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Als Führungskraft sind Sie mitverantwortlich für den Erfolg Ihres Unternehmens und Ihre Mitarbeiterführung trägt dazu erheblich bei. Denn motivierte und zufriedene Beschäftigte arbeiten produktiver, bringen mehr Ideen ein und tragen so zu Innovationen bei.

In diesem Artikel lernen Sie die wichtigsten Prinzipien der Mitarbeiterführung kennen, die Sie dabei unterstützen können, Ihre Führungsqualitäten zu optimieren. Finden Sie heraus, in welchem Bereich Sie Ihre Mitarbeiterführung verbessern können, denn davon profitiert nicht nur Ihr Team. Auch Sie selbst werden wahrscheinlich entspannter in Ihrer Rolle als Führungskraft und können sich stärker auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren.

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Ziele der Mitarbeiterführung

Durch die Art Ihrer Mitarbeiterführung beeinflussen Sie das Verhalten Ihres Teams im Hinblick auf Effizienz und Produktivität. Im besten Fall erleben die Mitarbeiter*innen Ihre Führung als Unterstützung und lohnen es Ihnen und dem Unternehmen mit Loyalität, Motivation und Engagement.

Zufriedene Mitarbeiter*innen sind mit Freude bei der Arbeit, fühlen sich respektiert und wertgeschätzt und können ihre Potenziale einbringen. Das alles wirkt sich positiv auf die Unternehmenskultur aus, die ein zunehmend wichtiger Faktor im Kampf um qualifizierte Fachkräfte geworden ist.

Verwandt: Personalführung – ein Leitfaden

Die 10 wichtigsten Prinzipien der Mitarbeiterführung

Egal für welchen Führungsstil Sie sich entscheiden: Die folgenden 10 Prinzipien sind das A und O einer erfolgreichen Mitarbeiterführung:

1. Schaffen Sie eine Kultur des Vertrauens

Wenn Ihre Mitarbeiter*innen das Gefühl haben, dass Sie ihnen vertrauen, wirkt sich das in der Regel unmittelbar auf die Qualität ihrer Arbeit aus. Vertrauen fördert Eigenverantwortlichkeit, während ständige Kontrolle häufig eher demotiviert. Natürlich ist es nicht immer einfach, sich dieses Vertrauen zu verdienen, vor allem dann, wenn Sie als Führungskraft ein Team übernehmen, das zuvor andere Erfahrungen gemacht hat.

In diesem Fall ist es besonders wichtig, Geduld zu haben und Ihr Team immer wieder zu ermuntern, eigene Ideen einzubringen und dafür Verantwortung zu übernehmen. Mit der Zeit lernen Ihre Mitarbeiter*innen so, dass Sie ihnen wirklich mehr zutrauen, und werden es Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach mit höherer Leistungsbereitschaft danken.

Mehr dazu: Wie Sie zu Ihren Mitarbeiter*innen Vertrauen aufbauen

2. Setzen Sie klare Ziele

Als Führungskraft gehört es zu Ihrem Job, die Unternehmensziele in Ihrem Bereich zu erreichen. Daher müssen Sie die Aufgaben Ihrer Mitarbeiter*innen auf deren Arbeitsplatz herunterbrechen und präzise definieren, welche Ziele jedes einzelne Teammitglied in einem definierten Zeitrahmen erreichen sollte.

Das sorgt für Klarheit und lässt sich zudem einfach nachvollziehen. Zielvereinbarungsgespräche können zusätzlich dazu beitragen, Ihre Mitarbeiter*innen zu motivieren und bei der Stange zu halten.

3. Kommunizieren Sie Ihre Erwartungen

In direktem Zusammenhang mit dem Thema Ziele steht auch die Kommunikation Ihrer Erwartungen. Wenn klar ist, welches Ziel bis wann erreicht werden soll, ist ein wichtiger Schritt getan. Formulieren Sie darüber hinaus aber auch, welches Vorgehen Sie möglicherweise für sinnvoll erachten. Fokussieren Sie also zusätzlich das „Wie“, nicht nur das „Was“. Denn wer nicht weiß, was erwartet wird und in welcher Form, kann diese Erwartung eben auch nicht erfüllen.

Bleiben Sie dabei offen für Fragen oder Änderungsvorschläge, um den besten Weg für alle Beteiligten zu finden. Halten Sie das Ergebnis schriftlich fest, damit Sie später den Erfolg überprüfen können.

Das kann sich sowohl auf ein einzelnes Projekt beziehen, das Sie einem Teammitglied übertragen, als auch auf die Leistung insgesamt, die Sie innerhalb eines definierten Zeitrahmens von dieser Person erwarten. Auch dafür braucht es dann klare Maßgaben, um das Ergebnis sinnvoll und nachvollziehbar bewerten zu können.

4. Entwickeln Sie klare Regeln

Oft bewährt es sich, gemeinsam mit dem Team Spielregeln für den Umgang miteinander aufzustellen. Auch wenn die Versuchung groß sein mag, diese Regeln einfach vorzugeben: Meist werden solche Vorgaben viel eher eingehalten, wenn alle an der Entwicklung dieser Regeln beteiligt waren.

Wenn Sie mit Ihrem Team darüber sprechen, welche Regeln für alle verbindlich gelten sollten, werden Sie wahrscheinlich viel seltener auf die Einhaltung pochen müssen. Denn in diesem Fall achten die Teammitglieder selbst darauf, dass alle sich entsprechend verhalten. Es kann hilfreich sein, die Regeln schriftlich festzuhalten und an einem für alle gut sichtbaren Platz aufzuhängen.

5. Geben Sie Ihrem Team Rückhalt

Als Führungskraft tragen Sie die Verantwortung für Ihre Ergebnisse und für die Gesamtleistung Ihrer Mitarbeiter*innen. Doch manchmal werden die Ziele nicht erreicht oder es kommt zu Fehlern. Wenn Sie jetzt die Schuld dafür auf Ihr Team abwälzen, verlieren Sie das zuvor vielleicht mühsam aufgebaute Vertrauen auf einen Schlag.

Zeigen Sie jedoch Rückgrat und stehen Sie für Ihr Team auch in Zeiten ein, die nicht so gut laufen, sichern Sie sich damit den Respekt und die Wertschätzung Ihrer Leute – und diese werden sich wahrscheinlich in Zukunft noch mehr ins Zeug legen, um Sie zu unterstützen.

Unabhängig davon können Sie das Gespräch mit einzelnen Teammitgliedern unter vier Augen suchen, um Fehler klar zu benennen und zu besprechen, wie diese künftig vermieden werden können.

Lesen Sie auch: Was ist eine positive Fehlerkultur?

6. Geben Sie wertschätzendes Feedback

Wertschätzendes und effektives Feedback zu geben, ist wahrscheinlich die Königsdisziplin der Kommunikation. Führungskräfte legen häufig den Fokus in erster Linie auf die Defizite – und das wirkt eher demotivierend. Daher gehört zu einem wertschätzenden Feedback immer auch, die positiven Aspekte zu benennen und zu würdigen.

Gelingt es Ihnen, gemeinsam mit Ihren Mitarbeiter*innen eine funktionierende Feedbackkultur zu etablieren, trägt das zu einem vertrauensvollen und konstruktiven Miteinander bei. In so einem Umfeld verbessern sich das Arbeitsklima und die Mitarbeiterzufriedenheit, und im Ergebnis steigt die Produktivität in der Regel deutlich an, wie zum Beispiel eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (PDF) zeigt.

Auch interessant: So führen Sie als Führungskraft ein konstruktives Kritikgespräch

7. Fördern Sie vorhandene Potenziale

Mitarbeiterführung und Entwicklung hängen eng zusammen. Das bedeutet unter anderem, Ihren Mitarbeiter*innen die Möglichkeit zu geben, ihre spezifischen Talente und Begabungen weiter auszubauen und sich zu entwickeln. In Zeiten des Fachkräftemangels kommt diesem Aspekt sogar eine bedeutende Rolle zu, denn wenn Menschen erleben, dass das Unternehmen sie fördert und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet, steigert das die Mitarbeiterbindung.

Klären Sie daher in regelmäßigen Gesprächen, in welchen Bereichen und Themen Ihre Mitarbeiter*innen sich weitere Qualifikationen und Kompetenzen aneignen möchten, und unterstützen Sie sie dabei, die passenden Maßnahmen zu finden.

Auch interessant: Weiterbildung im Beruf: Wie Sie Schulungen für Mitarbeitende in den Arbeitsalltag integrieren

8. Legen Sie Wert auf Verbindlichkeit

Gerade als Führungskraft haben Sie Vorbildfunktion. Daher ist es wichtig, dass Sie sich verbindlich an Ihre Zusagen halten. Treten Umstände ein, die Sie tatsächlich nicht zu verantworten haben, kommunizieren Sie diese zeitnah.

Wenn Sie in dieser Weise Verbindlichkeit demonstrieren, vermittelt das Ihrem Team, dass auf Sie Verlass ist – und häufig färbt das positiv ab.

9. Zeigen Sie Konsequenz

Ihre Mitarbeiter*innen müssen bei aller Wertschätzung auch wissen, dass Fehlverhalten oder mangelhafte Leistung auf Dauer nicht geduldet werden. Auch wenn es schwerfällt und für viele ein echter Angang ist: Klare Ansagen und daraus folgende Konsequenzen sind in gewisser Weise ein wertvolles Führungsinstrument.

Fruchten Vier-Augen-Gespräche nicht, sollten daher gegebenenfalls weitere Maßnahmen folgen, wie zum Beispiel eine Ermahnung oder Abmahnung. Idealerweise beziehen Sie in solchen Fällen die Personalabteilung oder auch Ihre eigenen Vorgesetzten mit ein.

10. Bleiben Sie unparteiisch

In jedem Team kommt es früher oder später zu Konflikten. Auch hier sind Sie als Führungskraft gefragt, um zwischen den verschiedenen Positionen zu vermitteln. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie so neutral wie möglich bleiben und sich die Argumente aller Konfliktparteien anhören. Bestenfalls überlegen Sie gemeinsam schon in einem frühen Stadium, wie sich das Thema klären ließe, bevor es wirklich eskaliert.

Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, rein nach Sympathie ein Urteil zu fällen. Nehmen Sie sich notfalls Bedenkzeit und halten Sie Rücksprache mit einer neutralen Person außerhalb des Teams. So stellen Sie sicher, dass Sie sich nicht vereinnahmen lassen – und das verschafft Ihnen Respekt innerhalb Ihres Teams.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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