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Erfahren Sie mehrKeine Angst vor Daten: Mit ihrem neuen Podcast wollen Tim Verhoeven (Indeed) und Christoph Fellinger (Trendence) den HR-Professionals die Arbeit mit Daten schmackhaft machen – und zwar mundgerecht und leicht verdaulich. Denn nur wer weiß, wo welche Bewerbungen herkommen und warum, kann die HR-Strategie entsprechend anpassen. In diesem Interview geben die beiden „Data Dudes“ einen Ausblick darauf, was die Zuhörer*innen erwartet.
„HR Data Dudes“ – was steckt hinter dem Namen Eures Podcasts?
Christoph Fellinger: Naja, wir sind beide datenverliebt und betrachten die Arbeit und das Leben mit einem Augenzwinkern. Unser Podcast soll kein trockener How-to-Podcast sein, bei dem es nur um reine Wissensvermittlung geht. Wir wollen einen leichten Umgang mit dem Thema Daten.
Tim Verhoeven: Ich hatte im Studium den Schwerpunkt Statistik und war schon vor Jahren entsetzt, wie wenig professionell im Recruiting mit Zahlen umgegangen wird. Das wollen wir ändern. Wir wollen den Markt beeinflussen. Wir haben Bock drauf, das Recruiting besser zu machen. Und wir haben Bock auf Daten.

Und warum ausgerechnet Ihr beide?
CF: Das Schöne ist ja, wir schauen aus unterschiedlichen Richtungen auf das Thema. Daten sind in der HR der blinde Fleck, das war früher auch bei mir so. Ich habe Statistik im Studium nur mit Ach und Krach und Nachhilfe geschafft. Tim als Profi hat einen anderen Blickwinkel auf das Thema. Wir ergänzen uns also schön.
Wie erklärt Ihr Euch diesen blinden Fleck? Und was wollt Ihr dagegen tun?
TV: Zahlen waren im Bereich HR historisch einfach nicht nachgefragt. Da hieß es: Ich arbeite gern mit Menschen, also gehe ich mal in die HR. Wir finden heute dort ganz unterschiedliche Hintergründe, von der Kommunikation über Psychologie bis zu Jura. Erst mit dem Arbeitskräftemangel ist der Wunsch nach mehr Effizienz aufgekommen. Mit unserem Podcast hinterfragen wir Arbeitsweisen und bringen Vorschläge, wie man es besser machen kann. Nicht zuletzt wollen wir den science practioner gap schließen, also die Lücke zwischen dem, was die Wissenschaft weiß, und dem, was in der Praxis angewandt wird. Übrigens arbeite ich wirklich gern mit Zahlen. Dafür werde ich öfters ausgelacht, viele können sich das gar nicht vorstellen.
CF: Mir macht’s keinen Spaß, ich brauche Menschen wie dich, die mich da mitnehmen. Aber ehrlich gesagt bin ich die Diskussionen leid, die auf Meinung und Bauchgefühl basieren. Wenn man ein messbares Verhalten hat, kann man darauf Strategien aufbauen.
Wo stehen DACH-Unternehmen beim Thema Daten?
CF: In Deutschland sind wir da etwas hintendran, muss man sagen. In den USA und Großbritannien läuft das deutlich professioneller. Und das liegt nicht an den laxeren Datenschutzgesetzen dort. Daten zu nutzen, ist dort viel selbstverständlicher und wird von vornherein eingebaut. Bei uns ist es eher was Besonderes: Oh, ein Projekt mit Daten!
TV: Mein Eindruck ist, dass bei vielen Unternehmen ab einer gewissen Größe das Verständnis da ist: Wenn ich vernünftig arbeiten will, brauche ich dazu Daten. Man will sich professionalisieren, gerade wenn es um hohe Budgets geht. Wenn das Recruiting 5 Millionen Euro Budget hat und dann nur wenige Stellen besetzen kann, kommt man schnell in Erklärungsnot. Also das Verständnis ist da, aber es fehlt an Know-how. Die HR-Abteilungen wollen was mit Zahlen machen, aber was und wie? Mit unserem Podcast wollen wir nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern konkret darüber sprechen, wie man sowas umsetzt.
Was ratet Ihr Personaler*innen, die datengetrieben arbeiten wollen? Wo fängt man an?
CF: Ich sage immer, man fängt am besten an mit dem, was man hat. Man schaut also: Wie viele Bewerbungen kommen rein? Auf welche Stellen? Wie viele davon sind gute? Wie viele sind nicht geeignet? Damit kann man schon arbeiten und das dann immer weiter ausdifferenzieren. Man bildet Hypothesen, woran etwas liegen könnte, und probiert dann aus, welche Maßnahmen einen Effekt haben.
TV: Und erfahrungsgemäß hat man mehr Daten, als man denkt. Mit denen legt man los und hat dann Quick Wins, schnelle Erfolgserlebnisse, die man gleich kommunizieren kann. Das ist auf jeden Fall besser, als ein 5-jähriges Analytics-Projekt aufzusetzen. Bis das fertig ist, ist man den Job doch schon wieder los, wenn wir mal ehrlich sind.
Wie wird Euer Podcast aussehen?
CF: Der Podcast wird zweiwöchentlich erscheinen. Unser Ziel ist es, Berührungsängste bei der Arbeit mit Daten zu reduzieren. Wir sprechen HR Professionals an, die auf Anfängerlevel unterwegs sind und sich professionalisieren wollen.
TV: Unsere unterschiedlichen Hintergründe kommen uns dabei zugute. Ich habe zum Beispiel weniger Expertise am Anfang des Funnels, beim Thema Personalmarketing, als Christoph. Dafür kenne ich mich mit der Zufriedenheit der Bewerber*innen und der Candidate Experience aus. Und natürlich mit Eignungsdiagnostik – bin eben Statistiker.
CF: Ich hatte mehr mit Marketing zu tun, habe lange in Konsumgüterunternehmen gearbeitet, auch in der HR. Da habe ich angefangen, das zu kopieren, was die Kollegen im Produktmarketing gemacht haben. Ich saß quasi auf deren Schoß und hab geguckt: Wie macht Ihr das? Die Käuferbefragungen, diese ganzen Marketingmaßnahmen.
TV: Außerdem sind wir beide unglaublich charmant. Übrigens werden nicht nur wir zwei im Podcast zu hören sein, sondern wir holen auch Gäste und Gästinnen dazu, die einen coolen Input geben können. Erst mal sind wir gespannt darauf, wie die Resonanz sein wird.
Wie lang ist Euer Podcast eigentlich?
TV: Zwanzig bis dreißig Minuten, was man so „snackable content“ nennt.
Und warum sollte man ihn sich anhören?
CF: Weil einem da auf leichte, eingängige Art die Arbeit mit Daten in der HR nähergebracht wird.
TV: … und weil wir die coolste Informationsquelle für Daten im Recruiting sind.
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