2023 war kein leichtes Jahr für Unternehmen. Die deutsche Wirtschaft rutschte in die Rezession ab. Noch immer drücken die Inflation und die hohen Energiepreise auf die Konsumlaune der Verbraucher*innen und der gravierende Fachkräftemangel erschwert das Recruiting neuer Talente. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen fällt es vielen Unternehmen schwer, optimistisch in die Zukunft zu blicken und den Jahreswechsel als neue Chance zu begreifen. Doch gerade in Krisenzeiten helfen gute Vorsätze dabei, wichtige Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Doch wie könnten solche Vorsätze im Jahr 2024 aussehen? Und wie klappt es mit der Umsetzung?
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Erfahren Sie mehrTop-5 Neujahrsvorsätze für Unternehmen
Wirtschaftspolitische Ereignisse und globale Marktschwankungen liegen in aller Regel außerhalb des Einflussbereichs einzelner Unternehmen. Um dem Gefühl der Machtlosigkeit entgegenzuhalten, sollten Neujahrsvorsätze dort ansetzen, wo sie nachhaltige Veränderungen bewirken können. In Zeiten des Fachkräftemangels wird vor allem die Personalabteilung als Herzstück eines jeden Unternehmens zum strategischen Partner bei der Realisierung langfristiger Geschäftsziele.
Talente zu finden, zu fördern und dauerhaft im Unternehmen zu halten, ist laut Randstad-ifo-Personalleiterbefragung die größte Herausforderung auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt. Doch allein die Absicht, im neuen Jahr mehr in die Personalsuche und Mitarbeiterbindung zu investieren, scheitert häufig an der Umsetzung. Die besten Vorsätze laufen ins Leere, wenn ihnen keine konkreten Maßnahmen folgen. Wie sich solche Maßnahmen gestalten könnten, erfahren Sie jetzt am Beispiel der fünf bedeutendsten Neujahrsvorsätze für Unternehmen 2024.
1. Mehr Einsatz für Gesundheit und Wohlbefinden
Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden hat erheblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg und gewinnt weltweit an Bedeutung. Deutsche Arbeitgeber allerdings hinken im internationalen Vergleich hinterher, wie die Global Wellbeing Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon zeigt. Handlungsbedarf besteht vor allem im Bereich mentale Gesundheit am Arbeitsplatz.
Auch der aktuelle Work Wellbeing Insights Report von Indeed kommt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass sich weniger als ein Drittel der Deutschen bei der Arbeit wohlfühlt. Doch mit welchen konkreten Maßnahmen können Arbeitgeber das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten erhöhen? Hier ein paar Vorschläge, wie Sie im neuen Jahr mehr für die physische und psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden tun können:
- Richten Sie moderne Arbeitsplätze unter ergonomischen Gesichtspunkten ein.
- Bieten Sie flexible Arbeitszeitmodelle für eine bessere Work-Life-Balance.
- Organisieren Sie Schulungen zu relevanten Gesundheitsthemen, darunter Stressabbau am Arbeitsplatz oder Entspannungstechniken.
- Achten Sie auf die Einhaltung der Pausen- und Ruhezeiten, um zur Burnout-Prävention beizutragen.
- Veranstalten Sie regelmäßige Teambuilding-Maßnahmen, die das Wir-Gefühl, den Zusammenhalt und das generelle Betriebsklima verbessern.
- Entlasten Sie Ihre Mitarbeitenden von repetitiven Aufgaben, indem Sie Prozesse automatisieren und digitale Lösungen einsetzen, wie zum Beispiel KI im Recruiting.
Beachten Sie, dass zu einer betrieblichen Gesundheitsförderung mehr gehört als nur eine kostenlose Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder bekömmliche Kantinenkost. Doch die Investition in Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz lohnt sich. Denn mit den richtigen Maßnahmen können Unternehmen nicht nur die Leistungsbereitschaft und die Motivation ihrer Beschäftigten erhöhen, sondern auch die Kosten für krankheitsbedingte Ausfälle reduzieren.
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2. Mehr Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion
Laut der bundesweiten Diversity-Initiative Charta der Vielfalt fördert Diversität die Kreativität und den Innovationsgeist in Unternehmen und hilft bei der Erschließung neuer Zielgruppen im Recruiting. Mit Offenheit und der Übernahme sozialer Verantwortung lässt sich in Zeiten des Fachkräftemangels die Arbeitgeberattraktivität erhöhen. Auch die Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen verbessert sich, was sich in der Regel positiv auf das Engagement und die langfristige Bindung auswirkt. Um von den zahlreichen Vorteilen von Diversity Management zu profitieren, können Sie im neuen Jahr die folgenden konkreten Maßnahmen umsetzen:
- Bauen Sie Barrieren im Recruiting ab und schaffen Sie mehr Bewusstsein für Menschen mit Behinderung.
- Stellen Sie gezielt ältere Arbeitnehmer*innen ein und profitieren Sie von ihrer langjährigen Berufserfahrung.
- Bemühen Sie sich um Geschlechtergerechtigkeit und befördern Sie mehr Frauen in Führungspositionen.
- Beschränken Sie die Personalsuche nicht auf den deutschen Arbeitsmarkt, sondern setzen Sie auf internationales Recruiting.
Mit dem Vorsatz, sich 2024 für mehr Diversität und Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu engagieren, machen Sie Ihr Unternehmen fit für künftige Herausforderungen.
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3. Mehr Agilität
Laut der BearingPoint-Studie Agile Pulse 2023 steht Agilität ganz oben auf der Agenda vieler Unternehmen. Die sich schnell verändernden Marktbedingungen, Kundenanforderungen und technologischen Entwicklungen machen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zu entscheidenden Erfolgskriterien. Starre Strukturen und festgefahrene Prozesse sind in der dynamischen Geschäftswelt eher hinderlich. Doch wie können Arbeitgeber die Bereitschaft zur Veränderung auf Unternehmens- und Mitarbeiterebene fördern?
- Machen Sie zunächst eine Bestandsaufnahme, um die Notwendigkeit des Wandels zu verstehen und klare Ziele zu definieren.
- Erarbeiten Sie eine transparente Kommunikationsstrategie, um die Beschäftigten über die Gründe für die Neuausrichtung zu informieren und ihre Unterstützung zu gewinnen.
- Integrieren Sie Ihre Mitarbeiter*innen und Führungskräfte aktiv in den Change-Prozess, damit sie die Veränderungen besser akzeptieren und sich engagiert für den Wandel einsetzen.
- Führen Sie agile Methoden wie Scrum oder Kanban ein, um die Arbeitsprozesse zu beschleunigen sowie die Produktivität und die Zusammenarbeit zu verbessern.
- Organisieren Sie Schulungen, damit die Mitarbeitenden die notwendigen Fähigkeiten für die neuen Prozesse und Methoden entwickeln können.
Grundlegende Veränderungen stoßen in der Regel zunächst auf großen Widerstand bei den Betroffenen. Nehmen Sie die Bedenken Ihrer Beschäftigten ernst, aber lassen Sie sich nicht entmutigen. Denn der Einsatz für mehr Agilität im Unternehmen lohnt sich.
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4. Mehr Digitalisierung
Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom halten derzeit zwei Drittel der deutschen Arbeitgeber das eigene Unternehmen für einen Nachzügler bei der Digitalisierung. Das Tempo in diesem erfolgsentscheidenden Bereich zu erhöhen, sollte trotz angespannter Wirtschaftslage im neuen Jahr höchste Priorität haben. Denn die Automatisierung der wichtigsten Arbeitsschritte kann die Produktivität im Unternehmen erhöhen und die Betriebskosten erheblich reduzieren. Darüber hinaus ermöglicht eine umfassende Digitalisierung räumlich flexibles Arbeiten und entlastet die Beschäftigten von Routinetätigkeiten, was sich meist positiv auf die Mitarbeiterzufriedenheit auswirkt. Damit es nicht nur beim guten Vorsatz bleibt, können Unternehmen ihre digitalen Ziele 2024 mit den folgenden Maßnahmen erreichen:
- Analysieren Sie den Status quo und identifizieren Sie die Geschäftsbereiche mit dem dringendsten Handlungsbedarf.
- Modernisieren Sie die IT-Infrastruktur für eine reibungslose Umsetzung.
- Erleichtern Sie den flexiblen Zugang zu Daten und Ressourcen mit Cloud-Lösungen.
- Achten Sie auf den Datenschutz.
- Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden im Umgang mit den neuen Technologien.
- Nutzen Sie Kollaborationstools für einen schnellen Informationsfluss und reibungslose Teamarbeit.
- Investieren Sie in Datenanalyse und Business Intelligence, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Auch in der Personalabteilung darf die Digitalisierung nicht zu kurz kommen. Im Bereich Human Resources ist der bürokratische Verwaltungsaufwand oft so hoch, dass kaum noch Zeit bleibt, um für die Mitarbeitenden da zu sein und eine positive Arbeitskultur zu fördern. HRM-Software und digitale Personalmanagementsysteme können den bürokratischen Aufwand reduzieren. Und selbst bei der Personalgewinnung kann sich der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens als entscheidender Erfolgsfaktor erweisen.
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5. Mehr Wertschätzung
Laut einer ZDF-Umfrage fühlt sich über ein Drittel der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland am Arbeitsplatz nicht genug wertgeschätzt. Dabei kostet mehr Anerkennung die Unternehmen in vielen Fällen überhaupt nichts. Mit meist geringem Aufwand lassen sich die Mitarbeitermotivation, die Arbeitsmoral und damit auch die Produktivität steigern. Das Betriebsklima verbessert sich, die Beschäftigten kündigen seltener und die Fluktuationsrate sinkt. Mit folgenden Maßnahmen können Sie 2024 mehr Wertschätzung für Ihre Mitarbeitenden zum Ausdruck bringen:
- Nutzen Sie faire Mitarbeiterbeurteilungen als Motivator.
- Bieten Sie flexible Arbeitsbedingungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance.
- Schaffen Sie eine offene Kommunikationskultur mit viel Raum für innovative Ideen, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik.
- Binden Sie Ihre Beschäftigten aktiv in wichtige Entscheidungsprozesse ein.
- Unterstützen Sie individuelle Karriereziele mit umfassenden Personalentwicklungsmaßnahmen.
- Etablieren Sie Bonussysteme, um Mitarbeiter*innen für gute Leistungen zu belohnen.
- Führen Sie regelmäßige Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch.
Beim Thema Wertschätzung spielt vor allem das Verhalten von Führungskräften eine unmittelbare Rolle. Sie sollten weniger kontrollieren und dafür mehr Verantwortung an die einzelnen Mitarbeiter*innen übertragen, um die Selbstorganisation im Unternehmen zu fördern.
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So setzen Sie Ihre Neujahrsvorsätze erfolgreich um
Gute Vorsätze sollten genau wie gute Ziele möglichst spezifisch, messbar und terminiert sein. Stellen Sie sicher, dass Ihre Vorhaben mit den
Unternehmenswerten im Einklang stehen und realistisch erreichbar sind. Für jeden Vorsatz sollten Sie einen klaren Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen entwickeln. Identifizieren Sie mögliche Hindernisse im Voraus und überlegen Sie sich praktikable Bewältigungsstrategien. Darüber hinaus ist Ihre Flexibilität gefragt, falls sich der Weg zum Ziel unterwegs ändert. Um ihre Beschäftigten nicht zu überfordern, sollten Sie sich außerdem nicht zu viele Vorsätze auf einmal vornehmen. Wenn Sie beispielsweise die gesamte
Unternehmenskultur verändern
und diverser ausrichten möchten, sollten Sie sich im neuen Jahr zunächst auf dieses weitreichende Vorhaben konzentrieren. Gehen Sie Schritt für Schritt vor. Sie müssen schließlich nicht unbedingt bis zum nächsten Jahreswechsel warten, um weitere Vorsätze in die Tat umzusetzen.
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