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Kundenverhalten, Branchentrends, technologische Entwicklungen: Es gibt viele Faktoren, die sich auf den Umsatz eines Betriebes auswirken können. Eine Umsatzprognose hilft Unternehmen, all diese Faktoren zu berücksichtigen und künftige Vertriebszahlen besser einzuschätzen. Auf diese Weise können sie Ressourcen effizient einplanen und das eigene Unternehmenswachstum fördern.

In diesem Artikel erfahren Sie, was eine Umsatzprognose konkret ist und welche Bedeutung diese für Ihren Betrieb spielt. Außerdem sehen Sie anhand praktischer Tipps, wie Sie eine Umsatzprognose erstellen.

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Definition: Umsatzprognose

Eine Umsatzprognose – im Englischen Sales Forecast – dient dazu, mithilfe vorliegender Daten die zu erwartenden Unternehmenseinnahmen für einen bestimmten Zeitraum einzuschätzen. Umsatzprognosen können dabei nicht nur betriebseigene Daten, sondern auch externe Faktoren wie sich ändernde Marktbedingungen, Wettbewerb, Trends, Veränderungen oder andere Ereignisse, die Einfluss auf die Vertriebszahlen haben, berücksichtigen.

Unternehmen sind so in der Lage, für die Zukunft zu planen, Risiken vorzugreifen und ihre Strategien und Maßnahmen entsprechend anzupassen. All das trägt zum Geschäftserfolg und zu einem nachhaltigen Wachstum bei.

Darum sind Umsatzprognosen wichtig

Stärke der Konkurrenz, Produktqualität und Preisgestaltung, soziale Trends oder geplante Werbemaßnahmen: Es gibt zahlreiche interne und externe Faktoren, die sich auf den Erlös eines Unternehmens auswirken können. Zu wissen, wie viel Ihr Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum voraussichtlich verkaufen wird, kann zahlreiche Vorteile bieten. So profitieren Sie von einer Umsatzprognose und Schätzung der zu erwartenden Einnahmen:

  • Besseres Ressourcenmanagement: Umsatzprognosen können Ihnen dabei helfen, Ihre Ressourcen besser einzuplanen. Dabei kann es sich beispielsweise um Budget, Personal, Material, Produktionskapazitäten oder auch den Einsatz neuer Technologien handeln. Wenn Sie Ressourcen richtig zuweisen und nachhaltig nutzen, trägt dies zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung, und so letztlich auch zum Unternehmenswachstum, bei.
  • Klare Zielsetzung: Klare Verkaufsziele sind wichtig, um Vertriebsaktivitäten strategisch auszurichten, Leistung zu messen und Mitarbeitende durch Zielvereinbarungen zu motivieren. Mithilfe einer Umsatzprognose verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuelle und zu erwartende Umsatzsituation und können so nicht nur Prioritäten, sondern auch realistische Ziele setzen, die sich an Veränderungen und Schwankungen anpassen.
  • Prozessoptimierung: Gibt es Hürden in der Vertriebspipeline oder im Verkaufsprozess, die sich negativ auf Ihre Absatzzahlen auswirken? Eine Umsatzprognose ist ein nützliches Instrument, um bereits während des Prozesses Probleme zu erkennen und proaktiv zu handeln. Auf diese Weise können Sie Umsatzeinbußen, Engpässen oder negativen Entwicklungen vorgreifen und entsprechend entgegensteuern.
  • Fundierte Entscheidungen: Umsatzprognosen basieren auf historischen und aktuellen Daten, die Ihnen eine globale Sicht auf Ihren Betrieb, den Markt, Chancen, Risiken und Veränderungen ermöglichen. All diese Einblicke sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen, z. B. im Hinblick auf Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung, Ausgaben, Personalbeschaffung oder eine Anpassung der Unternehmensstrategie.
  • Performance-Monitoring: Die regelmäßige Auswertung wichtiger Kennzahlen dient Unternehmen dazu, die Leistung von Teams, Maßnahmen oder Waren und Dienstleistungen nachzuverfolgen und zu beurteilen. So können Sie frühzeitig Umsatztreiber, aber auch Probleme erkennen und die tatsächliche Leistung mit den angestrebten Unternehmenszielen abgleichen.
  • Gesteigerte Reaktionsfähigkeit: Ein weiterer Vorteil von Umsatzprognosen ist die Möglichkeit, schneller auf Veränderungen wie z. B. gesellschaftliche Entwicklungen, Branchentrends oder neue Gesetze reagieren zu können und sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Eine Umsatzprognose erstellen

Sie möchten selbst eine Umsatzprognose berechnen? Dann gilt es einige wichtige Schritte zu beachten. Was Sie für eine Schätzung Ihrer künftigen Einnahmen benötigen und wie Sie diese grundlegend erstellen, sehen Sie jetzt.

1. Daten sammeln

Eine solide Datenbasis ist wichtig, um aussagekräftige Prognosen zu erstellen. Hierbei kann es sich um unterschiedlichste Informationen handeln, z. B. historische Umsatz- oder Kundendaten, Werbeausgaben oder Lieferketteninformationen. Welche Daten Sie letztlich benötigen, hängt von Ihren persönlichen Zielen ab. Dabei kann es hilfreich sein, ggf. nach Produktkategorien oder Kundensegmenten zu unterscheiden und so Ihren Umsatzbereich zu konkretisieren.

2. Einflussfaktoren identifizieren

Es gibt interne und externe Faktoren, die sich in direkter und indirekter Weise auf Ihre Verkaufszahlen auswirken können. Berücksichtigen Sie für Ihre Prognose sowohl betriebseigene als auch wirtschaftliche Aspekte wie z. B. Mitarbeiterfluktuation, anstehende Projekte oder Produkteinführungen, geplante Änderungen, Kundenverhalten und -nachfrage, wirtschaftliche oder saisonale Schwankungen, Inflation, Verkaufstrends usw.

3. Zeitraum wählen

Auch der Zeitraum Ihrer Umsatzprognose hängt von Ihren persönlichen Zielen und Bedürfnissen ab. Sie können kurz-, mittel- und langfristige Schätzungen vornehmen. Eine kurzfristige Prognose bezieht sich meist auf das nächste Quartal oder auf einen Zeitraum von bis zu einem Jahr. Dies bietet sich u. a. für die finanzielle Planung kürzerer Projekte an. Möchten Sie wissen, wie sich Ihre Vertriebszahlen in den nächsten drei bis fünf Jahren entwickeln, um längere Kampagnen umzusetzen, stellen Sie eine mittelfristige Prognose. Langfristige Umsatzprognosen hingegen rücken langfristige Geschäftsentwicklungen und -strategien in den Fokus.

4. Prognosemodell festlegen

Um eine Umsatzprognose zu erstellen, können Sie verschiedene Modelle anwenden, die sich in Komplexität, Dauer und Technologieeinsatz unterscheiden. Es gibt z. B. qualitative und auf Marktforschung beruhende Modelle, Zeitreihenmodelle wie gleitende und gewichtete Durchschnitte oder saisonale Dekomposition, kausale Modelle wie die Regressionsanalyse oder die Vector Autoregression oder auch die sogenannten, auf künstlicher Intelligenz basierenden neuronalen Netze.

5. Prognose validieren

Eine Umsatzprognose zu validieren bedeutet, die Prognose auf ihre Genauigkeit hin zu überprüfen. Sobald die tatsächlichen Verkaufszahlen vorliegen, können Sie diese beispielsweise mit der Schätzung vergleichen und eine Differenz ermitteln. Das sogenannte Backtesting wendet die Prognose wiederum auf vergangene Perioden und die dort erhaltenen Ergebnisse an. Oftmals kann es helfen, verschiedene Validationsansätze zu kombinieren, um die Prognose unter einem möglichst umfassenden Blickwinkel zu betrachten.

6. Szenarien erstellen

Mithilfe von unterschiedlichen Szenarien, z. B. für das beste, wahrscheinlichste und schlechteste Ergebnis, können Unternehmen Risiken besser einschätzen und vorausschauend planen. Sie sind in der Lage, schnell und flexibel auf unterschiedliche Situationen zu reagieren, Ressourcen umzuverteilen und Ziele neu zu definieren. Damit beweisen sie Proaktivität und Anpassungsfähigkeit.

7. Regelmäßig prüfen

Eine regelmäßige Prüfung von Umsatzprognosen ist wichtig, um Änderungen aufnehmen und Pläne anpassen zu können. Unternehmen, Markt und Wirtschaft befinden sich kontinuierlich im Wandel – so auch Daten. Ständig kommen neue Informationen hinzu, die Ihren Umsatz beeinflussen. Überprüfungen verbessern nicht nur Ihr Risikomanagement, sondern auch Ihre Geschäftsprozesse.

Praktische Tipps für eine effiziente Umsatzprognose

Sie wissen nun, wie man eine Umsatzprognose schrittweise erstellt, um den bestmöglichen Nutzen aus den gewonnenen Daten zu ziehen. Abschließend finden Sie einige praktische Tipps, um die Qualität Ihrer Umsatzprognosen zu verbessern.

  • Arbeiten Sie mit sauberen Daten: Im Vorfeld kann es sich lohnen, die erfassten Daten zu bereinigen, um mit qualitativ hochwertigen Daten zu arbeiten. Auf diese Weise vermeiden Sie beispielsweise Duplikate, Fehler und inkonsistente Datenformate. Je genauer die Datenbasis, desto zuverlässiger auch die Prognose.
  • Bleiben Sie auf dem Laufenden: Mithilfe von regelmäßigen Markt-, Wettbewerbs- und Kundenanalysen wissen Sie stets, wie sich Marktbedingungen, die Konkurrenz, aber auch das Kundenprofil verändern.
  • Nutzen Sie neueste Technologien: Setzen Sie moderne Technologien ein, um Daten möglichst schnell und genau zu sammeln und zu analysieren. Softwarelösungen und Technologien wie CRM- oder Datenbankmanagementsysteme, Business Intelligence, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen oder Data-Mining können die Effizienz und Genauigkeit Ihrer Prognosen steigern.
  • Kommunizieren Sie mit Ihren Teams: Eine gute Kommunikation, der regelmäßige Austausch und Feedbackgespräche mit Ihren Vertriebs- und Marketingteams sind das A und O, um Einblicke aus erster Hand zu erhalten, Kundenanalysen durchzuführen, Daten zu interpretieren oder realistische Verkaufsziele festzulegen.
  • Experimentieren Sie: Es gibt unterschiedliche Prognose- und Validationsmodelle, die Sie ausprobieren und kombinieren können. Auf diese Weise lernen Sie, welche Methode am besten zu Ihnen passt und ihren Zweck erfüllt.
  • Optimieren Sie Ihre Prognosen: Überprüfen Sie Ihre Prognosen regelmäßig, um diese an neue Bedingungen und Veränderungen anzupassen. Ein überholtes oder unpassendes Prognosemodell kann zu ungenauen Schätzungen führen, die letztendlich ineffektiv sind. Eine Umsatzprognose richtet sich stets an Ihren persönlichen Bedürfnissen und Unternehmenszielen und kann sich so auch im Laufe der Zeit verändern.

Eine Umsatzprognose ist ein wertvolles Instrument, um die Verkaufszahlen auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht einzuschätzen, bessere Entscheidungen zu treffen und proaktiv zu handeln. Richtig eingesetzt können Unternehmen so ihre Leistung und Produktivität steigern, Risiken minimieren und das Wachstum fördern.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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