Besonderes Angebot 

Beschleunigen Sie Ihr Recruiting mit einer Gutschrift über 75 EUR für Ihre erste Premium-Stellenanzeige*

Premium-Stellenanzeigen liefern im Durchschnitt 2,1-mal mehr Bewerbungen als kostenlose Anzeigen.**
  • Erreichen Sie passende Talente
  • Verbessern Sie die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Anzeigen länger und für mehr Kandidat*innen zu sehen sind
Unsere Mission

Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.

Redaktionelle Richtlinien lesen

Das 5-Kräfte-Modell wurde bereits in den 1970er-Jahren vom amerikanischen Ökonomen Michael E. Porter entwickelt. Auch heute noch unterstützt es Unternehmen dabei, die im Wettbewerb relevanten Faktoren systematisch zu untersuchen.

In diesem Artikel lernen Sie anhand verschiedener Beispiele die 5 Kräfte kennen, die sich auf den Unternehmenserfolg auswirken können. Denn je stärker die 5 Wettbewerbskräfte sind, desto schwerer wird es, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Erfahren Sie zudem, warum sich das 5-Kräfte-Modell immer auf eine ganze Branche bezieht und welche Vor- und Nachteile das Modell hat.

Erstellen Sie Ihre Stellenanzeige im Handumdrehen

Stellenbeschreibung erstellen

Erstellen Sie Ihre Stellenanzeige im Handumdrehen

Stellenbeschreibung erstellen

Definition: Was ist das 5-Kräfte-Modell nach Porter?

Mit dem 5-Kräfte-Modell nach Porter lässt sich die Attraktivität einer Branche bzw. eines Marktes beurteilen. Man spricht daher auch vom Branchenstrukturmodell. Es wird häufig eingesetzt, um vor dem eigentlichen Markteintritt zu untersuchen, ob sich dieser überhaupt auszahlen kann. Bestehende Unternehmen nutzen das Tool für die strategische Entscheidung, ob sie einen Markt weiter bedienen wollen.

Porter hat in seinem Modell 5 Kräfte identifiziert, die auf die Branche bzw. den Markt einwirken:

  1. Rivalität unter bestehenden Anbietern
  2. Bedrohung durch neue Anbieter
  3. Verhandlungsstärke der Lieferanten
  4. Verhandlungsstärke der Kund*innen
  5. Bedrohung durch Ersatzprodukte

Daneben haben auch Regierungen Einfluss auf die Branchenstruktur.

Im Folgenden erfahren Sie mehr über die 5 Kräfte, die anhand von Beispielen näher erläutert werden.

Die 5 Kräfte

Um in einem Markt erfolgreich sein zu können, ist ein Verständnis der Branche extrem wichtig. Nach Porter sollten vor allem die folgenden 5 Kräfte eingehend analysiert werden, um mögliche Risiken zu erkennen:

1. Rivalität unter bestehenden Anbietern

Die erste Kraft untersucht die Wettbewerbsintensität und die Rivalität unter den bestehenden Anbietern. Hier zeigt sich, ob ein Markt noch wächst und damit Chancen bietet, oder ob er eher stagniert. In diesem Fall müssen Umsatzzuwächse gegen einen starken Wettbewerbsdruck erkämpft werden.

Im Handwerk oder in der Gastronomie gibt es beispielsweise oft viele Betriebe in einer Stadt, die alle ähnliche Produkte bzw. Dienstleistungen anbieten oder wo ein Verdrängungswettbewerb durch Filialisten stattfindet. Umgekehrt existieren etwa im Bereich Rohstoffgewinnung hoch konsolidierte Branchen, in der nur noch wenige Player unterwegs sind. Leitfragen für Ihr Unternehmen könnten lauten:

  • Ist meine Branche eher heterogen oder eher homogen aufgestellt?
  • Wie viele Anbieter existieren in meiner Branche und wie sind sie positioniert?

Dieser Punkt ist für die Analyse zentral, da Sie damit eine Einschätzung der Wettbewerbsintensität gewinnen.

2. Bedrohung durch neue Anbieter

Auch wenn Sie mit einem neuen Angebot in die Branche einsteigen, birgt das Risiken: Wenn neue Marktteilnehmer Ihr Konzept mit einem eher geringen Aufwand kopieren könnten, kann das schlecht fürs Geschäft sein, weil der Preisdruck dann steigt.

Vor allem in der Pharma- oder auch der Automobilindustrie sind die Markteintrittsbarrieren für Mitbewerber oft sehr hoch. Beratungsunternehmen haben hingegen sehr viele Mitbewerber, die sich ihre Konzepte schnell zueignen können.

Folgende Leitfragen sollten Sie beantworten:

  • Wie leicht können andere mein Konzept nachahmen (leicht, mittel, schwer)?
  • Welche Investitionen sind nötig, um ein ähnliches Produkt zur Marktreife zu bringen?
  • Welche Faktoren machen mein Produkt schwer bzw. leicht kopierbar?

Diese Überlegungen können helfen, die Chancen und Risiken noch besser abzuschätzen. Je weniger Möglichkeiten Ihre Konkurrenten haben, Ihr Produkt zu kopieren, umso geschützter ist die Position Ihres Unternehmens in der Branche.

Das könnte Sie auch interessieren: Zuschüsse und Förderungen für Existenzgründer*innen und Selbstständige

3. Verhandlungsstärke der Lieferanten

Lieferanten, die beispielsweise Rohstoffe liefern oder als Zulieferer für Ihr Unternehmen tätig sind, können die Kosten Ihres Produkts stark beeinflussen, insbesondere dann, wenn die Umstellungskosten sehr hoch wären. Auch die Zahl der Zulieferer in Ihrer Branche spielt eine große Rolle: Je weniger es gibt, umso größer ist ihre Verhandlungsmacht. Umgekehrt profitieren Sie davon, wenn Sie unter verschiedenen Zulieferbetrieben wählen können.

Untersuchen Sie die folgenden Fragen:

  • Wie viele Zulieferbetriebe gibt es in meiner Branche?
  • Wie sind die Preisstrukturen?
  • Braucht der Lieferant mein Produkt für seinen Erfolg oder kann er leicht ausweichen?
  • Kann der Lieferant mein Produkt möglicherweise durch Vorwärtsintegration selbst anbieten?
  • Wie groß ist die Abhängigkeit bei der Entscheidung für einen bestimmten Lieferanten?

Je größer die Abhängigkeit, desto höher ist die potenzielle Bedrohung.

4. Verhandlungsstärke der Kund*innen

Auch die Kund*innen sind ein wichtiger Faktor für die Attraktivität einer Branche. Je kleiner die Auswahl für die Kundschaft ist, desto weniger Macht hat sie über das Preisgefüge. Gibt es hingegen zahlreiche konkurrierende Anbieter, haben die Kund*innen mehr Macht, vor allem dann, wenn sie den Anbieter relativ problemlos wechseln können.

Das zeigt sich beispielsweise in der Mobilfunkbranche, in der inzwischen ein hoher Wettbewerbsdruck existiert. Auch Streamingdienste stehen vor der Herausforderung, Kund*innen zu behalten oder neue dazuzugewinnen. Sich in diesem Markt neu zu etablieren, wird zunehmen schwieriger.

Untersuchen Sie folgende Fragestellungen für Ihre Branche:

  • Welche Wechselmöglichkeiten haben Kund*innen?
  • Wie stark ist die Kundengruppe konzentriert?
  • Welchen Einfluss hat mein Produkt auf die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen meiner Kund*innen?

Wenn Kund*innen eine hohe Marktmacht haben, können sie die Preise drücken und damit den Profit senken. Es lohnt sich also, diesen Faktor genau zu analysieren.

Auch interessant: Merkmale und Vorteile von gutem Kundenservice

5. Bedrohung durch Ersatzprodukte

Wenn absehbar ist, dass ein neuartiges Produkt über kurz oder lang ein bisheriges Angebot ersetzen wird, senkt das die Attraktivität des Marktes erheblich. Denken Sie beispielsweise an MP3-Downloads, die den Markt für CDs beträchtlich reduziert haben. Die Digitalfotografie hat traditionsreiche Unternehmen in die Insolvenz getrieben, weil die Entwicklung nicht früh genug gesehen wurde.

Für Ihre Branche bedeutet das, dass Sie beispielsweise folgende Fragen untersuchen sollten:

  • Welche Branche oder welches Produkt stiftet einen ähnlichen Mehrwert für die Kund*innen wie meines?
  • Welche Lizenzen oder Patente laufen in absehbarer Zeit aus?
  • Welche Innovationen und Trends könnten sich auf meine Branche auswirken?

Dieser Faktor ist am schwierigsten zu untersuchen, weil sich technologische Entwicklungen oft disruptiv bemerkbar machen und eine Branche von heute auf morgen auf den Kopf stellen können. Aktuelles Beispiel ist die künstliche Intelligenz (KI), die in vielen Branchen große Veränderungen mit sich bringen wird.

Lesen Sie auch: Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus?

Zusätzlicher Faktor: Regierungen als Einflussgröße auf die Branchenstruktur

Auch wenn Regierungen in Porters 5-Kräfte-Modell nicht als eigenständiger Faktor aufgeführt sind, nennt er sie explizit als wichtige Einflussgröße. Denn für viele Branchen sind Regierungen als Kunden oder Lieferanten sehr wichtig. Gesetzliche Regelungen durch Regierungen beeinflussen darüber hinaus sowohl Kund*innen als auch Lieferanten mitunter erheblich. Es kann daher wichtig sein, auch diesen Aspekt in Ihre Analyse einzubeziehen.

Lesen Sie auch: Wachstumsstrategie – Wie kann Ihr Unternehmen wachsen

Vor- und Nachteile des 5-Kräfte-Modells nach Porter

Die Branchenstrukturanalyse kann dazu beitragen, die Attraktivität der Branche zu beurteilen, die für Ihr Unternehmen wichtig ist. Je genauer Sie sich damit befassen und die einzelnen Kräfte kennen, die Einfluss auf Ihre Branche haben, umso besser können Sie Ihren Markt beurteilen und strategische Entscheidungen danach ausrichten.

Allerdings ist diese Form der Analyse relativ zeitaufwändig und selbst die gründlichste Analyse bietet nicht die Gewähr, dass die Performance Ihres Unternehmens im Anschluss den Erwartungen entspricht. Zudem sind Märkte heute nicht mehr in dem Maß stabil und damit in gewisser Weise weniger vorhersehbar. In dynamischen und volatilen Märkten greift das 5-Kräfte-Modell unter Umständen nicht mehr so gut. Auch werden strategische Allianzen zwischen Marktteilnehmern oder auch virtuelle Unternehmensnetzwerke in diesem Modell nicht berücksichtigt. Das Modell dient letztlich immer nur als Momentaufnahme. Insofern ist es empfehlenswert, die Analyse in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Lesen Sie auch: Wie Sie in 10 Schritten ein Unternehmen gründen

Aktuelle Artikel

Alle Artikel ansehen
Fördern Sie die Innovationskraft
Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung von kontrollierter Risikobereitschaft herunter
Zum Leitfaden

Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

Wollen Sie starten?

Stellenanzeige schalten

Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.