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FTE berechnen: So rechnen Sie Teilzeitkräfte in Vollzeitkräfte um

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Die genaue Planung von Personalressourcen ist für Unternehmen unerlässlich – besonders dann, wenn Mitarbeitende in unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen tätig sind. Um Kapazitäten zuverlässig einschätzen, Personalkosten kalkulieren oder Förderanträge korrekt stellen zu können, hilft die Umrechnung von Teilzeitkräften in sogenannte FTE (Full-Time Equivalent), also Vollzeitäquivalente.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den FTE-Wert korrekt berechnen, was Sie dabei beachten müssen und welche Rolle die FTE-Zahl in der Personalplanung und Berichterstattung spielt. So behalten Sie den Überblick – auch bei komplexen Arbeitszeitmodellen.

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Was bedeutet FTE – und wofür wird die Kennzahl verwendet?

Die Abkürzung FTE steht für Full Time Equivalent, auf Deutsch Vollzeitäquivalent (VZÄ). Diese Kennzahl gibt an, wie vielen Vollzeitstellen die gesamte Arbeitskapazität Ihrer Belegschaft rechnerisch entspricht – unabhängig davon, ob die Beschäftigten in Vollzeit oder Teilzeit arbeiten. Damit erhalten Sie eine einheitliche Vergleichsgröße, mit der Sie die Personalkapazität Ihres Unternehmens verlässlich beurteilen können.

Ein FTE-Wert von 1,0 entspricht einer vollen Stelle, z. B. 40 Wochenstunden. Eine Teilzeitkraft mit 20 Wochenstunden entspricht rechnerisch 0,5 FTE. Indem Sie alle Arbeitszeiten auf diese Weise umrechnen, ergibt sich die tatsächliche Kapazität Ihrer Mitarbeitenden in fiktiven Vollzeitstellen – und nicht bloß die Anzahl der Köpfe im Unternehmen.

Gerade in Unternehmen mit verschiedenen Arbeitszeitmodellen ist die FTE-Berechnung entscheidend für:

  • eine realistische Personalplanung,
  • das Monitoring von Personalkosten,
  • die Vergleichbarkeit von Teams oder Abteilungen
  • und die strategische Ressourcensteuerung.

Außerdem ist sie Grundlage für viele Leistungskennzahlen im HR-Controlling und für die Beantragung öffentlicher Fördermittel.

In Zeiten zunehmender Teilzeitbeschäftigungmittlerweile betrifft das über ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland – gewinnt die FTE-Kennzahl weiter an Bedeutung. Denn nur mit ihr lässt sich die tatsächliche Arbeitsleistung der Belegschaft korrekt erfassen, planen und steuern.

Die FTE-Berechnung im Beispiel

Ein praktisches Rechenbeispiel zeigt, wie die FTE-Berechnung in der Praxis funktioniert – ganz gleich, ob Sie manuell oder mit Excel arbeiten. Das ist besonders hilfreich, wenn Ihr Unternehmen verschiedene Arbeitszeitmodelle kombiniert.

Beispiel: Einfache Umrechnung

Ihr Unternehmen beschäftigt 100 Mitarbeitende:

  • 50 davon arbeiten in Vollzeit mit 40 Stunden pro Woche → 50 × 1,0 = 50,0 FTE
  • 40 Teilzeitkräfte arbeiten je 20 Stunden pro Woche → 40 × 0,5 = 20,0 FTE
  • 10 Minijobber*innen mit je 10 Wochenstunden → 10 × 0,25 = 2,5 FTE

Insgesamt beträgt das Vollzeitäquivalent in diesem Beispiel also 50 + 20 + 2,5 = 72,5.

Obwohl 100 Personen beschäftigt sind, entspricht ihre gemeinsame Arbeitszeit rechnerisch nur 72,5 Vollzeitstellen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur FTE-Berechnung

Die Grundlage für die FTE-Berechnung ist die Arbeitszeit einer Vollzeitstelle – üblicherweise 40 Wochenstunden × 52 Wochen = 2.080 Stunden pro Jahr.

Möchten Sie nun das Vollzeitäquivalent berechnen, folgen Sie einfach dieser Formel:

(Gesamtstundenzahl aller Teilzeitmitarbeitenden + Gesamtstundenzahl aller Vollzeitmitarbeitenden) / reguläre Stundenzahl im Zeitraum der Berechnung = FTE

Beim Zeitraum für die Berechnung wird üblicherweise eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden angelegt sowie 5 Tage pro Woche und 52 Wochen pro Jahr. Daraus ergibt sich eine Jahresarbeitszeit von 2.080 Stunden bei einer Vollzeitstelle als Basis für ein FTE von 1,0.

Bei der FTE-Berechnung wenden Sie nun die folgenden Schritte an:

1. Berechnung der Gesamtzahl aller Teilzeitarbeitsstunden

Beispiel:

  • 13 Mitarbeitende mit 20 Stunden/Woche über 30 Wochen
    → 13 × 20 × 30 = 7.800 Stunden
  • 6 Mitarbeitende mit 25 Stunden/Woche über 40 Wochen
    → 6 × 25 × 40 = 6.000 StundenGesamt: 7.800 + 6.000 = 13.800 Teilzeitarbeitsstunden

Die Berechnung der Teilzeitarbeitsstunden ist entscheidend, um die Arbeitskapazität und die Mitarbeiterressourcen im Unternehmen präzise zu erfassen. Bei komplexen Strukturen mit vielen Stellen mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen können Excel-Tabellen die Berechnungen erheblich erleichtern.

2. Berechnung der Gesamtzahl aller Vollzeitarbeitsstunden

Auch die Vollzeitstellen werden nun in die Berechnung miteinbezogen. Die Berechnung der Vollzeitarbeitsstunden ist entscheidend für die Ermittlung der Arbeitskapazität und Mitarbeiterressourcen im Unternehmen. Für die Jahresarbeitszeit einer Vollzeitkraft wird die Wochenarbeitszeit mit 52 Wochen multipliziert.

Beispiel:

  • 47 Mitarbeitende mit 40 Stunden/Woche über 52 Wochen
    → 47 × 40 × 52 = 97.760 Stunden

3. Addition der beiden Werte

Die Gesamtzahl aller geleisteten Arbeitsstunden erhalten Sie nun durch die Addition der beiden Werte:

13.800 (Teilzeit) + 97.760 (Vollzeit) = 111.560 Gesamtstunden

Jetzt haben Sie die tatsächliche Arbeitszeit aller Beschäftigten in Bezug auf eine Vollzeitstelle erfasst und können sie für die Personal- und Kapazitätsplanung nutzen.

4. Berechnung des FTE

Im letzten Schritt teilen Sie nun die Gesamtstundenzahl durch die Anzahl der regulären Vollzeitstunden:

111.560 Gesamtstunden / 2.080 (Vollzeitstunden pro Jahr) = 53,63 FTE

Das Vollzeitäquivalent im Beispielbetrieb liegt also bei 53,63. Das bedeutet: 66 Mitarbeitende erbringen rechnerisch die Arbeitsleistung von 53,63 Vollzeitkräften.

Die finale Berechnung des FTE ist eine wichtige Grundlage, um den Personalbedarf zu ermitteln und das Performance-Management im Unternehmen zu unterstützen. Die FTE-Berechnung standardisiert die Arbeitskapazität und die Mitarbeiterressourcen, sodass Sie eine verlässliche Basis für strategische Personalentscheidungen erhalten.

Möchten Sie den FTE-Wert für einen anderen Zeitraum ermitteln, beispielsweise für einen Monat, passen Sie die entsprechende Zahl in der Formel einfach an.

Mit diesem Modell können Sie alle in Ihrem Betrieb vorhandenen Teilzeitformen erfassen und erhalten so aussagekräftige Personalkennzahlen. Es stehen auch digitale FTE-Rechner zur Verfügung, die Arbeitgebern helfen, die Vollzeitäquivalente ihrer Mitarbeitenden schnell und unkompliziert zu ermitteln – unabhängig davon, welche Arbeitszeitmodelle im Unternehmen genutzt werden.

FTE-Berechnung und Budgetierung: Personalkosten gezielt steuern

Die Berechnung des Vollzeitäquivalents (FTE) ist nicht nur in der Personalabteilung für die Personalplanung, sondern auch für die Budgetierung im Unternehmen sinnvoll. Durch die präzise Erfassung der Arbeitszeit und Arbeitsleistung aller Mitarbeiter*innen – egal ob in Vollzeit oder Teilzeit – erhalten Unternehmen eine solide Grundlage, um ihre Personalkosten gezielt zu steuern und zu optimieren.

Mithilfe der FTE-Berechnung können Sie den tatsächlichen Personalbedarf ermitteln und so Über- oder Unterbesetzungen vermeiden. Das erleichtert die Planung von Personalentscheidungen und sorgt dafür, dass die vorhandenen Ressourcen effizient eingesetzt werden. Ein anschauliches Beispiel: Beschäftigt ein Unternehmen zehn Mitarbeiter*innen, von denen fünf in Vollzeit und fünf in Teilzeit arbeiten, lässt sich durch die FTE-Berechnung genau feststellen, wie viele Vollzeitstellen tatsächlich abgedeckt werden – und wie sich dies auf die Personalkosten auswirkt.

Gerade in Zeiten flexibler Arbeitszeitmodelle und wechselnder Arbeitslast ist das Vollzeitäquivalent eine unverzichtbare Kennzahl für die Budgetplanung. Unternehmen können so nicht nur ihre aktuellen Kosten besser kontrollieren, sondern auch zukünftige Entwicklungen im Personalbedarf frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Die FTE-Berechnung wird damit zu einem wichtigen Instrument, um die Arbeitszeit, die Arbeitsleistung und die Personalkosten im Unternehmen optimal aufeinander abzustimmen.

Vorteile der FTE-Berechnung

Die Berechnung des FTE (Full Time Equivalent) ist ein zentrales Instrument für eine vorausschauende und effiziente Personalplanung. Sie ermöglicht eine standardisierte Betrachtung der verfügbaren Arbeitskapazität – unabhängig von individuellen Arbeitszeitmodellen – und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Ressourcen gezielt einzusetzen. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Vergleichbarkeit über Zeiträume hinweg:
    FTE-Werte ermöglichen es, verschiedene Monate, Quartale oder Jahre auf einheitlicher Basis zu vergleichen – auch bei sich ändernden Beschäftigungsformen. So lassen sich Personal- und Personalkostenentwicklungen besser analysieren.
  • Frühzeitiges Erkennen von Trends:
    Veränderungen bei FTE-Werten können auf steigenden oder sinkenden Personalbedarf hinweisen. Dadurch erkennen Sie frühzeitig, welche Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt oder im Unternehmen Anpassungen erforderlich machen.
  • Projektplanung mit realistischen Kapazitäten:
    Der Personaleinsatz für Projekte lässt sich anhand der FTE-Berechnung präzise planen – selbst bei Teams mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen.
  • Vergleich zwischen Unternehmensbereichen:
    FTE-Zahlen schaffen Transparenz über die tatsächliche Kapazität einzelner Abteilungen oder Standorte und erleichtern deren Vergleich und Bewertung.
  • Basis für internes und externes Benchmarking:
    Präzise FTE-Daten helfen, die Effizienz des eigenen Personaleinsatzes zu bewerten – auch im Vergleich zu anderen Unternehmen oder Branchenstandards.
  • Unterstützung bei Expansions- und Abbauplänen:
    Ob Sie wachsen oder Personal reduzieren möchten: Die FTE-Zahl gibt Ihnen eine verlässliche Grundlage für langfristige, strategische Entscheidungen.
  • Bessere Budget- und Kostenplanung:
    Da Personalkosten häufig auf FTE-Basis kalkuliert werden, verbessern standardisierte Werte die Genauigkeit von Budgetprognosen und Kostenkontrollen.
  • Erfüllung gesetzlicher und betrieblicher Berichtspflichten:
    In vielen Förderprogrammen, Reports oder HR-Kennzahlen ist die Angabe von FTEs erforderlich – beispielsweise bei Gleichstellungsberichten oder Nachhaltigkeitsberichten.

Insgesamt kann die Personalabteilung auf der Grundlage von FTE-Kennzahlen verlässlicher planen und trägt so zum Unternehmenserfolg bei. Die FTE-Berechnung ist also ein zentrales Tool für moderne Personalarbeit und Personalbedarfsplanung– besonders da durch das Recht auf Teilzeit oft vielfältige Arbeitszeitmodelle entstehen, die eine standardisierte Erfassung der Arbeitskapazität über FTE umso wichtiger machen.

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FAQ zur FTE-Berechnung

Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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