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KI-Expert*innen finden: Recruiting-Tipps für Unternehmen

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Die Arbeitgeber-Ressourcenbibliothek von Indeed unterstützt Unternehmen beim Recruiting und bei der Verwaltung ihrer Mitarbeiter*innen. In über 15.000 Artikeln in 6 Sprachen bieten wir Strategieratschläge, Anleitungen und Best Practices, um Unternehmen beim Recruiting und der Bindung passender Mitarbeiter*innen zu unterstützen.

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Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte im Bereich künstliche Intelligenz ist intensiver denn je. Wollen Unternehmen heute KI-Expert*innen finden, müssen sie gezielt auf die Bedürfnisse von Kandidat*innen eingehen. Eine klare Strategie und attraktive Rahmenbedingungen können Ihnen Vorteile bei der Suche nach geeigneten KI-Talenten verschaffen. 

Der folgende Leitfaden erläutert, in welchen Rollen KI-Expert*innen häufig tätig sind, welche Qualifikationen sie mitbringen sollten und wie Sie KI-Talente finden und langfristig für Ihr Unternehmen gewinnen können.

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Was sind KI-Expert*innen?

KI-Expert*innen sind Fachkräfte im Bereich künstliche Intelligenz (KI), die KI-Systeme entwickeln, implementieren und in Unternehmensabläufe integrieren. Sie analysieren Daten, entwickeln Modelle des maschinellen Lernens und sorgen dafür, dass KI-Lösungen sinnvoll in technische und organisatorische Prozesse eingebunden werden. 

Je nach Rolle reicht das Tätigkeitsfeld von KI-Expert*innen von der Forschung und Softwareentwicklung bis hin zur praktischen Umsetzung von KI-Anwendungen im Unternehmen und beratenden Funktionen. Dabei arbeiten sie häufig interdisziplinär mit IT-Teams, Fachabteilungen und dem Management zusammen. KI-Talente sind unter anderem in folgenden Positionen tätig: 

  • KI-Berater*in: Analysiert Geschäftspotenziale, entwickelt KI-Strategien und unterstützt Unternehmen dabei, KI-Technologien erfolgreich einzusetzen
  • KI-Produktmanager*in: Vermittelt zwischen Business und Technik, definiert Anforderungen und steuert den gesamten Lebenszyklus einer KI-Anwendung
  • Data Scientist*in: Bereitet Rohdaten auf, erkennt komplexe Muster und legt so das mathematische Fundament für jede funktionierende KI-Lösung
  • Machine Learning Engineer: Baut und trainiert die eigentlichen Algorithmen und neuronalen Netze, damit die Software eigenständig lernen und präzise Vorhersagen treffen kann
  • AI Engineer: Integriert KI-Modelle über Schnittstellen (APIs) in Unternehmensanwendungen und schlägt die Brücke zwischen KI-Intelligenz und nutzbarer Software
  • MLOps Engineer: Sorgt dafür, dass KI-Modelle stabil in der IT-Landschaft laufen, skaliert werden und zuverlässig gewartet bleiben
  • Prompt Engineer: Interagiert mit Sprachmodellen und verfeinert Eingabebefehle so, dass die KI maximale Qualität und Effizienz liefert
  • KI-Compliance-Beauftragte*r: Stellt sicher, dass alle KI-Systeme im Einklang mit Gesetzen wie dem EU AI Act stehen und ethisch korrekt, transparent sowie ohne Vorbehalte arbeiten

KI-Expert*innen leisten einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Transformation und langfristigen Wachstums- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, indem sie diesen helfen, datengetriebene Strategien erfolgreich umzusetzen und Wettbewerbsvorteile zu sichern. 

Welche Qualifikationen benötigen KI-Expert*innen?

Die Anforderungen an Talente im Bereich künstliche Intelligenz sind vielfältig und interdisziplinär. Unternehmen suchen nicht nur technische Spezialist*innen, sondern vor allem Mitarbeitende, die KI sinnvoll in die bestehenden Geschäftsprozesse integrieren können. Je nach Schwerpunkt der zu besetzenden Stelle ist es ratsam, bei Bewerber*innen auf die folgenden Kenntnisse zu achten:

  • Technische Grundkompetenzen: Programmierkenntnisse in Sprachen wie Python, Java oder R sowie Erfahrung im Umgang mit Datenbanken, APIs und Datenpipelines
  • Maschinelles Lernen: Verständnis zentraler Methoden des maschinellen Lernens sowie Wissen darüber, wie Modelle trainiert, validiert und bewertet werden
  • KI-Frameworks und -Tools: Erfahrung mit gängigen Frameworks und Bibliotheken wie TensorFlow, PyTorch oder scikit-learn
  • Datenkompetenz: Fähigkeit, Daten zu sammeln, aufzubereiten und zu analysieren, ergänzt durch Kenntnisse in Statistik und Datenvisualisierung
  • Mathematische Grundlagen: Verständnis von linearer Algebra, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Optimierungsverfahren
  • Cloud- und IT-Infrastruktur: Kenntnisse über Cloud-Plattformen, IT-Sicherheit und Skalierbarkeit sowie ein grundlegendes Verständnis für den Betrieb von KI-Systemen
  • Generative KI und Prompt Engineering: Erfahrung im Umgang mit großen Sprachmodellen, generativen KI-Systemen und der Erstellung gezielter Prompts für hochwertige Ergebnisse
  • Domänen- und Branchenwissen: Verständnis für die jeweilige Branche, um sinnvolle KI-Anwendungen und Anwendungsfälle zu identifizieren
  • Soft Skills: Kommunikationsfähigkeit, kritisches Denken, Teamfähigkeit und Empathie sind Schlüsselkompetenzen bei der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams und der Aufbereitung von Ergebnissen für Mitarbeitende und Führungskräfte
  • Ethik und Regulierung: Bewusstsein für ethische Fragestellungen, Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen beim Einsatz von KI

KI-Jobs erfordern eine Kombination aus Technik, Fachwissen und Soft Skills. Da künstliche Intelligenz sich stetig weiterentwickelt, ist es außerdem wertvoll, dass Kandidat*innen die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen mitbringen. 

Recruiting-Tipps für KI-Talente

Um die passenden KI-Fachkräfte für Ihr Unternehmen zu gewinnen, bedarf es einer klaren Strategie, die von realistischen Anforderungsprofilen bis hin zu modernen Arbeitsmodellen reicht. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen nicht nur geeignete KI-Talente gewinnt, sondern diese auch langfristig bindet und optimal einsetzt. Beachten Sie die folgenden Punkte, wenn Sie KI-Expert*innen rekrutieren, bestehende Mitarbeitende fördern und so die digitale Transformation Ihres Unternehmens vorantreiben. 

1. Anforderungen realistisch definieren

Nicht jedes Unternehmen benötigt hochspezialisierte KI-Expert*innen. Oft ist operatives Anwenderwissen in Verbindung mit Branchenkenntnissen und spezifischen Soft Skills völlig ausreichend. Indem Sie die exakten Anforderungen in den einzelnen Stellenbeschreibungen genau definieren, tragen Sie als Arbeitgeber dazu bei, die Qualität der eingehenden Bewerbungen zu steigern und die Erfolgschancen beim Recruiting zu verbessern.

2. Attraktives Employer Branding aufbauen

KI-Fachkräfte suchen häufig nach Arbeitgebern, die eine klare Vision, spannende Projekte und eine innovative Unternehmenskultur bieten. Stellen Sie Ihr Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber dar, indem Sie Ihre Werte, Mission, technologische Kompetenz und Mitarbeiterbenefits strategisch kommunizieren. Ziel ist es, langfristig Ihre Arbeitgebermarke für KI-Talente zu stärken.

3. Interne Talente entwickeln

Viele KI-Potenziale befinden sich bereits im Unternehmen. Gezielte Weiterbildungen, Zertifizierungen oder interne Projekte ermöglichen es, Mitarbeitende aus IT, Data oder Fachabteilungen zu KI-Expert*innen weiterzuentwickeln und KI-Kompetenzlücken zu schließen. Das steigert die Mitarbeiterbindung und reduziert Kosten für externe Rekrutierung. Gleichzeitig unterstützt der Aufbau interner KI-Fähigkeiten eine langfristige Nachfolgeplanung für strategische Schlüssel- und Führungsrollen.

4. Alternative Bildungswege berücksichtigen

KI-Expert*innen kommen nicht nur von Universitäten. Quereinsteiger*innen bringen oft bereits viele praktische Erfahrungen mit, die im Alltag wichtiger sein können als formale Abschlüsse. Durch Offenheit gegenüber Absolvent*innen weniger klassischer Bildungswege wie Bootcamps oder Online-Fortbildungen erweitern Sie den möglichen Talentpool.

5. Active Sourcing gezielt einsetzen

Gefragte KI-Expert*innen werden oft proaktiv von Unternehmen angesprochen, anstatt sich selbst zu bewerben. Um die richtigen Talente zu finden, sollten Sie auf zentrale Karrierenetzwerke, Fachplattformen und branchenspezifische Foren setzen. Durch eine gezielte persönliche Ansprache erhöhen Sie die Chancen, hochqualifizierte Kandidat*innen für Stellen im Bereich KI zu gewinnen und gleichzeitig einen langfristigen Talentpool aufzubauen.

6. Internationales Recruiting nutzen

Der KI-Arbeitsmarkt ist global. Dank Remote-Arbeit können Sie im Recruiting auch auf internationale Talente zurückgreifen. Selbst Sprachbarrieren spielen aufgrund diverser KI-Tools nur noch eine geringe Rolle bei der Auswahl. Allerdings kann die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte bestimmten rechtlichen Rahmenbedingungen unterliegen, die Sie vorab klären sollten. 

7. Attraktive Arbeitsbedingungen bieten

Je gefragter die gesuchten Talente sind, desto größer sollte der Mehrwert sein, den Sie Ihren potenziellen Mitarbeitenden bieten können. Dazu zählen unter anderem eine strukturierte Einarbeitung, Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten und Karriereperspektiven. Ein besonderer Fokus sollte auf der technischen Infrastruktur, modernen Tools und leistungsfähigen Plattformen liegen, die KI-Expert*innen für ihre tägliche Arbeit benötigen.

8. Kooperationen und Netzwerke aufbauen

Auch eine Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen kann sinnvoll sein. Durch Praktika, den Einsatz von Werkstudierenden und gemeinsame Projekte können Sie den Fachkräftenachwuchs frühzeitig an sich binden. Über Netzwerke bauen Sie darüber hinaus langfristige Kontakte auf und erhöhen die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens.

Wie bewertet man KI-Talente am besten?

Beim Recruiting von KI-Expert*innen ist es entscheidend, praktische Fähigkeiten in Datenanalyse, Machine Learning und KI-Anwendungsentwicklung während des Bewerbungsprozesses gezielt zu prüfen, um die besten Talente zu identifizieren. Der Lebenslauf und formale Abschlüsse geben nur begrenzte Hinweise darauf, ob Kandidat*innen tatsächlich in der Lage sind, reale Geschäftsprobleme mit KI-Lösungen zu bearbeiten. Ein praxisnah gestalteter Auswahlprozess, der sowohl technische Kompetenz als auch Problemlösungskompetenz abbildet, hilft, die besten KI-Talente zu identifizieren. 

Bewährt haben sich technische Fallstudien, praktische Übungen oder kleine Projektaufgaben, etwa zur Analyse eines Datensatzes, zum Training eines Machine-Learning-Modells oder zur Konzeption einer KI-Anwendung für ein realistisches Szenario. Auch Portfolio-Projekte, GitHub-Repositories oder veröffentlichte Arbeiten geben wertvolle Einblicke in die tatsächliche Erfahrung und Vorgehensweise der Bewerber*innen. Ergänzend lohnt es sich, Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und die Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln, zu berücksichtigen, da KI-Expert*innen häufig in interdisziplinären Teams arbeiten.

KI-Expert*innen finden: Recruiting mit künstlicher Intelligenz optimieren

Künstliche Intelligenz im Recruiting soll menschliche Entscheidungen nicht ersetzen, sondern die Personalabteilung bei der Vorauswahl und Bewertung von Kandidat*innen entlasten. Gerade bei einer großen Anzahl von Bewerbungen können KI-gestützte Recruiting-Tools für Transparenz und Geschwindigkeit sorgen. Richtig eingesetzt, kann KI im Recruiting sowohl die Effizienz als auch die Qualität der Bewerber*innen und die gesamte Candidate Journey verbessern.

Datenbasierte Vorauswahl

KI-Softwarelösungen für das Recruiting analysieren Bewerbungsunterlagen automatisiert und gleichen Qualifikationen, Erfahrungen und Kompetenzen mit definierten Anforderungsprofilen ab. Dadurch wird die Vorauswahl systematisiert und nachvollziehbarer. Voraussetzungen sind eine klar formulierte Stellenbeschreibung sowie eine valide Datenbasis.

Kompetenzorientierter Ansatz

Moderne KI-Tools ermöglichen es, Kompetenzen stärker zu gewichten als formale Abschlüsse oder lineare Karriereverläufe. Das erweitert vor allem im Arbeitsfeld KI den Talentpool und eröffnet außerdem Quereinsteiger*innen bessere Chancen. Für Unternehmen bedeutet dies die Möglichkeit, Potenziale jenseits klassischer Auswahlkriterien sichtbar zu machen.

Unterstützung im Active Sourcing

Im Active Sourcing kann KI helfen, geeignete Profile schneller zu identifizieren und Suchprozesse gezielter auszurichten. Durch algorithmische Mustererkennung lassen sich relevante Fähigkeiten und Erfahrungswerte auch in großen Datenbeständen effizient finden. Die persönliche Ansprache und Beziehungsarbeit bleiben jedoch zentrale Aufgaben der Recruiter*innen.

Verbesserte Kommunikation

KI-gestützte Chatbots oder automatisierte Rückmeldesysteme können Bewerber*innen frühzeitig informieren und häufige Fragen beantworten. Das verbessert die Transparenz im Bewerbungsprozess und trägt zu einer positiven Candidate Experience bei – insbesondere bei hohem Bewerbungsaufkommen. 

Verantwortung und Governance

Trotz aller technologischen Unterstützung bleibt die Verantwortung für faire und rechtssichere Entscheidungen beim Unternehmen. KI-Systeme müssen regelmäßig überprüft, Trainingsdaten kritisch hinterfragt und Auswahlkriterien transparent gestaltet werden. Nur so lassen sich KI-Bias im Recruiting vermeiden und regulatorische Anforderungen erfüllen.

Die neue Rolle von Recruiter*innen

Recruiter*innen werden durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Personalabteilung nicht ersetzt, sondern stattdessen in ihrer Rolle gestärkt. Denn durch den Wegfall von administrativen Tätigkeiten gewinnen Ihre Fachkräfte in der HR-Abteilung Zeit für strategische Aufgaben, persönliche Gespräche und die Gestaltung eines stimmigen Employer Brandings.

KI-Expert*innen zu finden und langfristig zu binden gehört zu den zentralen Herausforderungen moderner Unternehmen. Wer im Wettbewerb um KI-Talente erfolgreich sein möchte, braucht eine klare Recruiting-Strategie, attraktive Arbeitsbedingungen und die Bereitschaft, neue Wege in der Talentgewinnung zu gehen. Unternehmen, die diese Faktoren miteinander verbinden und künstliche Intelligenz strategisch in ihren Recruiting-Prozess integrieren, schaffen eine starke Grundlage, um qualifizierte KI-Expert*innen zu gewinnen und ihre digitale Transformation nachhaltig voranzutreiben.

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Three individuals are sitting at a table with a laptop, a disposable coffee cup, notebooks, and a phone visible. Two are facing each other, while the third’s back is to the camera. The setting appears to be a bright room with large windows.

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