Vom Indeed Editorial Team
Für den Aufbau und die Entwicklung eines erfolgreichen Unternehmens war es schon immer wichtig, sich um die Mitarbeiter*innen zu kümmern. In den vergangenen drei Jahren sind die Investitionen von Unternehmen in das Wohlbefinden am Arbeitsplatz jedoch sprunghaft angestiegen.
Laut einer kürzlich durchgeführten Global Wellbeing Survey des Beratungsunternehmens Aon hatten 83 % der befragten Unternehmen im Jahr 2022 eine Strategie zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 waren es lediglich 55 %. Bei der Umfrage gaben außerdem fast zwei Drittel (63 %) der Befragten an, dass das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ihnen heute wichtiger ist als 2020.
Dieser drastische Anstieg könnte stark damit zusammenhängen, wie sich die Erwartungen von Mitarbeiter*innen verändern. Dem Work Wellbeing Insights Report von Indeed zufolge gaben 2022 drei viertel der befragten Personen (88 %) an, dass ihre Erwartungen an die Zufriedenheit am Arbeitsplatz im Vorjahr gleich geblieben oder gestiegen sind. Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit Forrester Consulting durchgeführt und ergab, dass mehr als 80 % der befragten Erwachsenen in Deutschland der Meinung sind, es sei wichtig, sich einen Arbeitgeber zu suchen, der sich um seine Mitarbeiter*innen kümmert und für deren Wohlbefinden einsetzt.
Doch wie der Work Wellbeing Insights Report von Indeed für 2022 gezeigt hat, besteht eine Diskrepanz zwischen den Angaben der Arbeitgeber und den Erfahrungen der Arbeitnehmer*innen. In diesem Bericht gaben nur 44 % der Befragten an, dass sich die Führungskräfte ihrer Unternehmen an Aktivitäten zur Förderung ihres Wohlbefindens beteiligen.
Im Folgenden gehen wir genauer auf die Daten darüber ein, warum das Wohlbefinden am Arbeitsplatz wichtig ist, welche Strategien am wirksamsten sind und welche Ansätze hinderlich sein können.
Erreichen Sie mit Premium-Stellenanzeigen schnell geeignete Kandidat*innen
Erfahren Sie mehrFührungskräfte unterschätzen die Probleme von Arbeitnehmer*innen in erheblichem Maße
Trotz des gestärkten Bewusstseins für die Wichtigkeit des Wohlbefindens am Arbeitsplatz besteht nach wie vor eine Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Mitarbeitersituation durch Führungskräfte und dem tatsächlichen Befinden der Arbeitnehmer*innen, wie eine eine Studie von Capgemini zeigt.
Beispielsweise gaben 92 % der befragten Führungskräfte an, dass die von ihnen geführten Mitarbeiter bei der Arbeit zufrieden seien, aber nur 30 % der Angestellten stimmten dem tatsächlich zu.
Wirkungsvolle Strategien für Wohlbefinden am Arbeitsplatz
Welche Maßnahmen funktionieren also? Im Folgenden finden Sie vier wissenschaftlich fundierte Strategien von Unternehmen:
- Wohlbefinden messen: Es klingt fast schon zu einfach, aber das tatsächliche Messen des Wohlbefindens kann erhebliche Auswirkungen haben. Glückliche Mitarbeitende sind produktiver, engagierter und motivierter, was letztlich zu einer besseren Unternehmensperformance führen kann. Durch das Messen des Wohlbefindens können zudem Konflikte frühzeitig erkannt und Maßnahmen eingeleitet werden.
- Flexibilität bieten: Untersuchungen haben gezeigt, dass Homeoffice-Regelungen die Produktivität sogar steigern können. In einer Umfrage gaben 60 % der Befragten an, dass die Produktivität von Teams, die von zu Hause aus arbeiten, sogar höher ist. Auch die Möglichkeit, in Co-Working-Spaces zu arbeiten, bietet einige Vorteile.
- Vergütung transparent gestalten: Führungskräfte, die Gehaltslücken schließen möchten, sollten die Vergütung transparenter gestalten. Diese Maßnahme kann nachweislich dazu beitragen, die Gehälter von Frauen deutlich zu erhöhen, da sie dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Gehaltsverhandlung anstoßen. Natürlich ist es ebenfalls wichtig, potenziellen zukünftigen Mitarbeiter*innen verständlich zu machen, ob ihr Gehalt verhandelbar ist oder nicht. Auch das Führen von Gehaltsverhandlungen fällt dank eindeutigen Anhaltspunkten allen Beteiligten leichter.
- Kritikfähig sein: In Unternehmen wird Kritik häufig nur in eine Richtung geäußert, und zwar von Führungskräften an Mitarbeiter*innen. Bei Mitarbeiter*innen kann es ein Gefühl der psychologischen Sicherheit hervorrufen , wenn Führungskräfte offen über das Feedback sprechen, das sie selbst erhalten haben. Bei dieser Untersuchung wurde außerdem festgestellt, dass dieser Ansatz effektiver ist, als wenn Führungskräfte die Arbeitnehmer*innen aktiv um Feedback bitten. Dies kann unter Umständen eine Abwehrhaltung hervorrufen und den gegenteiligen Effekt haben.
Wie auch immer Sie vorgehen: Es lohnt sich, Zeit und Geld in das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu investieren. All diese Daten machen eines deutlich: Gesündere Mitarbeiter*innen bauen erfolgreichere Unternehmen auf. Jan-Emmanuel De Neve drückt es folgendermaßen aus: „Zu wissen, dass sich das Unternehmen für sie interessiert, Freunde am Arbeitsplatz zu haben, sich zugehörig zu fühlen – das alles ist wichtig für Mitarbeiter*innen.“
Erreichen Sie mit Premium-Stellenanzeigen schnell geeignete Kandidat*innen
Erfahren Sie mehr
Erhalten Sie Neuigkeiten zur Zukunft der Arbeit
Danke! Sie haben sich erfolgreich angemeldet, um die neuesten Nachrichten von Indeed Insights zu erhalten.
Senden