem untersucht wurde, wie diese Parteien passende Rollen oder geeignete Kandidat*innen definieren. Diese Chance habe ich sofort ergriffen – und die Ergebnisse haben mich nicht enttäuscht.
Hier finden Sie einen Überblick über unsere Ergebnisse sowie einen Link, über den Sie den vollständigen Bericht herunterladen können.
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Erfahren Sie mehr42 % der Manager*innen geben an, dass der Mangel an geeigneten Bewerber*innen ihre größte Herausforderung bei der Personalsuche ist.
Ein wesentlicher Faktor ist die Relevanz. Die Mehrheit der befragten Arbeitgeber und Kandidat*innen gibt an, dass viele der verfügbaren offenen Stellen oder Bewerber*innen einfach nicht relevant sind.
- 31 % der Jobsuchenden geben an, dass die größte Herausforderung bei der Suche nach geeigneten Stellen die mangelnde Gehaltstransparenz ist. In den USA, in Kanada und in Großbritannien fiel diese Antwort am häufigsten.
- 30 % der Befragten sind wiederum der Meinung, dass die stellenspezifischen Anforderungen unrealistisch sind – insbesondere in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.
Interessant: Jobsuchende, die die Wahl zwischen einer Stelle mit Entwicklungsmöglichkeiten oder einer Stelle mit einem höheren Gehalt hatten, entschieden sich in allen Märkten mehrheitlich für Ersteres. Ein kanadischer Jobsuchender erklärte: „Kompetenzen bleiben. Geld nicht.“
56 % der Arbeitgeber geben an, dass die größte Herausforderung beim kompetenzbasierten Recruiting das Verständnis ist.
Unsere Daten verdeutlichen, wie wichtig die Entwicklung von Kompetenzen ist, aber die Jobsuchenden sind mit den Bemühungen der Arbeitgeber unzufrieden. Eine der frappierendsten Erkenntnisse ist, dass große Verwirrung darüber herrscht, was eine kompetenzbasierte Strategie erfordert*.
- 73 % der Jobsuchenden achten bei der Auswahl passender Stellenanzeigen auf die angebotenen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Aber 41 % berichten, dass sie erst beim Vorstellungsgespräch von diesen Möglichkeiten erfahren.
- Die Mehrheit der Arbeitgeber in Frankreich (61 %) und Deutschland (53 %) verfolgt einen kompetenzbasierten Ansatz. Im Vergleich dazu sind es in Großbritannien nur 30 %. Viele der Arbeitgeber in diesem Land sagen, das sei auf die Zufriedenheit mit ihren aktuellen Recruitingmethoden zurückzuführen – was im Widerspruch zu früheren Antworten steht, denen zufolge sie verzweifelt auf der Suche nach Talenten sind.
Was läuft schief? Jobsuchende wünschen sich kompetenzbasiertes Recruiting und Entwicklungsmöglichkeiten, aber nicht alle Arbeitgeber implementieren und fördern diese Praktiken. Selbst in Unternehmen, in denen sie eingeführt werden, berichten Arbeitgeber, dass für mehr die Zeit und die Ressourcen fehlen.
36 % der Arbeitgeber nutzen KI im Recruiting.
Personalverantwortliche sind bereits voll ausgelastet. Daher sehen viele die Entwicklung einer neuen Strategie als eine zusätzliche Herausforderung. Doch wenn die Einführung von kompetenzbasierten Recruiting-Praktiken den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht, kann KI den Ressourcenmangel ausgleichen*.
- 52 % der Arbeitgeber geben an, dass sie im Vergleich zu vor drei Jahren weniger oder gleich viele Technologie-Tools beim Recruiting verwenden. D. h., dass sie die Vorteile der KI für ihre Teams nicht nutzen.
- Aber diejenigen, die KI-Tools fürs Recruiting verwenden, sind von ihnen überzeugt: 93 % beabsichtigen, noch mehr Zeit in das Training der Tools zu investieren.
Die große Chance: Arbeitgeber, die KI nutzen, um einen kompetenzbasierten Ansatz* zu fördern, können vielfältigere Talentpools erschließen und Jobsuchende effektiver ansprechen.
Intelligenter arbeiten bedeutet besser arbeiten. Wir informieren Sie über die weltweiten Trends für Arbeitgeber und Jobsuchende, damit Sie sich voll und ganz auf den erfolgreichen Start ins neue Jahr konzentrieren können.
Im vollständigen Bericht Intelligenteres Recruiting dank datengestützter Einblicke: Qualität und Kompetenzen erfahren Sie, wie Sie größere Erfolge beim Recruiting erzielen: durch Investitionen in Lern- und Entwicklungsangebote, Technologie und attraktives Branding. Schauen Sie in diesem Jahr regelmäßig vorbei, um die neuen Forschungsergebnisse von Indeed Lead kennenzulernen.
* Dieser Artikel ist auf Englisch.
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