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Ein iterativer Prozess wird im Projektmanagement eingesetzt, um ein Produkt, einen Prozess oder ein Design fortwährend zu verbessern. Auch die Geschäftsentwicklung in Unternehmen kann iterativ ablaufen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich der iterative Prozess definiert und welche Bedeutung er im Projektmanagement hat. Dabei werden die einzelnen Schritte genauer erläutert, sodass Sie nachvollziehen können, wie der Prozess im Einzelnen abläuft. Zudem lernen Sie den Unterschied zwischen iterativ und inkrementell kennen und finden einige Anwendungsbeispiele.

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Iterativer Prozess: Definition und Bedeutung

Mit dem Voranschreiten agiler Methoden im Projektmanagement gewinnt der iterative Prozess in vielen Unternehmen an Bedeutung. Iterativ bedeutet so viel wie „wiederholend“. In einem iterativen Prozess werden zyklisch verschiedene Schritte durchlaufen und wiederholt, um ein Produkt, einen Prozess, ein Design oder auch eine Idee immer weiter zu verfeinern und zu verbessern. Mit jeder Iteration kommt das am Prozess beteiligte Team dem Ziel des Projekts näher. Fehlschläge sind dabei miteinkalkuliert, weil auch sie dazu beitragen, das Produkt oder Projekt anzupassen und zu optimieren. Der iterative Prozess bietet damit ein Höchstmaß an Flexibilität und fördert zudem die Zusammenarbeit im Team.

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Anders als in einem linearen Prozess können Sie bei einem iterativen Prozess flexibel auf neue Anforderungen oder Ideen eingehen und diese integrieren. In linearen Prozessen haben Sie diese Möglichkeit meist nicht. Jede Projektphase muss im Voraus definiert und abgeschlossen werden, bevor Sie mit der nächsten Phase starten können. In einem iterativen Prozess setzen Sie also auf Trial & Error, Versuch und Irrtum, um Ihre Arbeitsprozesse kontinuierlich zu optimieren und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dabei ist die Herangehensweise aber nicht willkürlich, sondern im Gegenteil sehr strukturiert und analytisch, weil jeder Zyklus sich auf die Ergebnisse des vorherigen Zyklus bezieht.

Besondere Bedeutung haben iterative Prozesse in der Softwareentwicklung, aber sie wirken sich auch in vielen anderen Anwendungsbereichen positiv aus.

Unterschied zwischen iterativ und inkrementell

Inkrementell und iterativ sind zwei Begriffe, denen man im agilen Projektmanagement häufig begegnet. Tatsächlich hängen sie eng zusammen: Von einer inkrementellen Vorgehensweise spricht man, wenn der Endzustand eines Projekts oder Produkts noch offen ist und es stufenweise realisiert und erweitert wird. Das kann sich auch auf einzelne Funktionen oder Aspekte beziehen. Jede dieser Funktionen wird als Inkrement verstanden, auf das sich konzentriert wird. Es durchläuft jeweils einen iterativen Prozess, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist.

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Ablauf eines iterativen Prozesses

Jeder iterative Prozess setzt sich aus einem kontinuierlichen Zyklus von Planung, Analyse, Implementierung und Bewertung zusammen. Dabei bildet jeder Zyklus die Grundlage für den nächsten Zyklus der iterativen Verbesserung. 

Jede Iteration durchläuft die folgenden Phasen:

1. Planung und Anforderungen

In dieser ersten Phase erstellen Sie einen Projektplan und stellen die zugehörigen Anforderungen zusammen. Sie stimmen sich mit allen Beteiligten darüber ab, was das angestrebte Ziel des Projekts ist, und legen einen Zeitplan fest. Auch mögliche Risiken werden einbezogen.

2. Analyse und Design

Beschäftigen Sie sich nun damit, welche Vorgehensweise angemessen ist, um Ihr Ziel zu erreichen. Berücksichtigen Sie die geschäftlichen und technischen Anforderungen und erstellen Sie einen Entwurf oder eine Arbeitsarchitektur, die zu Ihrem Plan passt. Oft lassen sich diese Fragen mittels eines Brainstormings mit dem gesamten Projektteam am effizientesten beantworten.

3. Implementierung

In diesem Schritt folgt nun die erste Iteration Ihres Projektergebnisses, die auf Ihrer Analyse und Ihrem Design basiert. Das heißt, Sie entwickeln in Ihrem Team die Funktionalität, die erforderlich ist, um die gewünschten Anforderungen im Hinblick auf das Projektziel zu erfüllen.

4. Test

Einer der wichtigsten Schritte ist der Test: Jetzt geht es darum, herauszufinden, welche Aspekte Ihres Projekts noch nicht den Anforderungen genügen oder nicht (gut genug) funktionieren. Je nach Projekt wählen Sie eine Testmethode, die Ihnen Aufschluss darüber gibt, wo Sie noch an Verbesserungen arbeiten können. In dieser Phase holen Sie am besten auch Feedback von Ihren Stakeholder*innen und allen Projektbeteiligten ein, denn auch daraus können Sie interessante Hinweise für die nächste Iteration erhalten.

5. Bewertung und Überprüfung

Im letzten Schritt der Iteration bewerten Sie und Ihr Team den bisherigen Erfolg und gleichen ihn mit den angestrebten Projektzielen ab. In der Regel ist nach der ersten Iteration mindestens ein weiterer Zyklus notwendig. Dann überarbeiten Sie Schritt 2 und gehen dann wieder alle weiteren Phasen wie beschrieben durch – bis alle Beteiligten im Hinblick auf das Ziel mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Wie viele Iterationen nötig sind, lässt sich im Voraus kaum bestimmen, denn es macht ja gerade das Wesen des iterativen Prozesses aus, dass er flexibel ist und auch aktuelle Entwicklungen berücksichtigt werden können. Wichtig ist, dass Sie Ihr ursprüngliches Ziel im Auge behalten und jede Iteration immer wieder dahingehend überprüfen.

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Anwendungsbeispiele für iterative Prozesse

Auch wenn iterative Prozesse vor allem aus der Softwareentwicklung bekannt sind, sind sie auch in zahlreichen weiteren Anwendungen sinnvoll:

Marketing und Vertrieb

Werbetexte oder Newsletter-Betreffzeilen lassen sich sehr gut durch iterative Prozesse immer weiter optimieren. Marketingteams können testen, welche Texte am meisten positive Benutzerinteraktionen oder hohe Klickraten erzeugen.

Forschung und Entwicklung

Neue Produkte können in iterativen Prozessen von Endkund*innen getestet werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen dann in die nächste Iteration ein bis zur Marktreife. Auf diese Weise lassen sich Verbraucherpräferenzen ermitteln und einarbeiten, sodass das neue Produkt bessere Chancen hat, sich am Markt zu etablieren.

Lean Management

Zu einem schlanken Geschäftsmodell gehört es, die eigenen Prozesse immer wieder zu hinterfragen und auf ihre Effizienz zu überprüfen. Daher unterliegen auch Businessstrategien, die dieser Vorgabe folgen, einem iterativen Prozess und werden ständig angepasst und optimiert.

Maschinenbau

Ähnlich wie in der Software-Entwicklung setzen auch Teams im Maschinenbau iterative Prozesse ein, beispielsweise für A/B-Tests und Fehlerbehebungen. Auch neue Funktionen auf der Grundlage von Kundenproblemen oder -bedürfnissen können damit entwickelt werden.

Design

Auch im Produktdesign wird der iterative Prozess gern genutzt, um das bestmögliche Design für ein Produkt zu erarbeiten. Hier werden ebenfalls Feedbackschleifen mit Endverbraucher*innen eingebaut, deren Ergebnisse weitere Iterationen auslösen.

Vorteile des iterativen Prozesses

Dass der iterative Prozess in so vielen unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt wird, lässt darauf schließen, wie viele Vorteile er bietet:

Effizienz

Meist lässt sich durch den iterativen Prozess die Effizienz deutlich verbessern, weil Teams besser und schneller verstehen, was funktioniert und was nicht, und entsprechende Anpassungen vornehmen können.

Kommunikation und Zusammenarbeit

Projektteams tauschen sich ständig über die Ergebnisse aus. Das reduziert die Gefahr von Missverständnissen, verringert die Fehlerhäufigkeit und sorgt insgesamt für eine verbesserte Zusammenarbeit.

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Kosteneffizienz

In der Regel ist es wesentlich günstiger, immer wieder kleinere Änderungen vorzunehmen, als einen langwierigen Entwicklungsprozess abzuschließen und dann eine umfassende Änderung einführen zu müssen.

Risikomanagement

In einem iterativen Prozess werden mögliche Fehlerquellen und Risiken meist schnell erkannt, nicht erst dann, wenn das Endprodukt steht. In der Regel können Problemeskalationen so vermieden werden.

Fristverkürzung

Weil nicht alle Iterationen von vorherigen Schritten abhängig sind, können Teammitglieder parallel an verschiedenen Teilbereichen arbeiten. Das verkürzt meist die Entwicklungszeit und beeinflusst den Gesamtzeitplan positiv, im Gegensatz zu linearen Projekten, wo eine Phase immer komplett abgeschlossen werden muss, bevor man sich der nächsten zuwendet.

Nutzerfeedback

Besonders profitieren iterative Prozesse davon, wenn Endnutzer*innen und Anwender*innen in die Entwicklung einbezogen werden. Denn auf diese Weise bekommt das Team wertvolle Hinweise dazu, welche Bedürfnisse und Wünsche bei den Verbraucher*innen im Fokus stehen.

Bessere Ergebnisse

In vielen Anwendungsbereichen werden heutzutage iterative Prozesse genutzt, weil die hohe Anpassungsfähigkeit viele Vorteile mit sich bringt und insgesamt zur kontinuierlichen Verbesserung sowie zur Qualitätssicherung und zur Risikominderung beiträgt. Insbesondere steigt die Effizienz auf verschiedenen Ebenen, sodass viele Unternehmen durch iterative Prozesse bessere Ergebnisse erzielen können.

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