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Headhunter: So finden Sie geeignete Fachkräfte

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Personalverantwortliche müssen in der sich verändernden Geschäftswelt Stellen immer schneller besetzen. Headhunter*innen bieten daher eine gute Alternative zum klassischen Recruiting. Headhunter*innen sind Personalberater*innen für die Direktansprache und werden auch Executive-Search-Berater*innen genannt. Sie befassen sich mit der Suche nach geeigneten Kandidat*innen für konkrete Stellen.

In diesem Artikel erfahren Sie, was ein/e Headhunter*in ist, wen sie typischerweise suchen, wie Sie gute Headhunter*innen finden und wie viel Sie dafür bezahlen müssen.

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Was ist ein/e Headhunter*in?

Der Begriff „Headhunter*in“ stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Kopfjäger“. Diese Bezeichnung ist ziemlich passend, da ein/e Headhunter*in im Auftrag der Kunden Fachkräfte aktiv sucht und diese zu einem Jobwechsel zu überzeugen versucht. Denn der Clou an der Sache ist, dass die Arbeitnehmer*innen in den meisten Fällen schon eine Stelle haben, sie müssen also abgeworben werden. Um dies zu erreichen, sollte ein/e Headhunter*in viel Fingerspitzengefühl an den Tag legen und über exzellente Kommunikations- und Argumentationsfähigkeiten verfügen.

Sie sollten Headhunter*innen nicht mit regulären Personaler*innen verwechseln. Personaler*innen suchen zwar auch geeignete Kandidat*innen für offene Stellen, allerdings handelt es sich bei Personaler*innen oft um Angestellte der Personalabteilung des entsprechenden Unternehmens. Sie erhalten eine feste Vergütung, wie alle anderen Mitarbeiter*innen auch.

Headhunter*innen hingegen arbeiten entweder für ein auf diese Dienstleistung spezialisiertes Unternehmen oder sind selbstständig tätig. Sie werden projektbasiert angeworben und erhalten eine im Vorfeld festgelegte Vergütung – aber mehr dazu später.

Headhunter*innen haben hervorragende Kenntnisse über den Arbeitsmarkt im Allgemeinen, sie spezialisieren sich aber oft auf eine konkrete Branche, zum Beispiel Maschinenbau oder Chemie. Die deutsche Personalberatungsbranche boomt: Gemäß der Studie „Personalberatung in Deutschland 2019“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) stieg im Jahr 2018 der Umsatz auf 2,36 Milliarden Euro – das entspricht einem Zuwachs um 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Headhunter*innen unterstützten Unternehmen 2018 außerdem bei der Besetzung von rund 72.000 offenen Stellen.

Für welche Positionen werden Headhunter*innen eingesetzt?

Klassischerweise veröffentlichen Arbeitgeber Stellenanzeigen in einer Jobbörse und warten im Anschluss darauf, dass sich qualifizierte Bewerber*innen melden. Je spezifischer oder herausfordernder allerdings die Position ist, zum Beispiel wenn Führungskräfte oder Fachkräfte mit speziellen Skills gesucht werden, desto weniger Personen kommen für die Stelle infrage – vor allem, weil Führungskräfte und hoch qualifizierte Fachkräfte meist bereits gut bezahlte Stellen haben.

Genau hier kommen Headhunter*innen ins Spiel. Sie suchen gezielt nach geeigneten Kandidat*innen, etwa über ihr eigenes professionelles Netzwerk, Jobbörsen oder die Führungskräfte-Community YPO. Es gibt auch Headhunter*innen, die bei der Suche sehr kreativ sind und zum Beispiel Programmierer*innen in einschlägigen Foren dieses Bereichs suchen und anschreiben. Sie setzen auch vermehrt auf Künstliche Intelligenz, um die sprichwörtliche „Nadel im Heuhaufen“ zu finden.

Nachdem ein/e Headhunter*in einige potenzielle Kandidat*innen gefunden hat, wird Kontakt aufgenommen und ein anfängliches Gespräch mit ihnen geführt, um mehr über sie zu erfahren. In den meisten Fällen werden die Kandidat*innen in dieser Phase noch nicht darüber informiert, wer der Kunde genau ist, denn Vertraulichkeit ist in dieser Branche das A und O. Einerseits wollen die Kunden die Mitbewerber nicht darüber informieren, dass sie eine bestimmte Position besetzen wollen, andererseits ist es für die Kandidat*innen wichtig, dass der derzeitige Arbeitgeber nichts über den potenziellen Austritt erfährt.

Nach den Erstgesprächen vermitteln Headhunter*innen dem Klienten meist die zwei oder drei passendsten Personen. In der Regel erfolgen die restlichen Einstellungsschritte intern im Unternehmen. Auch das ist ein Unterschied zwischen Headhunting und dem normalen Recruiting, denn Personaler*innen begleiten die Kandidat*innen oftmals bis zur Einstellung.

Wie Sie geeignete Headhunter*innen finden

„Headhunter*in“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, daher kann sich prinzipiell jede/r so nennen. Außerdem gibt es keine speziellen Ausbildungen oder Studiengänge in diesem Bereich. Viele von ihnen haben ein Studium im Bereich Personalmanagement, Psychologie oder BWL absolviert und sich anschließend auf die Personalberatung spezialisiert, um einen Job als Headhunter*in zu finden.

Wenn Sie selbstständige Headhunter*innen suchen, sollten Sie die Werdegänge der infrage kommenden Personen genau unter die Lupe nehmen und diese unbedingt nach Referenzen beziehungsweise erfolgreich abgeschlossenen Projekten fragen. Alternativ können Sie auch auf eines der zahlreichen Unternehmen für Personalberatung zurückgreifen. Achten Sie bei beiden Optionen darauf, dass der/die Headhunter*in oder das Unternehmen für Personalberatung Erfahrung in Ihrer spezifischen Branche hat.

Auch das Honorar kann ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach geeigneten Headhunter*innen sein. Informieren Sie sich im Vorfeld umfangreich darüber, wie sich dieses im Einzelfall gestaltet, und bringen Sie in Erfahrung, wie viel Ihr Unternehmen bereit ist zu bezahlen.

Wie viel kostet ein/e Headhunter*in?

Die Honorarhöhe ist eng mit dem ersten Jahresgehalt der gesuchten Führungs- oder Fachkraft verknüpft. Gemäß dem BDU liegt die Honorarhöhe bei durchschnittlich 26 % des Zieleinkommens. Dieses Vergütungsmodell wird in 58,8 % der Fälle eingesetzt, in 20,6 % der Fälle wird das Honorar anhand des erwarteten Aufwands kalkuliert. Bei der sogenannten Executive-Search, über die Senior- und Führungspositionen besetzt werden sollen, liegt das Honorar auch oftmals über 30 % des Zieleinkommens.

Aufgrund dieses hohen Prozentsatzes werden Headhunter*innen meist nur für sehr spezifische Positionen mit einem hohen Gehalt eingesetzt: Durchschnittlich beträgt das Zieleinkommen der gesuchten Kandidat*innen 160.000 € pro Jahr. Mehr als die Hälfte der besetzten Positionen hatte ein Jahresgehalt zwischen 75.000 € und 150.000 €. Die Abrechnung des vereinbarten Honorars erfolgt nach verschiedenen Modellen.

In Deutschland hat sich die sogenannte „Drittelregelung“ durchgesetzt. Dabei wird jeweils ein Drittel des Honorars bei Auftragserteilung, Präsentation der Kandidat*innen und bei Abschluss des Projekts bezahlt. Es gibt auch Modelle, bei denen die Hälfte bei Auftragserteilung und die Hälfte bei Abschluss des Projekts bezahlt wird oder nur, wenn Kandidat*innen erfolgreich vermittelt werden.

Außerdem gibt es das Retainermodell, bei dem der/die Headhunter*in einen vorher festgelegten Prozentsatz des Honorars als Anzahlung erhält, unabhängig davon, ob das Projekt erfolgreich abgeschlossen wird. Die Vereinbarung eines Erfolgshonorars mindert das finanzielle Risiko für das Unternehmen, falls der/die Headhunter*in im vereinbarten Zeitrahmen des Projekts nicht erfolgreich ist.

Fazit

Die Einbeziehung von Headhunter*innen für die Suche nach geeigneten Personen für eine Stelle ist eine gute Möglichkeit für Unternehmen, die schnell eine spezifische Position besetzen wollen oder die Ressourcen dafür nicht intern bereitstellen können. Headhunter*innen punkten mit außergewöhnlichen Kommunikationsfähigkeiten und einem großen Netzwerk, über das sie Fachkräfte finden können. Außerdem nutzen sie die Vorteile von modernen Technologien, um die Projekte schneller erfolgreich abschließen zu können.

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