Am Rande des OMR-Festivals lud Indeed Leadership Connect erlesene Mitglieder und Interessierte zum Klönschnack in die Bullerei von Starkoch Tim Mälzer. Unter dem Motto „Unite & bite“ gab es nicht nur einen exquisiten Lunch, sondern auch einen Impuls zu aktuellen Arbeitsmarktthemen von Ute Neher, Principal Talent Intelligence bei Indeed. Und jede Menge Wachstumspotenzial für das eigene Netzwerk.
Zwei Tage lang lockten die „Online Marketing Rockstars“ (OMR) die Digitalbranche nach Hamburg – und rund 70.000 Menschen konnten dem Drang nicht widerstehen. Bei Keynotes, Masterclasses und der einen oder anderen Party feierten sie sich und die Werbewelt. Nur einen Steinwurf vom Messegelände entfernt ging es am ersten Festival-Tag deutlich gediegener zu. Indeed Leadership Connect hatte eine erlesene Auswahl an Mitgliedern und Interessierten zum Lunch in die Bullerei geladen. 20 Teilnehmer:innen aus den Führungsabteilungen von Rewe, Westwing oder der Allianz waren der Einladung ins Restaurant von Starkoch Tim Mälzer in die Schanze gefolgt.
Im Kaminzimmer, einem kleinen Séparée, erlebten sie die perfekte Symbiose aus turbulenter Festival-Atmosphäre und intimen Lunch-Ambiente. Der ideale Ort also, um über die Zukunft der Arbeit zu diskutieren. Denn wie sich sehr schnell herausstellte, liegen digitales Marketing, das auf der OMR hinreichend behandelt wurde, und Recruiting, dem Steckenpferd von Indeed Leadership Connect, sehr nahe beieinander. So begrüßte Indeed-Chef Frank Hensgens die Gäste zum bisher vierten physischen Leadership-Connect-Event in seiner Rede hanseatisch und mit Verweis auf die Besonderheit der Location: „Die Bullerei ist nicht nur eine hanseatische Institution, sondern liegt auch unweit des OMR-Festivals, wo wir am Nachmittag eine Masterclass präsentieren.“
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Jetzt bewerbenProbleme unterm Brennglas
Vor der Masterclass aber stand der Impulsvortrag von Ute Neher auf dem Programm. Keine zehn Minuten brauchte die Indeed Principal Talent Intelligence, um den Gästen die Probleme der HR-Branche wie durch ein Brennglas vor Augen zu führen. Es war ihre Crunchtime zur Lunchtime. Beginnend beim Fachkräftemangel, der in HR-Abteilungen durch die schwächelnde Wirtschaft gleich doppelt ins Kontor schlägt: Die Herausforderungen und damit auch die Erwartungen ans Recruiting steigen, während die Mittel gekürzt werden. Um der Lage Herr zu werden, rät Neher den Personalverantwortlichen, antizyklisch zu handeln. „Unternehmen sollten die wirtschaftliche Situation nutzen. Denn während die einen bei HR sparen, entsteht für die anderen ein Wettbewerbsvorteil.“
Vom Vorteil kam die Arbeitsmarktexpertin dann direkt auf Benachteiligung zu sprechen. Nämlich jene von Frauen, die in der Arbeitswelt noch immer schlechter behandelt werden als Männer. So hat der „Work needs Women“-Report von Indeed gezeigt: Jede zweite Frau ist sich sicher, dass Männer die besseren Karrierechancen haben. Passend dazu glaubt nur ein Drittel, dass ihre Firma bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen gute Arbeit leistet. „Es braucht ein Umdenken in deutschen Unternehmen“, sagt Neher. „Auf der einen Seite muss die strukturelle Ungleichheit von Frauen auf organisatorischer Ebene bekämpft werden. Zum anderen ist es aber auch an Frauen, mutiger zu werden und Beförderungen selbstbewusst einzufordern.“
Wissenstransfer und Networking
Den abschließenden Impuls setzte Neher mit einem Blick auf die Zukunft der Arbeitswelt. Auch dieser begegnete die Branche mit gemischten Gefühlen. So stehen in Deutschland nur 41 Prozent der Menschen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt offen gegenüber. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Indeed-Befragung. Die größte Sorge gilt dabei der eigenen Jobsicherheit: „Die Menschen fürchten, künstliche Intelligenz könne ihre Arbeit überflüssig machen und ihre Stelle einnehmen“, sagt Neher. Aber wie können Unternehmen ihren Angestellten diese Angst nehmen? Die Antwort ist ganz einfach: Bildung. „Arbeitgebende sollten die Offenheit ihrer Mitarbeitenden nutzen und ihnen Weiterbildungen ermöglichen“, sagt Neher.
Damit lag der Ball pünktlich zum Hauptgang bei den Teilnehmer:innen. Wie begegnen sie der wachsenden KI-Skepsis, der Benachteiligung von Frauen am Arbeitsplatz oder den Herausforderungen des Fachkräftemangels? Im zweiten Teil des „Unite & bite“-Lunches hatten die Gäste die Chance, über genau diese Fragestellungen zu diskutieren, Wissenswertes aufzusaugen und Erfahrungswerte auszutauschen – sowie die eine oder andere Visitenkarte. Denn eine Erkenntnis des Hamburger Leadership-Connect-Treffens ist auch: Niemand geht allein durch diese Zeit. „Mit Leadership Connect möchten wir euch unterstützen und die Arbeit von morgen gemeinsam gestalten“, sagte Indeed-Chef Hensgens in seiner Eröffnungsrede: „Sowohl inhaltlich und konstruktiv, aber vor allem auch persönlich im direkten Austausch mit euch.“ Das Lunch-Event in der Bullerei fügte sich nahtlos in dieses Konzept ein.
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