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Früher eher Privatangelegenheit, heute ein Thema, das Mitarbeitende mit ihren Vorgesetzten besprechen: persönliche Entwicklungsziele. Bei vielen Mitarbeitergesprächen steht es an der Tagesordnung, Ziele zu vereinbaren und sich über die individuelle Entwicklung auszutauschen. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich nicht um klassische Unternehmensziele handelt. Wie sieht es mit Ihrer persönlichen Entwicklung aus? Welche Bedeutung messen Sie ihr bei? Hier erfahren Sie mehr zu diesem spannenden Thema und können die Anleitung nutzen, um Ihre persönlichen Ziele zu definieren, sowie auch um Ihren Mitarbeitenden dabei helfen, sich Ziele zu setzen.

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Was sind persönliche Entwicklungsziele?

Ziele geben allgemein eine Richtung vor, wie Sie sich in der Zukunft verändern möchten. Persönliche Ziele können alle möglichen Bereiche Ihres Lebens betreffen: wie Sie arbeiten, wohnen, Ihr Privatleben, Ihre Freizeit und Ihre Hobbys, die Beziehung mit Ihrem Umfeld. Persönliche Ziele haben weniger mit finanziellen und wirtschaftlichen Zielen zu tun. Vielmehr geht es um Ihr Allgemeinwohl, um Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie erwerben möchten, um alltägliche Sorgen, die Sie belasten und um Eigenschaften und Gewohnheiten, die Sie gerne ändern würden. Schlussendlich stellen Entwicklungsziele konkrete Schritte dar, damit Sie Ihre Träume verwirklichen können.

Aus diesem Grund sollten persönliche Entwicklungsziele möglichst klar formuliert werden. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeitenden dabei, sich Gedanken über ihre Ziele zu machen und darüber, wie sie sie erreichen können. Leisten Sie Hilfestellung bei der Festsetzung der Ziele und motivieren Sie Ihr Personal auf dem Weg. Neu erworbene Fähigkeiten und erreichte Ziele wirken sich positiv auf die Motivation Ihrer Mitarbeitenden aus. Auf lange Sicht können Sie durch gezieltes Fördern der Entwicklung Ihrer Mitarbeitenden nicht nur die Mitarbeiterzufriedenheit steigern, sondern auch ihre Leistung und Produktivität.

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Beispiele für persönliche Entwicklungsziele

Bevor Sie Ihre Ziele definieren, kann es nützlich sein, wenn Sie sich einige Bespiele ansehen. Vielleicht haben Sie ähnliche Vorsätze, oder wünschen sich schon länger, einen der folgenden Bereiche in Ihrem Leben zu optimieren. 

Die Work-Life-Balance verbessern

In Zeiten, in denen viele Menschen im Home-Office und über ihr Smartphone konstant mit ihrem Unternehmen verbunden sind, wird es zunehmend schwieriger, Privatleben und Freizeit von der Arbeit abzugrenzen. Als Führungskraft sollten Sie zunächst Ihre eigene Work-Life-Balance analysieren. Verfügen Sie über ausreichend Freizeit, um sich gut, gesund und produktiv zu fühlen? Wenn Sie für sich selbst einen Weg gefunden haben, wie Sie Zeit für sich finden, können Sie Ihren Mitarbeitenden effektiver bei der Umsetzung ihres Ziels helfen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, bessere Voraussetzungen für eine gesunde Work-Life-Balance zu schaffen. Sie können flexible Arbeitsmodelle und Benefits anbieten, wie Mahlzeiten oder Kinderbetreuung. Wichtig ist auch, dass Sie Ihren Mitarbeitenden nicht das Gefühl geben, dass sie ständig verfügbar sein müssen. 

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Beziehungen stärken

Es ist kein Geheimnis, dass Menschen von stabilen und engen Beziehungen profitieren und dass sie für das Wohlbefinden unerlässlich sind. Egal, ob es sich um die Beziehung zu Ihren Eltern, Mitarbeitenden oder zu Ihrer Nachbarschaft handelt, sicher gibt es Personen in Ihrem Umfeld, mit denen Sie öfter in Kontakt treten könnten. Überlegen Sie sich, welche Beziehungen Sie bewusst mehr pflegen möchten und gehen Sie aktiv auf diese Menschen zu. Auch für Ihre Mitarbeitenden ist es wichtig, dass sie private sowie ihre beruflichen Netzwerke pflegen. Fördern Sie Teamevents und gemeinsame Freizeitaktivitäten, auf diese Weise können sich Ihre Teammitglieder besser kennenlernen. Außerdem können Sie Kurse zu Themen wie Konfliktmanagement und Kommunikationsfähigkeiten organisieren, die sich positiv auf Beziehungen innerhalb und außerhalb des Teams auswirken.

Produktivität steigern

Wer dieses Ziel verfolgt, kann eine Vielzahl an Methoden ausprobieren. Zu dem Thema Produktivität haben bereits viele Autor*innen Bücher verfasst. Im Grunde können Sie Ihre Produktivität ganz einfach durch mehr Schlaf steigern. Analysieren Sie deshalb zunächst Ihre Arbeitsweisen und Gewohnheiten, damit Sie die nötigen Korrekturen in Ihrem Alltag vornehmen können. Immer mehr Führungskräfte verstehen die Notwendigkeit, ihren Mitarbeitenden Konzentrationszeiten zu garantieren, damit sie nicht von E-Mails und Anrufen gestört werden. Kleine Änderungen können viel bewirken.

Gewohnheiten ändern

Es ist bekannt, dass Routinen einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Ein Großteil des Lebens wird mit der Ausführung von Gewohnheiten verbracht. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie sich von Gewohnheiten befreien, von denen Sie wissen, dass sie Ihnen nicht guttun. Fangen Sie dabei klein an und führen Sie neue Routinen nur schrittweise ein. Es kann sich dabei um tägliches Kochen, morgendliche Workouts oder abendliche Spaziergänge handeln. Besprechen Sie das Thema Routinen mit ihren Mitarbeitenden, und stellen sie Fragen: Mit welchen aktuellen Verhaltensweisen sind sie unzufrieden? Gibt es Gewohnheiten, die sie schon seit längerer Zeit einführen wollten, aber nie den Moment dafür gefunden haben? Bieten Sie Ihre Unterstützung bei Themen wie Gesundheitsförderung und Wohlbefinden an.

Fähigkeiten erwerben

Ein erheblicher Anteil persönlicher Ziele betrifft die Entwicklung und das Erlernen von Kompetenzen und Fähigkeiten. Vielleicht haben Sie schon seit längerer Zeit vor, eine neue Software zu nutzen oder eine Sprache zu lernen. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Mitarbeitende betrieblich weiterbilden können. Auch Soft Skills spielen eine große Rolle, da sie sowohl für die berufliche als auch für die persönliche Entwicklung unerlässlich sind: Selbstwirksamkeit, Durchsetzungsvermögen und Empathie sind Kompetenzen, die durch Coaching und Mentoring beispielsweise geübt werden können. Wenn Sie in die Förderung der Führungskompetenzen Ihrer Mitarbeitenden investieren, verbessern Sie gleichzeitig ihre Aufstiegschancen.

Egal, um welches Ziel es geht: Befragen Sie Ihre Mitarbeitenden zu ihren persönlichen Vorstellungen. Schlagen Sie, wenn nötig, mögliche Ziele vor. Ihre Mitarbeitende und auch Sie selbst können Sie damit zum Nachdenken anregen. 

Ziele definieren

Oftmals vergehen Tage und Sie sind damit beschäftigt, Ihre Arbeit, den Haushalt und alles Weitere zu erledigen. Die Frage, wie Sie Ihren Berufsalltag verbessern und was Sie generell an Ihrem Leben verändern können, stellt sich nicht zu oft, da für solche Fragen keine Zeit bleibt. Darum ist als erstes wichtig, diese Gedanken zuzulassen und einen Raum dafür zu schaffen. 

  1. Nehmen Sie sich die Zeit, um über Ihre Entwicklung nachzudenken: Stellen Sie bewusst alle elektronischen Geräte ab, die Sie ablenken könnten und entspannen Sie sich. Was soll die Zukunft für Sie bringen? Tragen Sie, wenn nötig, diesen Moment als Termin in Ihren Kalender ein. Machen Sie sich Notizen zu den verschiedenen Lebensbereichen, und bewerten Sie, wie zufrieden Sie mit Ihrer Entwicklung in den verschiedenen Bereichen sind. Besprechen Sie Ihre Ziele mit Kolleg*innen und Freund*innen, die Ihnen ihre Sicht von außen geben können. 
  2. Wagen Sie es, zu träumen: Vielleicht hatten Sie immer schon Lust, ein Instrument zu erlernen oder eigene T-Shirts designen. Dafür ist es nie zu spät, und kreative Hobbys können einen hervorragenden Ausgleich zum hektischen Berufsalltag bieten. Darüber hinaus ist es schwierig, neben der Arbeit Dinge zu tun, auf die Sie keine Lust haben. Setzen Sie sich Ziele, die Ihnen tatsächlich Freude bereiten oder verbinden Sie Unangenehmes mit etwas Angenehmen.
  3. Planen Sie die Umsetzung: Wenn Sie sich um Ihre eigenen Ziele Gedanken machen, sieht der Vorgang anders aus, als wenn Sie sich mit Mitarbeitenden zusammensetzen. Oft ist es einfacher, anderen eine Struktur vorzugeben, als sich selbst. Doch je genauer Sie jeden einzelnen Schritt planen, desto realistischer wird ihr Ziel. Investieren Sie deswegen Zeit in die detaillierte Planung, wie Sie Ihr Vorhaben umsetzen werden.

So können Sie dabei helfen, persönliche Entwicklungsziele festzulegen

Sollten Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden Ziele vereinbaren, dann erkundigen Sie sich zunächst um den aktuellen Entwicklungsstand. Welche Aufgaben führt diese Person aus, wo steht sie innerhalb des Unternehmens, wie hat sie sich bereits weiterentwickelt? Nutzen Sie Mitarbeiter- bzw. Entwicklungsgespräche dafür, diese Daten zu sammeln. Regelmäßige Entwicklungsgespräche zeigen, dass Ihr Unternehmen modern und mitarbeiterorientiert arbeitet. Für diese Gespräche sollten Sie einen ruhigen Raum auswählen, wo Sie nicht gestört werden und Smartphones für die Dauer des Termins ausgeschaltet sind. 

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SMART-Methode

Eine beliebte Methode, um Ziele zu verwirklichen, ist die sogenannte SMART-Formel. Smart bedeutet klug, ist aber gleichzeitig ein Akronym, das sich aus fünf Adjektiven zusammensetzt:

  • specific (spezifisch): Die Ziele sollen konkret sein und klar formuliert werden. Je genauer Sie wissen, was Ihr Ziel ist, desto eher können Sie es erreichen.
  • measurable (messbar): Die Resultate sollten messbar sein. Überlegen Sie, wie Sie das Erreichen Ihrer Ziele quantitativ überprüfen können. 
  • achievable (erreichbar): Ist Ihr Ziel interessant und attraktiv genug, dass Sie Ihre wertvolle Zeit dafür aufwenden? Es ist wichtig, dass Sie dieses Ziel tatsächlich erreichen möchten.
  • reasonable (angemessen): Wählen Sie machbare Ziele. Ansonsten können Ihre Bemühungen schnell für Frustration sorgen. 
  • time-bound (terminiert): Legen Sie einen bestimmten Zeitraum für Ihre Ziele fest. Von wann bis wann möchten Sie Ihr Ziel erreichen? Auch hier ist es wichtig, realistisch zu sein, damit Ihr Ziel erreichbar bleibt.

Nutzen Sie die SMART-Methode nicht nur für sich selbst, sondern auch für Ihre Mitarbeitenden. Damit erhöhen Sie die Erfolgschancen bei der Zielvereinbarung. 

Ziele vereinbaren

Sich alleine neuen Herausforderungen zu stellen, ist immer etwas schwierig. Was bei der SMART-Methode fehlt, ist der soziale Faktor: Wenn Sie einer anderen Person versprechen, ein Ziel in einem gewissen Zeitraum zu erreichen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie es auch tatsächlich schaffen. Deshalb ist es empfehlenswert, dass Sie sich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden SMART-Ziele setzen und dann in den festgelegten Abständen überprüfen, ob sie die Ziele erreicht haben. Im Idealfall gehen die Ziele von Ihren Mitarbeitenden aus, doch manchmal kann es Sinn machen, mit materiellen oder immateriellen Anreizsystemen zur Einhaltung der Ziele zu motivieren.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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