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Dresscode am Arbeitsplatz: Tipps und Beispiele für Unternehmen

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Dresscodes unterstützen Unternehmen dabei, ein professionelles Erscheinungsbild zu wahren und Mitarbeitenden eine Orientierung zu bieten. Ob formell im Büro, praktisch im Lager oder leger im Start-up – die passende Kleidung hängt stark von der Branche, dem Arbeitsumfeld und eventuellen Sicherheitsvorgaben ab. Insbesondere bei direktem Kundenkontakt, wie etwa in Banken oder Gastronomiebetrieben, sind bestimmte Vorgaben gängig.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Dresscode-Richtlinien in Ihrem Unternehmen sinnvoll festlegen, und erhalten praktische Tipps und Beispiele für professionelle Kleiderordnungen am Arbeitsplatz.

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Was ist eine Dresscode-Richtlinie? 

Eine Dresscode-Richtlinie ist eine unternehmensinterne Regelung, die festlegt, welche Kleidung Mitarbeitende am Arbeitsplatz tragen sollten. Sie dient dazu, ein professionelles Erscheinungsbild zu fördern, Sicherheit zu gewährleisten und Mitarbeitenden Orientierung zu geben.

Ob und in welchem Umfang eine Kleiderordnung in Ihrem Unternehmen sinnvoll sein könnte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In einigen Betrieben sind Dresscodes ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur, in anderen wird bewusst darauf verzichtet. Wichtig ist, dass Ihre Entscheidung zu Ihrem Team, Ihrer Branche und Ihrer Unternehmensidentität passt. Folgende Überlegungen können Ihnen bei der Entscheidung helfen:

  • Kundenkontakt professionell gestalten: Haben Ihre Mitarbeitenden regelmäßigen Kontakt zu Kund*innen oder Geschäftspartner*innen? Ein Dresscode unterstützt in diesem Fall ein professionelles Auftreten und stärkt das Vertrauen.
  • Arbeitsschutz gewährleisten: In manchen Branchen – etwa in Handwerksbetrieben, in der Produktion oder im Labor – ist Schutzkleidung in der Regel gesetzlich vorgeschrieben. Dresscode-Richtlinien gewährleisten, dass Sie die Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz an die gesamte Belegschaft kommunizieren und dabei die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
  • Einheitlichkeit schaffen: Wenn es im Alltag wiederholt zu Unklarheiten oder Missverständnissen zum Thema Dresscode kommt, bietet eine Kleiderordnung Orientierung für Ihre Mitarbeitenden. Sie hilft zudem dabei, einen respektvollen und einheitlichen Auftritt im Team zu etablieren.

Vorteile von Dresscodes im Unternehmen

Die Einführung eines Dresscodes für Mitarbeitende bietet viele praktische Vorteile – besonders in Branchen mit Kundenservice oder in Berufen mit Sicherheitsvorgaben. Ob traditionelle Kleidungsvorgaben oder moderne Empfehlungen: Dresscode-Richtlinien in Ihrer Organisation können aus mehreren Gründen sinnvoll sein.

1. Orientierung im Arbeitsalltag

Ein Dresscode nimmt Ihren Mitarbeitenden die Unsicherheit bei der Kleidungswahl – besonders während der Einarbeitungszeit. Wer weiß, was erwartet wird, fühlt sich sicherer und kann sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren. Das stärkt das Selbstbewusstsein und kann langfristig zur Mitarbeiterzufriedenheit beitragen.

2. Professionelles Erscheinungsbild

Ein einheitlicher Kleidungsstil signalisiert Verlässlichkeit und Professionalität. Mit einem Dresscode stellen Sie sicher, dass Ihr Team Ihr positives Unternehmensimage bewahrt und nach außen repräsentiert – etwa bei Kundenterminen, am Empfang oder im Verkaufsgespräch. In Dienstleistungsbetrieben kann auch eine Uniform zum Einsatz kommen, die sofort erkennbar macht, wer zu Ihrer Organisation gehört.

3. Stärkung der Unternehmensidentität

Wenn sich alle Mitarbeitenden in einem Team gleich oder ähnlich kleiden, entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Richtlinien für einen Dresscode können somit zur Identifikation Ihrer Mitarbeitenden mit dem Unternehmen und Ihren Unternehmensleitbildern beitragen sowie Ihre Teams nach außen sichtbar als Teil des Unternehmens auftreten lassen.

4. Förderung eines respektvollen und fairen Miteinanders

Ein Dresscode schafft gute Voraussetzungen dafür, dass alle Kolleg*innen unabhängig von persönlichem Geschmack, Einkommensniveau oder Hintergrund nach denselben Maßstäben auftreten. Dadurch können Sie mögliche Konflikte reduzieren und ein respektvolles, wertschätzendes Miteinander im Team sowie die Mitarbeiterzufriedenheit stärken.

Mögliche Nachteile von Dresscodes im Unternehmen

Die Vorgabe eines Dresscodes kann auch Herausforderungen mit sich bringen. Dazu zählen unter anderem:

  • Weniger Individualität und mögliche Einschränkungen bei der persönlichen Entfaltung von Mitarbeitenden
  • Recruitinghindernisse in Zielgruppen, die flexible oder kreative Kleidung bevorzugen
  • Auslegungs- und Durchsetzungsfragen, wenn Vorgaben unklar sind oder uneinheitlich angewendet werden
  • Zusatzkosten durch die Anschaffung und Pflege von Firmenkleidung, Uniformen, Austauschgrößen sowie Verwaltungsaufwand
  • Risiko des Eindrucks von Bevormundung, wenn Vorgaben zu detailliert oder zu restriktiv formuliert sind

Es ist daher ratsam, faire Grundsätze und etwaige Ausnahmen für Ihre Belegschaft klar zu kommunizieren sowie Richtlinien zur Kleidung regelmäßig mit Führungskräften und der Personalabteilung zu prüfen.

Beispiele für Dresscode-Richtlinien in Ihrem Unternehmen

Welche genaue Kleiderordnung für Ihr Unternehmen angebracht sein könnte, hängt unter anderem von der Branche sowie der genauen Tätigkeit Ihrer Mitarbeitenden ab. Die folgenden Beispiele für Dresscode-Richtlinien zeigen, wie Sie verschiedene Kleidungsvorgaben klar und respektvoll formulieren können.

Business / Formell

„Da wir bei Wavewood regelmäßig Kund*innen und Geschäftspartner*innen empfangen, erwarten wir ein professionelles Erscheinungsbild im Business-Stil. Angemessen sind insbesondere Anzüge, Kostüme, Hemden oder Blusen. Achten Sie bitte auf gepflegte und dezente Kleidung. Wir vertrauen darauf, dass Sie eine passende, situationsgerechte Wahl treffen, die unser Unternehmen nach außen seriös repräsentiert.“

Business Casual

„Auch wenn formelle Kleidung nicht täglich erforderlich ist, erwarten wir bei Wavewood einen gepflegten, geschäftlich orientierten Kleidungsstil. Dazu gehören unter anderem Chinos, Stoffhosen, Röcke, Poloshirts oder schlichte Blusen. Klassische Businesskleidung ist ebenfalls willkommen. Entscheiden Sie selbst, was im jeweiligen geschäftlichen Kontext angemessen ist – Hauptsache ist, Sie fühlen sich wohl und treten dabei stets professionell auf.“

Casual / Leger

„Bei Wavewood fördern wir ein entspanntes Arbeitsumfeld. Sie können sich leger und bequem kleiden – solange die Kleidung sauber, alltagstauglich und respektvoll ist. Bitte vermeiden Sie Outfits, die Ihren Kolleg*innen oder unserer Kundschaft unangemessen erscheinen könnten. Unser Ziel ist ein respektvolles Miteinander, in dem sich alle sicher und wohlfühlen.“

Können Dresscodes Schuhe einbeziehen?

Ja – Schuhe sind Bestandteil eines einheitlichen und professionellen Erscheinungsbildes und können daher durchaus Teil Ihrer Dresscode-Richtlinien sein. Ob formell oder leger: Die richtige Schuhwahl trägt stark zum Gesamteindruck bei und beeinflusst, wie Ihr Unternehmen intern und extern wahrgenommen wird.

In formellen Branchen, etwa im Finanz- oder Beratungswesen, empfehlen sich klare Vorgaben zu klassischen, geschlossenen Lederschuhen in dezenten Farben. In kreativen oder weniger formellen Umfeldern, wie in einem Start-up, sind häufig auch gepflegte Sneaker oder Slipper erlaubt, solange sie dem allgemeinen Erscheinungsbild nicht widersprechen. Wichtig ist: Die Schuhe sollten stets sauber und intakt sowie passend zum jeweiligen Outfit und Anlass gewählt sein.

In Arbeitsumgebungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen, wie in der Produktion oder in Laboren, müssen Sie geschlossene, rutschhemmende oder anderweitig geeignete Schuhe für die persönliche Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeitenden beachten. Wo Sicherheits- oder Hygieneregeln gelten, hat der Arbeitsschutz Vorrang vor allgemeinen Kleiderordnungen.

Können Accessoires Teil eines Dresscodes sein?

Accessoires können ein Business-Outfit stilvoll abrunden, vorausgesetzt, sie sind dezent ausgewählt und passen zur Unternehmenskultur. Weniger ist dabei oft mehr. Eine schlichte Armbanduhr, ein unauffälliger Ring oder eine dezente Kette setzen persönliche Akzente, ohne vom professionellen Gesamteindruck abzulenken.

Gerade bei formellen Dresscodes oder regelmäßigem Kundenkontakt sollten Schmuck und Accessoires zurückhaltend eingesetzt werden. So bleibt der Fokus auf einem gepflegten, seriösen Erscheinungsbild. Auch Taschen, Gürtel oder Halstücher sollten zum restlichen Outfit passen und farblich wie stilistisch nicht zu sehr hervorstechen.

Sichtbare Tattoos und Piercings sind grundsätzlich unproblematisch, sofern dem keine Sicherheits-, Hygiene- oder Kundenschutzgründe entgegenstehen, wie die Abdeckung in sterilen Bereichen oder bei Lebensmittelkontakt. Religiöse und kulturelle Bekleidung oder Accessoires wie Hijab, Kippa, Turban sind zulässig. Nur wenn objektive Gründe vorliegen, können gemeinsam angemessene Alternativen gesucht werden (wie sichere Verschlüsse, geeignete Abdeckungen in bestimmten Zonen). Das Ziel sollte immer sein, auf der Grundlage klarer, sachlicher Kriterien ein respektvolles Auftreten zu ermöglichen.

Weitere Berücksichtigungen für Dresscodes am Arbeitsplatz

Vorgaben zum Dresscode sollten sicher, praktikabel und fair sein. Berücksichtigen Sie gesundheitliche oder sensorische Bedürfnisse, wie beispielsweise orthopädische Schuhe, reizarm verarbeitete Stoffe, Kompressionskleidung oder praktische Anpassungen für Menschen mit entsprechenden Bedürfnissen. Wo Standardregelungen nicht passen, können Sie individuelle Lösungen in Abstimmung mit der Personalabteilung anbieten.

Aus diesem Grund sollten bei der Ausarbeitung der Kleidungsrichtlinien Funktionalität, Sicherheit und Professionalität berücksichtigt werden, ohne dabei unerwünschte Beschränkungen zu verursachen. So kann eine Arbeitsumgebung entstehen, die allen Mitarbeitenden gerecht wird. Dadurch stärken Sie nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl Ihrer Belegschaft, sondern auch Ihren Ruf als attraktiven Arbeitgeber.

Stellen- und situationsbezogene Anwendung statt Einheitsregeln

Dresscodes für Mitarbeitende gelten vorrangig dort, wo sie fachlich begründet sind, etwa in kundennahen Positionen wie Empfang, Beratung oder Vertrieb. Das gilt auch für sensible Bereiche wie Produktion, Labor oder Gesundheitswesen. In anderen Tätigkeiten kann ein Business-Casual-Rahmen oder „Dress for your Day“ genügen. So bleibt die Kleiderordnung einheitlich, ohne streng zu wirken.

Events und besondere Anlässe

Für Messen oder wichtige Kundentermine kann ein einheitlicher Auftritt, etwa mit Markenfarben oder Namensschildern, sinnvoll sein. Ein Casual Friday oder thematische Aktionstage sind ebenfalls möglich. Auch hier gelten die Grundsätze: gepflegt, respektvoll und sicher. Ausnahmen, wie etwa aus medizinischen, religiösen oder kulturellen Gründen, sollten Sie pragmatisch mit der Personalabteilung abstimmen.

Wie kann ich saisonale Dresscodes einbinden?

Saisonale Hinweise sollten Sie als Empfehlungen aussprechen und eher nicht als starre Vorgaben. Im Sommer eignen sich leichte, atmungsaktive Stoffe und im Winter wärmende Schichten, jeweils gepflegt und funktionsgerecht. Wichtig ist insbesondere, dass die Kleidung das Arbeiten in keiner Weise behindert und gleichzeitig ein professionelles Gesamtbild unterstützt.

Verbindliche Vorgaben gelten nur dort, wo die Sicherheits- oder Hygieneregeln dies erfordern. So bleiben Komfort und Eigenverantwortung gewahrt, ohne die Anforderungen des Arbeitsumfelds aus dem Blick zu verlieren.

Auch interessant: Corporate Behaviour – Definition und Umsetzung

Rechtlicher Rahmen zu Dresscode-Richtlinien im Unternehmen

Unternehmensvorgaben hinsichtlich der Kleidung sollten verhältnismäßig, sachlich begründet und fair gestaltet sein. Relevante rechtliche Aspekte in Deutschland sind unter anderem Themen wie Gleichbehandlung und Diskriminierungsverbot. Ebenso haben gesetzliche oder branchenspezifische Sicherheitsvorgaben wie Schutzschuhe oder Kittel Priorität, um den Arbeitsschutz zu gewährleisten. Wenn Ihr Unternehmen einen Betriebsrat hat, muss dieser die Dresscode-Richtlinien in der Regel mitbestimmen.

Ein klar formulierter Dresscode bietet Orientierung, stärkt das professionelle Erscheinungsbild und unterstützt ein respektvolles Miteinander im Team. Wichtig ist, dass die Regeln zur Unternehmenskultur passen, nachvollziehbar begründet sind und ausreichend Raum für Individualität lassen. So schaffen Sie eine Kleiderordnung, die sowohl Ihr Unternehmen als auch Ihre Mitarbeitenden bestmöglich unterstützt.

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