Besonderes Angebot 

Beschleunigen Sie Ihr Recruiting mit einer Gutschrift über 75 EUR für Ihre erste Premium-Stellenanzeige*

Premium-Stellenanzeigen liefern im Durchschnitt 2,1-mal mehr Bewerbungen als kostenlose Anzeigen.**
  • Erreichen Sie passende Talente
  • Verbessern Sie die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Anzeigen länger und für mehr Kandidat*innen zu sehen sind
Unsere Mission

Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.

Redaktionelle Richtlinien lesen

Lohnt sich der Einsatz der Kanban-Methode in Ihrem Unternehmen? Wenn Sie die Implementierung von agilem Projektmanagement in Betracht ziehen, kann es sinnvoll sein, sich mit Kanban zu beschäftigen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was die Kanban-Methode ist, wie ein Kanban-Board aufgebaut ist und wie sich Kanban von Scrum unterscheidet. Sie lernen außerdem die 6 Prinzipien der Kanban-Methode sowie deren Vor- und Nachteile kennen. So erhalten Sie einen guten Überblick über Kanban und seine Anwendungsmöglichkeiten.

Erstellen Sie Ihre Stellenanzeige im Handumdrehen

Stellenbeschreibung erstellen

Erstellen Sie Ihre Stellenanzeige im Handumdrehen

Stellenbeschreibung erstellen

Einfach erklärt: Was ist die Kanban-Methode?

Der Begriff Kanban setzt sich aus den beiden japanischen Silben „kan“ und „ban“ zusammen, was im Deutschen mit „Signalkarte“ übersetzt werden kann. Denn entstanden ist die Methode beim japanischen Unternehmen Toyota im Jahr 1947. Damit sollten Lagerbestände reduziert und gleichzeitig die Produktivität erhöht werden.

Kanban wurde also zunächst für die Produktion entwickelt. Erst Mitte der 2000er-Jahre entwickelte David Anderson, damals Manager bei Microsoft, das Kanban-Konzept weiter für die Anwendung im agilen Projektmanagement. Während in der Produktion der Materialfluss visualisiert wird, wird die Kanban-Methode im Projektmanagement für die Darstellung von Aufgaben eingesetzt. Dafür nutzt man das Kanban Board.

Das Kanban-Board

Auf einem Kanban-Board werden die verschiedenen Phasen einer Aufgabe in Spalten organisiert. In der einfachsten Version gibt es die drei Arbeitsphasen To-do bzw. Offen, In Bearbeitung und Erledigt. Vor allem in der Software-Entwicklung werden häufig auch Spalten für Reviews und Testing definiert. Sobald eine Aufgabe in eine neue Phase eintritt, wird sie auf dem Board von links nach rechts in die entsprechende Spalte verschoben. Damit wird gewährleistet, dass alle Teammitglieder jederzeit über den aktuellen Status informiert sind. Auch die Auslastung des Teams und der einzelnen Mitglieder lässt sich auf diese Weise nachvollziehen.

Wichtig dabei ist, eine Obergrenze für die Spalte In Bearbeitung festzulegen, damit das Team seine Kapazitäten nicht überschreitet. Die Teammitglieder wählen ihre Aufgaben nach dem Pull-Prinzip selbst. Aufgaben werden also nicht zugewiesen, sondern jedes Teammitglied ist selbst dafür verantwortlich, sich eine neue Aufgabe zu ziehen, wenn eine andere abgeschlossen wurde.

Auch Priorisierungen lassen sich auf einem Kanban-Board visualisieren: Mithilfe von Swimlanes wird dabei der Bereich In Bearbeitung horizontal durch Linien unterteilt. Der Bereich oberhalb dieser Linie gilt dann als Fastlane, das heißt, hier werden Aufgaben eingefügt, die besonders zeitintensiv sind bzw. schnell erledigt werden müssen.

Auch interessant: Arbeitsorganisation: Formen und Methoden

Kanban und Scrum: Was ist der Unterschied?

Beide Methoden werden im agilen Projektmanagement eingesetzt und sind miteinander kompatibel. Scrum ist allerdings als ein umfassenderes Framework zu verstehen, das Vorgaben hinsichtlich der Umsetzung, der Events und der Rollen macht. Kanban bietet mehr Gestaltungsspielraum und legt den Fokus auf die Optimierung des Prozessablaufs. Solange Kapazitäten vorhanden sind, können in Kanban jederzeit neue Aufgaben angelegt werden. Da Scrum auf Sprints basiert, werden dabei hingegen in der Regel keine neuen Aufgaben angenommen, solange ein Sprint läuft.

Verwandt: Arbeitsprozesse optimieren: ein Leitfaden

Die 6 Kanban-Prinzipien

Bei der Kanban-Methode wird zwischen Prinzipien und Praktiken unterschieden, die häufig miteinander vermischt werden. Grundsätzlich lassen sich die Kanban-Prinzipien als die Grundpfeiler der Methode verstehen, während die Praktiken sich mit dem eigentlichen Workflow befassen.

Die Kanban-Prinzipien haben sich über die Jahre von zunächst drei bis zu den heutigen sechs entwickelt. Diese werden in zwei Gruppen unterteilt, in Change-Prinzipien und Service-Delivery-Prinzipien.

Change-Prinzip 1: Beginnen Sie damit, wo Sie sich im Moment befinden

Damit ist gemeint, dass man mit Kanban jederzeit starten kann, ohne erst langwierige Changeprozesse zu durchlaufen. Es geht immer erst einmal darum, den Workflow transparent zu machen und daraus Erkenntnisse zu ziehen, bevor alle Prozesse verändert werden.

Change-Prinzip 2: Einigen Sie sich auf inkrementelle, evolutionäre Veränderung

Dieses Prinzip nimmt in den Fokus, dass Kanban auf Kollaboration beruht und dass Vereinbarungen getroffen werden, die von allen mit hoher Eigenmotivation verfolgt werden. Dabei sollen Veränderungen evolutionär ablaufen, also in kleinen Schritten, statt radikal revolutionär.

Change-Prinzip 3: Ermutigen Sie auf jeder Ebene der Organisation dazu, Führung zu zeigen

Dieses Prinzip drückt aus, dass agile Transformation in der Regel nur dann funktioniert, wenn alle Beteiligten zu Lösungen beitragen. Nur dann kann ein nachhaltiger Wandel gelingen.

Das könnte Sie auch interessieren: Teamarbeit: Erfolgsfaktor für Unternehmen

Service-Delivery-Prinzip 1: Fokussieren Sie sich auf die Bedürfnisse und Erwartungen Ihrer Kunden

Ihre Kunden und deren Probleme und Bedürfnisse wirklich zu verstehen, ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Kundenorientierung.

Mehr dazu: Guter Kundenservice: entscheidend für die Kundenbindung

Service-Delivery-Prinzip 2: Managen Sie die Arbeit, nicht die Menschen

Dieses Prinzip verdeutlicht den Stellenwert von selbstorganisierter Arbeit bei der Kanban-Methode. Teams sollen sich diesem Verständnis nach auf den Workflow konzentrieren und diesen auch selbst bei Bedarf optimieren.

Lesen Sie auch: Mitarbeiterführung – Tipps und goldene Regeln

Service-Delivery-Prinzip 3: Behalten Sie alle Netzwerke im Blick

Teams sind immer in einem Netzwerk mit anderen Teams zu betrachten, denn es existieren in jedem Unternehmen gegenseitige Abhängigkeiten. Daher ist es sinnvoll, diese Netzwerke immer wieder zu betrachten, zu bewerten und ggf. zu optimieren.

Die 6 Kanban-Praktiken: So funktioniert die Kanban-Methode im betrieblichen Alltag

Die 6 Kanban-Praktiken machen Aussagen darüber, wie der Workflow in der Praxis umgesetzt werden kann.

1. Visualisierung

Mithilfe eines Kanban-Boards wird der gesamte Workflow in Echtzeit dargestellt: Jeder einzelne Schritt ist für alle Teammitglieder jederzeit sichtbar. Während Ihr Team mit einer Aufgabe beschäftigt ist, wandert die entsprechende Karte immer weiter von links nach rechts, bis die Spalte Erledigt erreicht ist. Probleme und mögliche Engpässe im Workflow werden so schnell sichtbar und können behoben werden.

2. Limitierung

Insgesamt sollte die Anzahl der Kanban-Karten überschaubar bleiben und es wird eine maximale Anzahl von Aufträgen festgelegt, die der Kapazität im Team entspricht. Ein neuer Auftrag darf erst dann angenommen werden, wenn eine Auftragskarte weiter nach rechts gewandert ist. Damit wird sichergestellt, dass der Workflow so effizient wie möglich bleibt.

3. Steuerung des Workflows

Kommt es während des Arbeitsprozesses zu Blockaden oder Engpässen, muss das Team sich darauf fokussieren und Lösungen erarbeiten. Werden die Arbeitsabläufe in dieser Weise kontinuierlich beobachtet, führt das langfristig dazu, dass die vorhandenen Kapazitäten optimal eingeteilt werden.

4. Prozessregeln

Die Regeln, nach denen Karten auf dem Kanban-Board bewegt werden dürfen, müssen explizit benannt werden, sodass alle Teammitglieder das gleiche Verständnis darüber haben. Wird eine Veränderung im Workflow nötig, muss auch diese neue Regel eindeutig für alle erkennbar sein.

5. Feedback

Kanban versteht sich als eine flexible Methode, die sich ständig weiterentwickelt. Daher gehören Feedbackschleifen und permanente Überprüfungen wesentlich zu diesem System, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.

Mehr dazu: Konstruktives Feedback: Tipps und Beispiele

6. Verbesserung

Kontinuierliche Verbesserung ist zentral für das Verständnis von Kanban. Man spricht hier auch von Kaizen. Letztendlich geht man bei Kanban davon aus, dass sich alle Prozesse immer noch weiter verbessern lassen, dass ein Optimum also nie erreicht wird.

Auch interessant: Lernen als wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur

Für jede der genannten 6 Praktiken gibt es zahlreiche Techniken und Tools. Welche davon für Ihr Unternehmen geeignet sind, hängt ganz von Ihrer Organisation und Firmenkultur ab.

Vor- und Nachteile von Kanban

Kanban zeichnet sich besonders durch seine große Flexibilität aus: Es lässt sich schnell integrieren und anpassen. Zudem werden die Arbeitsabläufe permanent verbessert und der gesamte Workflow ist sehr transparent, auch für Außenstehende. Es ist jederzeit erkennbar, wie hoch die Auslastung des Teams ist, und der Prozess ist einfach und leicht verständlich.

Andererseits sind aber auch einige mögliche Nachteile zu nennen: So kann etwa die fehlende Zeitplanung zu Konflikten mit Deadlines führen. Bei sehr komplexen Aufgabenstellungen und bei größeren Teams kann es schnell unübersichtlich werden. Außerdem lässt sich Kanban nur in Unternehmen einsetzen, wo es grundsätzlich möglich ist, Kapazitäten zu verschieben, wenn Probleme an einer Station sichtbar werden. Denn sonst lassen sich Engpässe nicht sinnvoll bearbeiten, und während an der einen Stelle Überforderung eintritt, kann es an einer anderen Stelle dann zu Leerlauf kommen – und das wäre natürlich kontraproduktiv.

Aktuelle Artikel

Alle Artikel ansehen
Fördern Sie die Innovationskraft
Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung von kontrollierter Risikobereitschaft herunter
Zum Leitfaden

Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

Wollen Sie starten?

Stellenanzeige schalten

Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.