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Gehaltsverhandlung: Tipps für Arbeitgeber

Unsere Mission

Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.

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Unsere Tipps für Gehaltsverhandlungen helfen Arbeitgebern bei einer besonderen Herausforderung. Die Entscheidung über das endgültige Ergebnis liegt als Arbeitgeber natürlich bei Ihnen, aber Sie sollten mit Bedacht vorgehen, sich Zeit nehmen sowie für eine transparente und sachliche Gesprächsatmosphäre sorgen. Wir haben Ihnen einige wertvolle Ratschläge für Gehaltsgespräche mit Bewerber*innen und Mitarbeiter*innen zusammengestellt.

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Gehaltsverhandlungen bei Neueinstellungen

Im Vorstellungsgespräch kommen Bewerber*innen oft direkt zur Gehaltsfrage. Falls nicht, fragen Sie am Ende des Gesprächs offen nach dem Wunschgehalt.

Bewerber*innen nennen häufig eine Bandbreite oder einen Betrag, der etwas höher ist als Ihr gewünschtes Gehalt, um Verhandlungsspielraum zu lassen. Kontern Sie mit einem Einstiegsgehalt, das in die Gehaltsstruktur Ihres Unternehmens passt und kündigen Sie eine spätere Gehaltserhöhung an. Halten Sie Ihre getroffenen Vereinbarungen schriftlich fest.

Betonen Sie auch gleich zu Anfang, dass hervorragende Leistungen mit einer stufenweisen Gehaltserhöhung belohnt werden und Sie in regelmäßigen Gesprächen festlegen werden, welche Ziele dazu erreicht werden müssen. So stellen Sie klar, dass Gehaltserhöhungen an Leistung gekoppelt sind und sorgen dafür, dass neue Angestellte ihre Arbeit vom ersten Tag an motiviert beginnen.

Gehaltsverhandlungen mit Angestellten

Früher oder später kommen Ihre Mitarbeiter*innen wahrscheinlich mit der Bitte um eine Gehaltserhöhung auf Sie zu. Auch, wenn Sie diese im ersten Moment vielleicht als ungerechtfertigt erachten, lehnen Sie die Frage nach einer Gehaltsverhandlung niemals ab. Das würde Ihre Mitarbeiter*innen demotivieren, die Produktivität negativ beeinträchtigen und u.

U. sogar zur Kündigung führen.

Nehmen Sie das Zeichen ernst und verstehen Sie es als Hinweis auf Unzufriedenheit, deren Ursache Sie herausfinden müssen. Dafür brauchen Sie vor allem Zeit. Planen Sie also mindestens eine Stunde zur Besprechung und Gehaltsverhandlung ein.

Gute Vorbereitung ist das A und O für die erfolgreiche Gehaltsverhandlung – egal, zu welchem Ergebnis Sie letztendlich kommen. Das Wichtigste ist, dass Sie Ihren Angestellten auf Augenhöhe begegnen, gute Argumente haben und Ihnen Wertschätzung entgegenbringen.

Bedenken Sie, dass Gehaltsgespräche für Mitarbeiter*innen sehr stressig sind und Sie mitunter nahezu aggressiv erscheinen können, wenn sie versuchen, Nervosität zu überspielen und selbstbewusst aufzutreten. Bemühen Sie sich daher also zunächst darum, für eine entspannte Gesprächsatmosphäre zu sorgen und zu signalisieren, dass Sie Ihren Angestellten wohlgesonnen sind. Ihre Aufgabe besteht darin, Kosten im Blick zu behalten, ehrliches Interesse an den Belangen Ihrer Arbeitnehmer*innen zu zeigen und eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind.

Zu Beginn des Gesprächs sollte eine Leistungsanalyse stehen. Was ist gut gelungen? Für welche Projekte sind Ihre Mitarbeiter*innen verantwortlich? Sind neue Aufgaben dazu gekommen? Die Leistungen und Qualifikationen der Mitarbeiter*innen sowie der daraus resultierende Mehrwert für das Unternehmen bestimmen, ob eine Gehaltserhöhung angebracht ist.

Wichtig ist, dass beide Seiten zu Wort kommen, Sie ehrliches Feedback geben und sich am Ende auf klare Ziele einigen. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter*innen um konkrete Gründe für die Gehaltserhöhung und erfragen Sie, ob sonst noch etwas dahinter steckt. Häufig kann es sein, dass sich Angestellte mit bestimmten Projekten, der Arbeitsatmosphäre oder dem Arbeitspensum überfordert fühlen und den Druck dann durch mehr Geld ausgleichen möchten. In diesen Fällen können Sie andere Lösungen aufzeigen, damit Ihre Angestellten den Arbeitsalltag besser bewältigen können.

Wenn Sie eine Gehaltserhöhung für fair halten, schlagen Sie aktiv einen Betrag vor, der etwas unter der Obergrenze liegt, damit Ihre Angestellten hochhandeln können und die Gehaltsverhandlung als gefühlte Sieger*innen verlassen können. Wenn Sie die Gehaltserhöhung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchten, z.

B. weil es das Budget derzeit nicht zulässt, sollten Sie den Grund dafür offen nennen. Sie können in der Zwischenzeit alternative Vergünstigungen anbieten und sollten in jedem Fall gemeinsam konkrete Ziele nach der SMART-Formel (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminierbar) vereinbaren. So wird aus dem Gehaltsgespräch ein Motivationsgespräch. Halten Sie sich an die getroffenen Abmachungen und belohnen Sie die gesteigerte Leistung nach einem erneuten Gespräch.

Tipps für Gehaltsverhandlungen

Um Gehaltsverhandlungen erfolgreich zu führen, müssen Sie sich sorgfältig vorbereiten und mit Ihren Argumenten Wertschätzung, Kompromissbereitschaft, Offenheit und Fairness signalisieren:

  1. Vorsorge ist besser als Nachsorge: Nehmen Sie eine aktive Rolle ein und erhöhen Sie die Gehälter regelmäßig ein bisschen, bevor Mitarbeiter*innen verärgert danach fragen. So können Sie sich einen Großteil der Gehaltsgespräche sparen. Achten Sie darauf, dass Gehaltsanpassungen bei allen Mitarbeiter*innen in die gleiche Richtung gehen: in guten Zeiten nach oben und in schlechten Zeiten unverändert oder nach unten.
  1. Kosten sparen ist nicht alles: Bedenken Sie, dass es bei Gehaltsverhandlungen darum geht, gute Mitarbeiter*innen zu halten. Eine Gehaltserhöhung ist letztendlich günstiger als das Einarbeiten komplett neuer Mitarbeiter*innen.
  1. Das Große und Ganze muss stimmen: Es wichtig, dass es in Ihrem Unternehmen ein faires Vergütungssystem für erbrachte Leistungen gibt. Zu guter Personalpolitik gehört, dass Sie vor jeder Gehaltsverhandlung eine Obergrenze festlegen, damit das Gehaltsgefüge im Unternehmen nicht gesprengt wird. Denken Sie daran, dass sich Mitarbeiter*innen unterhalten und Ihre Gehälter vergleichen können. Ungleichgewichte führen zu schlechter Stimmung im Unternehmen. Deswegen sollten Gehaltsunterschiede klar nachvollziehbar und vertretbar sein. Verweisen Sie in der Gehaltsverhandlung darauf, dass es eine feste Gehaltsstruktur in Ihrem Unternehmen gibt und Ihnen nur ein bestimmtes Budget für Gehaltsanpassungen zur Verfügung steht, das Sie gerecht verteilen müssen. Zeigen Sie Transparenz, indem Sie erläutern, wie sich die Gehälter Ihrer Mitarbeiter*innen zusammensetzen.
  1. Wie Arbeitgeber Kompromissbereitschaft zeigen können: Wenn Sie gewünschten Gehaltsforderungen Ihrer Mitarbeiter*innen ablehnen müssen, können Sie dennoch Kompromissbereitschaft zeigen, indem Sie andere Vergünstigungen in Form von Sachzuwendungen anbieten: z. B. Zuschüsse für Benzin-, Essens- oder Kindergartenkosten, Weiterbildungen, die Bereitstellung eines Firmen-Smartphones, Firmenwagens oder Firmenfahrrads, flexible Arbeitszeiten sowie Arbeiten im Home Office.
  1. Recherchieren Sie den Arbeitsmarkt: Verweisen Sie auf genannte Durchschnittsgehälter auf der Seite des Statistischen Bundesamts, um Ihren Mitarbeiter*innen zu zeigen, in welcher Relation Ihre Vergütung zum Durchschnitt steht.
  1. Wann Sie als Arbeitgeber eine Gehaltsverhandlung abbrechen sollten: Wenn Mitarbeiter*innen unsachlich werden, überzogene Gehaltsvorstellungen haben oder versuchen, Sie zu erpressen, dürfen Sie das Gespräch höflich aber bestimmt beenden.

Mit Vorbereitung, Zielsetzungen und Fingerspitzengefühl gelingt die Gehaltsverhandlung. Es ist wichtig, dass sich Ihre Arbeitnehmer*innen wohlfühlen, Ihnen vertrauen und wissen, dass Sie bei Problemen auf Sie zukommen können, um dauerhaft produktiv zu bleiben.

Bedenken Sie in jedem Fall, dass Mitarbeiter*innen häufig kompromissbereit sind, wenn Sie als Arbeitgeber stichhaltig argumentieren und erklären, warum das Gehalt die aktuelle Höhe hat bzw. was für eine Gehaltserhöhung passieren muss.

Indem Sie SMART-Ziele festlegen, wissen Ihre Mitarbeiter*innen genau, was Sie von Ihnen erwarten und können fokussiert darauf hinarbeiten. Wenn Mitarbeiter*innen anschließend für ein 10 % höheres Gehalt 15 % mehr leisten, bringt das Ihr Unternehmen voran.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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